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summ_046

Innere Medizineinfach

Klinischer Text

Klinikum Neustadt am See Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie Chefarzt: Dr. med. T. Berghof Entlassungsbericht An den hausärztlichen Kollegen Dr. med. H. Jensen Marktplatz 4 82319 Starnberg Neustadt, den 24.10.2023 Patient: Müller, Hans-Joachim, geb. 04.05.1950 Anschrift: Seeweg 12, 82319 Starnberg Station: 4B Aufnahme: 17.10.2023 Entlassung: 24.10.2023 Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über den o.g. Patienten, der sich vom 17.10. bis zum 24.10.2023 in unserer stationären Behandlung befand. DIAGNOSEN: 1. Infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens. 2. Erstdiagnose eines paroxysmalen Vorhofflimmerns (CHA2DS2-VASc Score: 4). 3. Arterielle Hypertonie Grad II. 4. Chronische Niereninsuffizienz Stadium G3a (eGFR initial 52 ml/min, im Verlauf 58 ml/min). 5. V.a. ACE-Hemmer-induzierten Husten bei vorbestehender Medikation mit Ramipril. ANAMNESE: Die Aufnahme des 73-jährigen Patienten erfolgte als Notfalleinweisung aufgrund einer seit drei Tagen progredienten Belastungsdyspnoe (NYHA III-IV), verbunden mit produktivem Husten und gelblich-grünem Sputum. Zudem berichtete der Patient über allgemeine Abgeschlagenheit und subjektives Fiebergefühl. In der Eigenanamnese ist eine COPD GOLD III bekannt (letzte Lufu 02/2023: FEV1 42% d.S.). Als Dauermedikation bestanden bisher u.a. Ramipril 5mg, Amlodipin 5mg sowie eine inhalative Therapie mit Tiotropium und Salmeterol/Fluticason. Auffällig war in der Anamnese ein seit ca. sechs Wochen bestehender, trockener Reizhusten, der primär der COPD zugeschrieben wurde, sich jedoch unter der inhalativen Therapie nicht besserte. KÖRPERLICHER UNTERSUCHUNGSBEFUND: Reduzierter Allgemeinzustand, adipöser Ernährungszustand (BMI 31 kg/m²). Haut und Schleimhäute trocken. Blutdruck 155/95 mmHg, Herzfrequenz 112 bpm (arrhythmisch), Atemfrequenz 24/min, SpO2 87% unter Raumluft. Pulmonal: Beidseits verlängertes Exspirium, rechts basal deutliche Rasselgeräusche und abgeschwächtes Atemgeräusch. Herz: Tachyarrhythmia absoluta, keine Vitien hörbar. Abdomen: Weich, kein Druckschmerz, Darmgeräusche regelrecht. Untere Extremitäten: Keine Ödeme, keine Thrombosezeichen. DIAGNOSTIK: Labor (Aufnahme): CRP 112 mg/l (Ref. < 5), Leukozyten 15,8 Gpt/l, Procalcitonin 0,45 ng/ml. Kreatinin 1,42 mg/dl, eGFR 52 ml/min. NT-proBNP 1450 pg/ml. Troponin T negativ. Sputum-Kultur wurde am Aufnahmetag asserviert. Röntgen-Thorax (17.10.): Transparenzminderung im rechten Unterlappen, vereinbar mit einer Pneumonie. Zeichen der Lungenüberblähung bei bekannter COPD. EKG (17.10.): Tachyarrhythmia absoluta (VHF), Herzfrequenz 118/min, Linkstyp, keine ST-Strecken-Veränderungen. Echokardiographie (18.10.): Leicht vergrößerter linker Vorhof (LAV-I 38 ml/m²), LVEF ca. 48%, keine höhergradigen Klappenvitien. Vena cava inferior atemvariabel. THERAPIE UND VERLAUF: Initial erfolgte bei klinischem und radiologischem Verdacht auf eine ambulant erworbene Pneumonie (CAP) bei vorbestehender COPD eine intravenöse antibiotische Therapie mit Ampicillin/Sulbactam 3g 1-1-1. Unter dieser Medikation kam es jedoch am zweiten Behandlungstag zu rezidivierenden Übelkeitsattacken und zwei Diarrhoe-Episoden. Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit stellten wir die Antibiose am 19.10. auf Levofloxacin 500mg 1-0-0 p.o. um, worunter eine rasche klinische Besserung und ein Abfall der Entzündungsparameter (CRP am Entlasstag 18 mg/l) zu verzeichnen waren. Bezüglich der Erstdiagnose des Vorhofflimmerns erfolgte bei einem CHA2DS2-VASc Score von 4 (Alter, Hypertonie, vaskuläre Erkrankung/COPD) die Einleitung einer oralen Antikoagulation mit Apixaban 5mg 1-0-1. Zur Frequenzkontrolle begannen wir eine Therapie mit Metoprololsuccinat 47,5mg 1-0-0, worunter sich die Herzfrequenz im Verlauf zwischen 70 und 85 bpm stabilisierte. Aufgrund des anamnestisch seit Wochen bestehenden Reizhustens und der Tatsache, dass dieser auch nach Besserung der akuten Infektsymptomatik persistierte, setzten wir Ramipril 5mg ab und substituierten dieses durch den AT1-Rezeptor-Antagonisten Candesartan 8mg 1-0-0 zur Blutdruckkontrolle. Hierunter zeigte sich bereits zum Ende des stationären Aufenthaltes eine subjektive Abnahme des Reizhustens. Die respiratorische Situation stabilisierte sich unter inhalativer Therapie mit Ipratropiumbromid/Fenoterol (Sedarat) sowie einer systemischen Steroidgabe (Prednisolon 40mg für 5 Tage, bereits beendet). Der Patient war zum Entlasszeitpunkt unter Raumluft ausreichend oxygeniert (SpO2 94%). EMPFEHLUNGEN UND PROCEDERE: 1. Fortführung der antibiotischen Therapie mit Levofloxacin 500mg 1-0-0 p.o. für weitere 2 Tage (bis zum 26.10.2023). 2. Fortführung der Antikoagulation mit Apixaban 5mg 1-0-1 dauerhaft (Kontrolle der Nierenwerte alle 3-6 Monate). 3. Hausärztliche Laborkontrolle (CRP, Nierenwerte) am 26.10.2023. 4. Ein 24h-Langzeit-EKG sollte in ca. 2 Wochen erfolgen, um die Effektivität der Frequenzkontrolle unter Metoprolol zu evaluieren. 5. Eine pneumologische Verlaufskontrolle inklusive Bodyplethysmographie und Diffusionskapazität empfehlen wir in ca. 4-6 Wochen im infektfreien Intervall. 6. Ein mikrobiologisches Ergebnis der Sputumkultur vom 17.10. stand bei Entlassung noch aus. Wir bitten um telefonische Rücksprache bei Vorliegen eines resistenten Keims; bei klinischer Besserung ist eine Therapieanpassung vermutlich nicht mehr indiziert. ENTLASSUNGSMEDIKATION: - Apixaban (Eliquis) 5mg 1-0-1 - Metoprololsuccinat 47,5mg 1-0-0 - Candesartan 8mg 1-0-0 - Amlodipin 5mg 0-0-1 - Levofloxacin 500mg 1-0-0 (bis 26.10.) - Pantoprazol 20mg 1-0-0 (während Antibiose) - Tiotropium (Spiriva) 18µg 1-0-0 inhalativ - Salmeterol/Fluticason (Viani) 50/500µg 1-0-1 inhalativ - Salbutamol-Spray bei Bedarf (max. 4x täglich) Mit freundlichen kollegialen Grüßen (Diensthabender Arzt) Abteilung für Innere Medizin

Ground Truth

Hauptdiagnose

Infektexazerbierte COPD (GOLD III) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens bei Erstdiagnose eines paroxysmalen Vorhofflimmerns.

Therapie

Umstellung der Antibiose von Ampicillin/Sulbactam auf Levofloxacin 500mg 1x tgl. p.o. wegen Unverträglichkeit; Einleitung einer Antikoagulation mit Apixaban 5mg 2x tgl. und Frequenzkontrolle mit Metoprololsuccinat 47,5mg 1x tgl.; Wechsel von Ramipril auf Candesartan 8mg 1x tgl. wegen V.a. ACE-Hemmer-Husten.

Procedere

Abschluss der Antibiose bis 26.10.; hausärztliche Laborkontrolle (CRP, Krea) am 26.10.; Durchführung eines Langzeit-EKG in 2 Wochen und einer pneumologischen Verlaufskontrolle in 4-6 Wochen.

Offene Fragen

Das Ergebnis der Sputum-Kultur vom 17.10. stand bei Entlassung noch aus und muss nachverfolgt werden; die klinische Beobachtung des Reizhustens unter Candesartan zur Bestätigung der Verdachtsdiagnose (ACE-Hemmer-Husten) ist erforderlich.

Modell-Ergebnisse (11)

3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens
Therapie: Initiale intravenöse Ampicillin/Sulbactam wurde wegen Unverträglichkeit auf orale Levofloxacin umgestellt, was zu rascher klinischer Besserung führte. Zusätzlich wurde eine orale Antikoagulation mit Apixaban und eine Frequenzkontrolle mit Metoprololsuccinat eingeleitet, die ACE‑Hemmer‑Therapie wegen Husten auf Candesartan umgestellt und eine inhalative Bronchodilatator‑/Steroid‑Therapie sowie eine kurze systemische Steroidkur verabreicht.
Procedere: Levofloxacin für weitere 2 Tage fortführen, Apixaban dauerhaft weiterführen und die Nierenfunktion alle 3–6 Monate kontrollieren, Laborwerte (CRP, Nieren) am 26.10. prüfen, ein 24‑Stunden‑Langzeit‑EKG in ca. 2 Wochen zur Bewertung der Frequenzkontrolle durchführen sowie eine pneumologische Nachkontrolle (Bodyplethysmographie, Diffusionskapazität) in 4–6 Wochen. Bei Vorliegen eines resistenten Keims aus der Sputumkultur Rücksprache halten.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens.
Therapie: Initial intravenöse Antibiose mit Ampicillin/Sulbactam, die aufgrund von Unverträglichkeit auf Levofloxacin oral umgestellt wurde. Zur Behandlung des neu diagnostizierten Vorhofflimmerns wurde eine Antikoagulation mit Apixaban und eine Frequenzkontrolle mit Metoprolol eingeleitet. Ramipril wurde bei Verdacht auf ACE-Hemmer-induzierten Husten auf Candesartan umgestellt.
Procedere: Fortführung der Antibiose mit Levofloxacin für zwei Tage und der Antikoagulation mit Apixaban dauerhaft. Laborkontrolle von CRP und Nierenwerten am 26.10.2023. Ein 24h-Langzeit-EKG in zwei Wochen und eine pneumologische Kontrolle in 4-6 Wochen werden empfohlen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens.
Therapie: Es erfolgte eine intravenöse antibiotische Therapie mit Ampicillin/Sulbactam, die aufgrund von Unverträglichkeit auf Levofloxacin oral umgestellt wurde. Zusätzlich wurde bei neu diagnostiziertem Vorhofflimmern eine Antikoagulation mit Apixaban und eine Frequenzkontrolle mit Metoprolol eingeleitet sowie Ramipril wegen Verdachts auf ACE-Hemmer-Husten auf Candesartan umgestellt.
Procedere: Die antibiotische Therapie mit Levofloxacin soll für zwei weitere Tage fortgeführt werden. Eine hausärztliche Laborkontrolle ist am 26.10.2023 erforderlich. Es werden ein 24h-Langzeit-EKG in etwa zwei Wochen und eine pneumologische Verlaufskontrolle in 4-6 Wochen empfohlen.
3.3/5
4Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens.
Therapie: Intravenöse Antibiose mit Ampicillin/Sulbactam, später umgestellt auf Levofloxacin p.o. aufgrund von Nebenwirkungen. Einleitung einer oralen Antikoagulation mit Apixaban und Metoprololsuccinat zur Frequenzkontrolle. Absetzen von Ramipril und Substitution durch Candesartan zur Blutdruckkontrolle. Inhalative Therapie mit Ipratropiumbromid/Fenoterol und systemische Steroidgabe.
Procedere: Fortführung der antibiotischen Therapie mit Levofloxacin für weitere 2 Tage. Dauerhafte Fortführung der Antikoagulation mit Apixaban und regelmäßige Kontrolle der Nierenwerte. Hausärztliche Laborkontrolle und 24h-Langzeit-EKG in 2 Wochen. Pneumologische Verlaufskontrolle in 4-6 Wochen. Telefonische Rücksprache bei Vorliegen eines resistenten Keims in der Sputumkultur.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde stationär wegen einer infektexazerbierten COPD (GOLD III, Gruppe D) mit Pneumonie des rechten Unterlappens und neu diagnostiziertem paroxysmalen Vorhofflimmern behandelt.
Therapie: Es erfolgte eine zunächst intravenöse, dann orale antibiotische Therapie mit Ampicillin/Sulbactam und anschließend Levofloxacin, was zu einer klinischen Besserung führte. Zur Frequenzkontrolle des Vorhofflimmerns wurde Metoprololsuccinat initiiert und eine orale Antikoagulation mit Apixaban begonnen. Zudem wurde Ramipril abgesetzt und durch Candesartan ersetzt, um einen ACE-Hemmer-induzierten Husten zu behandeln.
Procedere: Die antibiotische Therapie mit Levofloxacin soll bis zum 26.10.2023 fortgesetzt werden. Die Antikoagulation mit Apixaban ist dauerhaft einzuleiten, mit regelmäßiger Nierenfunktionskontrolle. Es wird eine hausärztliche Laborkontrolle am 26.10.2023, ein 24h-Langzeit-EKG in ca. 2 Wochen und eine pneumologische Verlaufskontrolle in 4-6 Wochen empfohlen.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Die Hauptdiagnose ist eine infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens.
Therapie: Der Patient erhielt eine intravenöse antibiotische Therapie mit Ampicillin/Sulbactam, die aufgrund von Unverträglichkeit auf Levofloxacin umgestellt wurde. Zusätzlich wurde eine orale Antikoagulation mit Apixaban und eine Therapie mit Metoprololsuccinat zur Frequenzkontrolle begonnen. Der Patient erhielt auch eine inhalative Therapie mit Ipratropiumbromid/Fenoterol und eine systemische Steroidgabe.
Procedere: Es wird empfohlen, die antibiotische Therapie mit Levofloxacin für weitere 2 Tage fortzuführen, die Antikoagulation mit Apixaban dauerhaft fortzuführen und eine hausärztliche Laborkontrolle am 26.10.2023 durchzuführen. Ein 24h-Langzeit-EKG sollte in ca. 2 Wochen erfolgen, um die Effektivität der Frequenzkontrolle unter Metoprolol zu evaluieren.
4Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens und Erstdiagnose eines paroxysmalen Vorhofflimmerns.
Therapie: Der Patient erhielt initial eine intravenöse antibiotische Therapie mit Ampicillin/Sulbactam, die aufgrund von Unverträglichkeit auf Levofloxacin umgestellt wurde. Zudem wurde eine orale Antikoagulation mit Apixaban eingeleitet und eine Frequenzkontrolle mit Metoprololsuccinat begonnen. Ramipril wurde aufgrund des Verdachts auf ACE-Hemmer-induzierten Husten abgesetzt und durch Candesartan ersetzt.
Procedere: Der Patient soll die antibiotische Therapie mit Levofloxacin für weitere 2 Tage fortführen, die Antikoagulation mit Apixaban dauerhaft einnehmen und eine Laborkontrolle in 3 Tagen durchführen lassen. Ein 24h-Langzeit-EKG ist in 2 Wochen und eine pneumologische Verlaufskontrolle in 4-6 Wochen geplant.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Infektexazerbierte COPD (GOLD III) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens, Erstdiagnose eines paroxysmalen Vorhofflimmerns, arterielle Hypertonie Grad II, chronische Niereninsuffizienz Stadium G3a, Verdacht auf ACE-Hemmer-induzierten Husten
Therapie: Antibiotische Therapie mit Ampicillin/Sulbactam, anschließend gewechselt zu Levofloxacin; orale Antikoagulation mit Apixaban zur Behandlung des Vorhofflimmerns; AT1-Rezeptor-Antagonist Candesartan zur Blutdruckkontrolle und Linderung des Reizhustens; inhalative Therapie mit Ipratropiumbromid/Fenoterol und systemische Steroidgabe; Metoprololsuccinat zur Frequenzkontrolle des Vorhofflimmerns.
Procedere: Fortführung der antibiotischen Therapie und Antikoagulation, hausärztliche Laborkontrolle, Durchführung eines 24h-Langzeit-EKGs und pneumologische Verlaufskontrolle inklusive Bodyplethysmographie und Diffusionskapazität; telefonische Rücksprache bei Vorliegen eines resistenten Keims in der Sputumkultur.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens.
Therapie: Der Patient erhielt eine intravenöse antibiotische Therapie mit Ampicillin/Sulbactam, die aufgrund von Nebenwirkungen auf Levofloxacin umgestellt wurde. Eine orale Antikoagulation mit Apixaban und eine Frequenzkontrolle mit Metoprololsuccinat wurden eingeleitet. Ramipril wurde durch Candesartan ersetzt, um den Reizhusten zu reduzieren. Eine inhalative Therapie mit Ipratropiumbromid/Fenoterol und eine systemische Steroidgabe wurden fortgeführt.
Procedere: Fortführung der antibiotischen Therapie mit Levofloxacin für weitere 2 Tage. Dauerhafte Antikoagulation mit Apixaban und regelmäßige Kontrolle der Nierenwerte. Hausärztliche Laborkontrolle am 26.10.2023. Ein 24h-Langzeit-EKG in ca. 2 Wochen zur Evaluation der Frequenzkontrolle. Pneumologische Verlaufskontrolle inklusive Bodyplethysmographie und Diffusionskapazität in ca. 4-6 Wochen.
3.0/5
4Fakten
3Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde mit einer infektexazerbierten COPD, einer Pneumonie des rechten Unterlappens und einer Erstdiagnose eines paroxysmalen Vorhofflimmerns aufgenommen.
Therapie: Die Therapie umfasste eine initiale antibiotische Behandlung bei Verdacht auf eine ambulant erworbene Pneumonie, gefolgt von einer Anpassung auf Levofloxacin aufgrund von Unverträglichkeiten. Zur Behandlung des Vorhofflimmerns wurde eine orale Antikoagulation mit Apixaban eingeleitet, ergänzt durch Metoprolol zur Frequenzkontrolle. Der persistierende Reizhusten wurde durch Absetzen von Ramipril und Substitution mit Candesartan behandelt.
Procedere: Es wird eine Fortführung der antibiotischen Therapie mit Levofloxacin für 2 weitere Tage empfohlen. Die weitere Verlaufskontrolle umfasst eine hausärztliche Laborkontrolle, ein 24h-Langzeit-EKG, eine pneumologische Verlaufskontrolle mit Bodyplethysmographie und Diffusionskapazität sowie die Abklärung des Sputumkultur-Ergebnisses.
3.3/5
3Fakten
4Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Infektexazerbierte COPD (GOLD III, Gruppe D) mit radiologisch gesicherter Pneumonie des rechten Unterlappens, Erstdiagnose eines paroxysmalen Vorhofflimmerns (CHA2DS2-VASc Score: 4), Arterielle Hypertonie Grad II, Chronische Niereninsuffizienz Stadium G3a (eGFR initial 52 ml/min, im Verlauf 58 ml/min) und ACE-Hemmer-induzierter Husten bei vorbestehender Medikation mit Ramipril.
Therapie: Die Patienten wurde eine intravenöse antibiotische Therapie mit Ampicillin/Sulbactam 3g 1-1-1 angeboten, die jedoch auf Levofloxacin 500mg 1-0-0 umgestellt wurde, da es zu rezidivierenden Übelkeitsattacken und Diarrhoe-Episoden kam. Die Erstdiagnose des Vorhofflimmerns wurde mit Apixaban 5mg 1-0-1 behandelt, und die Herzfrequenz wurde mit Metoprololsuccinat 47,5mg 1-0-0 stabilisiert. Der Reizhusten wurde durch Candesartan 8mg 1-0-0 substituiert. Die respiratorische Situation wurde unter inhalativer Therapie mit Ipratropiumbromid/Fenoterol (Sedarat) und systemischer Steroidgabe (Prednisolon 40mg für 5 Tage) gestabilisiert.
Procedere: Die antibiotische Therapie mit Levofloxacin 500mg 1-0-0 sollte für weitere 2 Tage (bis zum 26.10.2023) fortgeführt werden. Die Antikoagulation mit Apixaban 5mg 1-0-1 sollte dauerhaft fortgeführt werden, wobei die Nierenwerte alle 3-6 Monate kontrolliert werden sollten. Eine Hausärztliche Laborkontrolle (CRP, Nierenwerte) am 26.10.2023 wurde empfohlen. Ein 24h-Langzeit-EKG sollte in ca. 2 Wochen erfolgen, um die Effektivität der Frequenzkontrolle unter Metoprolol zu evaluieren. Eine pneumologische Verlaufskontrolle inklusive Bodyplethysmographie und Diffusionskapazität wurde in ca. 4-6 Wochen empfohlen, wenn keine Infektionen vorliegen. Ein mikrobiologisches Ergebnis der Sputumkultur vom 17.10. stand noch aus, und eine telefonische Rücksprache wurde empfohlen bei Vorliegen eines resistenten Keims; bei klinischer Besserung war eine Therapieanpassung vermutlich nicht mehr indiziert.
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