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summ_048

Pneumologiekomplex

Klinischer Text

Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin Akademisches Lehrkrankenhaus Chefarzt Dr. med. T. Berner Entlassungsbericht Patient: Hans-Georg Müller, geb. 14.05.1949 Anschrift: Birkenweg 12, 45133 Essen Station: 4B (Pneumologie) Aufnahme: 10.10.2023 Entlassung: 22.10.2023 Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, wir berichten über den o.g. Patienten, der sich vom 10.10.2023 bis 22.10.2023 in unserer stationären Behandlung befand. Diagnosen: 1. Akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (NIK: 55 py). 2. V.a. Bronchialkarzinom des rechten Unterlappens (peripherer Rundherd 14mm), Histologie der transbronchialen Biopsie ausstehend. 3. Chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF, LVEF 32%, NYHA III) bei ischämischer Kardiopathie. 4. Permanentes Vorhofflimmern (CHA2DS2-VASc 4, HAS-BLED 3). 5. Chronische Niereninsuffizienz Stadium G3a (Kreatinin 1,45 mg/dl, GFR 48 ml/min). 6. Transientes hyperaktives Delir (11.10. – 13.10.2023), postoperativ/postinterventionell assoziiert. 7. Leichte postinterventionelle Hämoptoe (15.10.2023). 8. Diabetes mellitus Typ 2, aktuell diätetisch eingestellt (HbA1c 6,8%). Anamnese: Die stationäre Aufnahme von Herrn Müller erfolgte aufgrund einer seit drei Tagen zunehmenden Belastungsdyspnoe (NYHA IV), produktivem Husten mit gelblich-grünem Sputum sowie einer allgemeinen körperlichen Schwäche. Der Patient berichtete zudem über einen ungewollten Gewichtsverlust von ca. 5 kg in den letzten zwei Monaten. Vorbekannt ist eine schwergradige COPD sowie eine koronare 3-Etagen-Erkrankung mit Z.n. Bypass-OP (2015). Zu Hause nutzt der Patient bei Bedarf Sauerstoff (2l/min). Aufnahmebefund: 74-jähriger Patient in reduziertem Allgemeinzustand. Adipositas (BMI 31 kg/m²). Dyspnoe bereits bei leichter Entkleidung. Haut und Schleimhäute unauffällig. Cor: Herzaktion arrhythmisch, keine Vitien. Pulmo: Hypersonorer Klopfschall, abgeschwächtes Atemgeräusch beidseits, exspiratorisches Giemen und Brummen, verlängertes Exspirium. Abdomen: Weich, kein Druckschmerz. Extremitäten: Deutliche prätibiale Ödeme beidseits. RR 115/75 mmHg, HF 95/min (absolute Arrhythmie), SpO2 87% unter Raumluft, Temperatur 38,2 °C. Diagnostik: Labor bei Aufnahme: CRP 84 mg/l (Ref <5), Leukozyten 12.400/µl, Kreatinin 1,45 mg/dl, NT-proBNP 4.250 pg/ml (Ref <300). Tumormarker: CEA deutlich erhöht mit 14,8 ng/ml (Ref <5,0), CYFRA 21-1 mit 4,2 ng/ml (Ref <3,3) ebenfalls leicht erhöht. BGA (Raumluft): pH 7,36, pO2 54 mmHg, pCO2 48 mmHg (globale respiratorische Insuffizienz). Röntgen-Thorax: Zeichen der Lungenüberblähung, verbreitertes Mediastinum, diskrete interstitielle Stauungszeichen, neu beschriebene Transparenzminderung rechts basal. CT-Thorax (12.10.): Bestätigung eines 14 x 11 mm großen, irregulär begrenzten Rundherdes im posterobasalen Segment des rechten Unterlappens. Keine wegweisende Lymphadenopathie. Emphysematöse Lungenveränderungen. Echokardiographie: LVEF 32%, dilatierter linker Ventrikel, geringgradige Mitralinsuffizienz. Therapie und Verlauf: Initial erfolgte bei V.a. eine infektgetriggerte Exazerbation der COPD eine kalkulierte antibiotische Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure (875/125 mg 1-0-1 p.o.). Aufgrund persistierendem Fieber und steigendem CRP (max. 125 mg/l am 12.10.) stellten wir auf Piperacillin/Tazobactam (4,5 g 1-1-1 i.v.) um, worunter eine klinische Stabilisierung und ein CRP-Abfall eintraten. Die Atemnot wurde mit inhalativen Bronchodilatatoren (Sultanol, Atrovent) sowie einer systemischen Steroidgabe (Prednisolon 40 mg i.v., im Verlauf ausschleichend auf 10 mg p.o.) behandelt. Am 11.10. entwickelte der Patient nächtlich ein hyperaktives Delir mit Desorientierung und Unruhe, welches wir erfolgreich mit Melperon (25 mg zur Nacht) und engmaschiger Betreuung therapieren konnten. Nach Remission des Delirs erfolgte am 15.10. die geplante Bronchoskopie. Hierbei zeigte sich eine chronisch-entzündliche Schleimhautveränderung. Es wurden transbronchiale Biopsien des Rundherdes im RU sowie eine bronchoalveoläre Lavage (BAL) durchgeführt. Unmittelbar postinterventionell trat eine leichte Hämoptoe auf, die nach lokaler Applikation von Adrenalin-Lösung sistierte. Zur Sicherheit wurde die Antikoagulation mit Edoxaban (Lixiana 30 mg, dosisadaptiert bei NI) pausiert und auf eine prophylaktische Gabe von Enoxaparin (40 mg s.c.) umgestellt. Interessanterweise stehen die Tumormarker (erhöhtes CEA) im Kontrast zur relativ geringen Größe des Rundherdes, was differentialdiagnostisch sowohl ein beginnendes Malignom als auch eine postpneumonische Veränderung offenlässt. Empfehlungen und Procedere: - Die Fortführung der inhalativen Therapie mit Trelegy Ellipta (1-0-0) wird dringend empfohlen. - Prednisolon-Ausschleichplan: 10 mg für 3 Tage, dann 5 mg für 3 Tage, dann absetzen. - Antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam wurde am 19.10. nach 7 Tagen beendet. - Wiederaufnahme der oralen Antikoagulation mit Lixiana 30 mg 1-0-0 ab dem 23.10., sofern keine erneute Hämoptoe auftritt. - Die Histologie der Biopsieergebnisse wird für den 25.10. erwartet. Wir bitten den Patienten, sich am 27.10.2023 um 10:00 Uhr zur Befundbesprechung in unserer pneumologischen Ambulanz vorzustellen. - Bei Malignitätsnachweis: Einleitung eines Stagings (CT-Abdomen, MRT-Schädel) und Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard. - Kardiologische Kontrolle der LVEF in 4-6 Wochen. - Pneumologische Verlaufskontrolle inklusive Bodyplethysmographie in 3 Monaten. Wir danken für die kollegiale Zusammenarbeit. Mit freundlichen Grüßen (Dr. med. X. Beispieler) Oberarzt Pneumologie

Ground Truth

Hauptdiagnose

Akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) mit einem unklaren, 14 mm großen Lungenrundherd im rechten Unterlappen bei hochgradigem Verdacht auf ein Bronchialkarzinom.

Therapie

Behandlung der Exazerbation mit Piperacillin/Tazobactam 4,5g i.v. (7 Tage), Prednisolon (initial 40mg i.v., dann ausschleichend) und Umstellung auf eine Triple-Inhalation (Trelegy Ellipta); die orale Antikoagulation mit Lixiana 30mg wurde aufgrund einer postinterventionellen Hämoptoe nach Bronchoskopie vorübergehend auf Enoxaparin 40mg s.c. umgestellt.

Procedere

Ambulante Befundbesprechung der ausstehenden Biopsie-Histologie am 27.10.2023; bei Malignitätsnachweis zeitnahes Staging mittels CT-Abdomen und MRT-Schädel; kardiologische Kontrolle der HFrEF (LVEF 32%) in 4-6 Wochen.

Offene Fragen

Die definitive Histologie des Rundherdes steht noch aus, wobei die Diskrepanz zwischen dem deutlich erhöhten CEA-Wert (14,8 ng/ml) und dem relativ kleinen Befund (14mm) eine sorgfältige Korrelation erfordert; zudem muss die Stabilität nach der leichten Hämoptoe bei Wiederansetzen der oralen Antikoagulation überwacht werden.

Modell-Ergebnisse (11)

4.0/5
5Fakten
3Vollst.
4Präzision
Hauptdiagnose: Akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) mit Verdacht auf ein Bronchialkarzinom des rechten Unterlappens
Therapie: Der Patient erhielt eine initiale antibiotische Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure, die wegen anhaltendem Fieber auf Piperacillin/Tazobactam umgestellt wurde, sowie inhalative Bronchodilatatoren (Sultanol, Atrovent) und eine systemische Steroidgabe (Prednisolon 40 mg i.v., später oral ausgeschlichen). Das hyperaktive Delir wurde mit Melperon behandelt, und nach einer Bronchoskopie mit Biopsie wurde die Antikoagulation vorübergehend pausiert und prophylaktisch mit Enoxaparin fortgeführt.
Procedere: Weiterführung der inhalativen Therapie mit Trelegy Ellipta, Steroid‑Ausschleichplan (10 mg × 3 Tage, dann 5 mg × 3 Tage, dann absetzen) und Wiederaufnahme der oralen Antikoagulation (Edoxaban 30 mg) ab dem 23.10., sofern keine erneute Hämoptoe auftritt. Die histologischen Befunde der transbronchialen Biopsie werden am 25.10. erwartet; ein Termin zur Befundbesprechung ist am 27.10.2023 vorgesehen. Bei Nachweis eines Malignoms erfolgt Staging (CT Abdomen, MRT Schädel) und Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard. Kardiologische Kontrolle der LVEF in 4‑6 Wochen und pneumologische Verlaufskontrolle inkl. Bodyplethysmographie in 3 Monaten.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung.
Therapie: Es erfolgte eine kalkulierte antibiotische Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure, später Piperacillin/Tazobactam bei persistierendem Fieber. Die Atemnot wurde mit inhalativen Bronchodilatatoren (Sultanol, Atrovent) und systemischen Steroiden (Prednisolon) behandelt. Ein postinterventionelles Delir wurde mit Melperon therapiert.
Procedere: Fortführung der inhalativen Therapie mit Trelegy Ellipta, Ausschleichen von Prednisolon, Wiederaufnahme der Antikoagulation mit Lixiana ab 23.10. Vorstellung zur Befundbesprechung der Biopsie am 27.10.2023 in der Ambulanz. Bei Malignitätsnachweis Einleitung eines Stagings und Vorstellung im Tumorboard.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde aufgrund einer akut exazerbierten COPD (GOLD IV, Gruppe D) stationär aufgenommen, wobei sich im Verlauf der Verdacht auf ein Bronchialkarzinom im rechten Unterlappen ergab.
Therapie: Es erfolgte eine kalkulierte antibiotische Therapie (zunächst Amoxicillin/Clavulansäure, dann Piperacillin/Tazobactam) für die infektgetriggerte Exazerbation sowie eine inhalative Bronchodilatation und systemische Steroidgabe (Prednisolon). Ein postinterventionelles Delir wurde mit Melperon behandelt. Nach einer Bronchoskopie mit Biopsieentnahme und leichter Hämoptoe wurde die orale Antikoagulation vorübergehend pausiert und auf Enoxaparin umgestellt.
Procedere: Die inhalative Therapie mit Trelegy Ellipta ist fortzuführen und das Prednisolon gemäß Plan auszuschleichen. Die orale Antikoagulation (Lixiana) soll ab dem 23.10. wieder aufgenommen werden. Der Patient wird zur Befundbesprechung der ausstehenden Histologie am 27.10. einbestellt. Bei Malignitätsnachweis ist ein Staging und die Vorstellung im Tumorboard erforderlich. Kardiologische und pneumologische Kontrollen sind in 4-6 Wochen bzw. 3 Monaten geplant.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung
Therapie: Antibiotische Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure und Piperacillin/Tazobactam, inhalative Bronchodilatoren, systemische Steroidgabe (Prednisolon), und Behandlung des Delirs mit Melperon.
Procedere: Fortführung der inhalativen Therapie mit Trelegy Ellipta, Prednisolon-Ausschleichplan, Wiederaufnahme der oralen Antikoagulation mit Lixiana, Befundbesprechung der Biopsieergebnisse, kardiologische und pneumologische Kontrollen.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde aufgrund einer akut exazerbierten COPD und dem Verdacht auf ein Bronchialkarzinom des rechten Unterlappens stationär behandelt.
Therapie: Die Behandlung umfasste eine antibiotische Therapie zur Behandlung der COPD-Exazerbation, inhalative Bronchodilatatoren und systemische Steroide zur Verbesserung der Atemnot sowie die Behandlung eines transienten Delirs. Eine Bronchoskopie mit Biopsieentnahme wurde durchgeführt, wobei eine leichte postinterventionelle Hämoptoe auftrat.
Procedere: Es wird die Fortsetzung der inhalativen COPD-Therapie, das Ausschleichen von Prednisolon und die Wiederaufnahme der oralen Antikoagulation empfohlen. Die Histologieergebnisse der Biopsie sind entscheidend und eine kardiologische sowie pneumologische Verlaufskontrolle sind geplant. Bei Malignitätsnachweis ist ein Staging und Vorstellung im Tumorboard vorgesehen.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Die Hauptdiagnose ist eine akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung
Therapie: Der Patient wurde mit einer kalkulierten antibiotischen Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure und später mit Piperacillin/Tazobactam behandelt. Zusätzlich erhielt er inhalative Bronchodilatatoren und systemische Steroidgabe. Eine Bronchoskopie mit transbronchialen Biopsien und bronchoalveolärer Lavage wurde durchgeführt.
Procedere: Es wird empfohlen, die inhalative Therapie mit Trelegy Ellipta fortzuführen und den Prednisolon-Ausschleichplan zu befolgen. Die orale Antikoagulation mit Lixiana soll ab dem 23.10. wieder aufgenommen werden. Eine Befundbesprechung in der pneumologischen Ambulanz ist für den 27.10.2023 geplant. Bei Malignitätsnachweis soll ein Staging und eine Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard erfolgen.
4Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung.
Therapie: Der Patient erhielt eine antibiotische Therapie mit initial Amoxicillin/Clavulansäure, dann Piperacillin/Tazobactam, sowie eine Behandlung mit inhalativen Bronchodilatatoren und systemischen Steroiden. Zudem wurde ein hyperaktives Delir mit Melperon behandelt. Eine Bronchoskopie mit transbronchialer Biopsie und BAL wurde durchgeführt.
Procedere: Es wird empfohlen, die inhalative Therapie mit Trelegy Ellipta fortzuführen, Prednisolon auszuschleichen und die orale Antikoagulation mit Lixiana wieder aufzunehmen. Der Patient soll sich zur Befundbesprechung der Histologie in der pneumologischen Ambulanz vorstellen.
2.7/5
4Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Herr Müller wurde mit akut exazerbierter COPD (GOLD IV, Gruppe D), chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF), permanentem Vorhofflimmern, chronischer Niereninsuffizienz und Verdacht auf Bronchialkarzinom des rechten Unterlappens behandelt.
Therapie: Es wurde eine kalkulierte antibiotische Therapie, inhalative Bronchodilatatoren, systemische Steroide, Melperon zur Delirbehandlung und lokale Adrenalin-Lösung bei Hämoptoe angewendet. Die Antikoagulation wurde von Lixiana auf Enoxaparin umgestellt und dann pausiert, um sie anschließend wieder aufzunehmen.
Procedere: Fortführung der inhalativen Therapie, Prednisolon-Ausschleichplan, Wiederaufnahme oraler Antikoagulation, Erwartung der Histologie der Biopsieergebnisse und Befundbesprechung in der Ambulanz, geplantes Staging und Vorstellung im Tumorboard bei Malignitätsnachweis, kardiologische und pneumologische Verlaufskontrollen.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung.
Therapie: Der Patient erhielt eine kalkulierte antibiotische Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure, die auf Piperacillin/Tazobactam umgestellt wurde. Die Atemnot wurde mit inhalativen Bronchodilatatoren und systemischer Steroidgabe behandelt. Ein hyperaktives Delir wurde mit Melperon und engmaschiger Betreuung therapiert.
Procedere: Fortführung der inhalativen Therapie mit Trelegy Ellipta und Ausschleichen von Prednisolon. Wiederaufnahme der oralen Antikoagulation mit Lixiana 30 mg ab dem 23.10., sofern keine erneute Hämoptoe auftritt. Befundbesprechung in der pneumologischen Ambulanz am 27.10.2023. Bei Malignitätsnachweis Einleitung eines Stagings und Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard. Kardiologische Kontrolle der LVEF in 4-6 Wochen und pneumologische Verlaufskontrolle inklusive Bodyplethysmographie in 3 Monaten.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde mit einer akut exazerbierten COPD, wahrscheinlich einem Bronchialkarzinom des rechten Unterlappens, chronischer Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern aufgenommen.
Therapie: Die Therapie umfasste eine antibiotische Behandlung bei Verdacht auf Infekt, inhalative Bronchodilatatoren und systemische Steroide zur Behandlung der COPD-Exazerbation. Ein hyperaktives Delir wurde mit Melperon behandelt. Eine Bronchoskopie mit Biopsie wurde durchgeführt, wobei die Antikoagulation vorübergehend pausiert und auf Enoxaparin umgestellt wurde.
Procedere: Es wird empfohlen, die inhalative Therapie mit Trelegy Ellipta fortzusetzen und den Prednisolon-Ausschleichplan zu beenden. Die Ergebnisse der Histologie der Biopsie werden erwartet, und bei Malignitätsnachweis ist ein Staging und eine Vorstellung im Tumorboard geplant. Eine kardiologische Kontrolle der LVEF und eine pneumologische Verlaufskontrolle sind vorgesehen.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akut exazerbierte COPD (GOLD IV, Gruppe D) bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, Bronchialkarzinom des rechten Unterlappens, Chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion, Transientes hyperaktives Delir und Diabetes mellitus Typ 2.
Therapie: Die Patienten wurde eine antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam und inhalative Bronchodilatatoren verabreicht. Eine systemische Steroidgabe wurde durchgeführt, um die Atemnot zu behandeln. Das Delir wurde mit Melperon und engmaschiger Betreuung behandelt.
Procedere: Die Patienten wird empfohlen, die inhalative Therapie mit Trelegy Ellipta fortzuführen und den Prednisolon-Ausschleichplan zu befolgen. Die Antikoagulation wird wieder aufgenommen, sofern keine erneute Hämoptoe auftritt. Die Histologie der Biopsieergebnisse wird erwartet und der Patient wird zur Befundbesprechung eingeladen. Bei Malignitätsnachweis wird ein Staging durchgeführt und der Patient wird im interdisziplinären Tumorboard vorgestellt. Eine kardiologische Kontrolle der LVEF und eine pneumologische Verlaufskontrolle inklusive Bodyplethysmographie sind geplant.
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