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summ_044

Psychiatrie/Psychosomatikmittel

Klinischer Text

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik St. Vinzenz Hospital, Fachabteilung für Affektive Störungen Entlassungsbericht Patient: Hans-Peter Müller, geb. 14.05.1969 Anschrift: Birkenweg 12, 45133 Essen Station: S3 (Psychosomatik/Depressionsstation) Behandlungszeitraum: 12.09.2023 – 31.10.2023 Diagnosen: 1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2) 2. Arterielle Hypertonie (ICD-10: I10.90), aktuell unter Medikationsanpassung 3. Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F10.2) 4. Adipositas Grad I (ICD-10: E66.0) 5. V. a. Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (ICD-10: G47.31) – Befund ausstehend Anamnese: Die stationäre Aufnahme von Herrn Müller erfolgte nach Zuweisung durch den niedergelassenen Psychiater bei einer seit etwa drei Monaten progredienten depressiven Symptomatik. Der Patient berichtete über einen massiven Antriebsverlust, Freudlosigkeit (Anhedonie), ausgeprägte Insomnie mit frühmorgendlichem Erwachen sowie rezidivierende Grübelneigung. In der Vorgeschichte sind zwei depressive Episoden (2015, 2019) bekannt, die jeweils ambulant therapiert wurden. Eine stationäre Entwöhnungsbehandlung bei Alkoholabhängigkeit erfolgte 2021; Herr Müller gibt an, seit nunmehr 14 Monaten stabil abstinent zu leben. Auslöser der aktuellen Krise sei eine zunehmende berufliche Belastungssituation als Projektleiter im Baugewerbe gewesen. Aufnahmebefund: Psychopathologisch präsentierte sich Herr Müller bei Aufnahme bewusstseinsklar und allseits orientiert. Es bestanden deutliche Störungen der Konzentration und Aufmerksamkeit. Die Stimmung war tief gedrückt, der Affekt war eingeschränkt schwingungsfähig bei deutlicher psychomotorischer Gehemmtheit. Es bestanden Insuffizienzgefühle sowie ausgeprägte Zukunftsängste. Suizidgedanken wurden explizit verneint, jedoch bestand eine Lebensüberdrüssigkeit. Der BDI-II-Score bei Aufnahme lag bei 38 Punkten (schwere Depressivität). Körperlich zeigte sich ein adipöser Patient (BMI 32,4 kg/m²). Die Auskultation von Herz und Lunge war unauffällig, die Blutdruckwerte waren mit 155/95 mmHg bereits initial oberhalb der Norm. Diagnostik: - Labor: GGT 85 U/l (leicht erhöht), MCV 101.5 fl (leicht makrozytär), CDT 1,2 % (normwertig, spricht für Abstinenz). Kreatinin, Elektrolyte und TSH im Normbereich. - EKG: Sinusrhythmus, HF 72/min, keine Erregungsrückbildungsstörungen, QTc-Zeit 420 ms. - CCT (extern 14.09.2023): Altersentsprechender hirnmorphologischer Befund, kein Anhalt für Ischämie oder Raumforderung. - Psychometrie (BDI-II): Aufnahme 38, Entlassung 14. - Polysomnographie (externes Schlaflabor 28.10.2023): Der abschließende schriftliche Bericht steht zum Zeitpunkt der Entlassung noch aus. Klinischer Verlauf und Therapie: Die Behandlung erfolgte in einem multimodalen Setting aus Einzel- und Gruppengesprächstherapie (Schwerpunkt kognitive Verhaltenstherapie), Ergo-, Sport- und Musiktherapie. Initial wurde eine antidepressive Medikation mit Sertralin begonnen und bis auf 100 mg/d gesteigert. Darunter zeigte sich über drei Wochen keine signifikante klinische Besserung (BDI-II weiterhin > 30). Aufgrund der Therapieresistenz entschieden wir uns zur Umstellung auf den SNRI Venlafaxin. Die Aufdosierung erfolgte schrittweise bis auf 150 mg/d. Im Rahmen der Aufdosierung von Venlafaxin kam es am 15.10.2023 zu einer hypertensiven Krise mit Werten von 190/110 mmHg und begleitenden Kopfschmerzen. Wir pausierten die Steigerung kurzzeitig und passten die antihypertensive Medikation an. Ramipril wurde von 2,5 mg auf 5 mg 1-0-0 erhöht, worunter sich die Blutdruckwerte im Verlauf stabilisierten (Mittelwerte um 135/85 mmHg). Psychosomatisch konnte unter Venlafaxin 150 mg eine deutliche Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung erzielt werden. Herr Müller profitierte insbesondere von der Gruppe für soziale Kompetenz. Die Alkoholabstinenz blieb während des gesamten Aufenthalts stabil (regelmäßige Alkoholscreenings negativ). Ein Nebenbefund ist die persistierende Tagesschläfrigkeit trotz gebesserter Stimmungslage. Zur Abklärung eines V. a. Schlafapnoe erfolgte eine Vorstellung im Schlaflabor. Ein vorläufiger Kurzbericht deutet auf einen Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) von 18/h hin, was behandlungsbedürftig wäre. Der endgültige Befund inklusive Therapieempfehlung (ggf. CPAP) muss jedoch noch abgewartet werden. Aktuelle Medikation bei Entlassung: 1. Venlafaxin retard 150 mg (1-0-0) 2. Ramipril 5 mg (1-0-0) 3. Pantoprazol 20 mg (1-0-0) – bei vorbekannter Gastritis 4. Lorazepam 0,5 mg (0-0-0-1) – nur bei Bedarf (Bedarf bestand in der letzten Woche nicht mehr) Empfehlungen und Procedere: Wir entlassen Herrn Müller in die ambulante Weiterbehandlung. 1. Fortführung der antidepressiven Medikation mit Venlafaxin 150 mg für mindestens 6-12 Monate zur Rezidivprophylaxe. 2. Ambulante Psychotherapie: Ein Termin zur Fortführung einer Verhaltenstherapie bei Herrn Dipl.-Psych. Weber ist für den 15.11.2023 bereits vereinbart. 3. Kardiologische/Hausärztliche Kontrolle: Aufgrund der hypertensiven Episode unter Venlafaxin empfehlen wir wöchentliche Blutdruckkontrollen beim Hausarzt in den nächsten 4 Wochen. 4. Schlafmedizinische Nachsorge: Sobald der Befund der Polysomnographie vorliegt (ca. in 7 Tagen), sollte Herr Müller diesen mit seinem Hausarzt besprechen, um über eine eventuelle CPAP-Maskentherapie zu entscheiden. 5. Abstinenzkontrolle: Fortführung der Besuche der Selbsthilfegruppe (AA) einmal wöchentlich. Bei Verschlechterung des Zustandsbildes oder Auftreten von Suizidalität ist eine jederzeitige Wiedervorstellung in unserer Notfallambulanz vereinbart. Mit freundlichen Grüßen Dr. med. F. Schmidt Oberarzt der Klinik

Ground Truth

Hauptdiagnose

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (F33.2) bei bekanntem Alkoholabhängigkeitssyndrom (abstinent).

Therapie

Multimodale psychosomatische Komplexbehandlung mit Umstellung der Medikation von Sertralin auf Venlafaxin retard 150 mg 1-0-0 sowie Blutdruckeinstellung mit Ramipril 5 mg 1-0-0 nach hypertensiver Entgleisung (190/110 mmHg).

Procedere

Weiterführung der antidepressiven Therapie mit Venlafaxin 150 mg, Beginn einer ambulanten Verhaltenstherapie am 15.11.2023 sowie wöchentliche hausärztliche Blutdruckkontrollen für die nächsten vier Wochen.

Offene Fragen

Der abschließende Befund der Polysomnographie vom 28.10.2023 zur Klärung eines verdächtigen Apnoe-Hypopnoe-Index von 18/h steht noch aus; eine Entscheidung über eine CPAP-Therapie muss nach Befundeingang beim Hausarzt erfolgen.

Modell-Ergebnisse (11)

4.3/5
5Fakten
4Vollst.
4Präzision
Hauptdiagnose: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2)
Therapie: Der Patient erhielt ein multimodales Therapieprogramm mit Einzel‑ und Gruppenkognitiver Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Sport‑ und Musiktherapie. Nach fehlender Wirkung von Sertralin wurde die Medikation auf Venlafaxin retard 150 mg umgestellt, was zu deutlicher Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung führte. Begleitend wurde die antihypertensive Therapie mit Ramipril 5 mg angepasst, um eine hypertensive Krise zu kontrollieren.
Procedere: Weiterführung von Venlafaxin 150 mg für mindestens 6–12 Monate, ambulante Verhaltenstherapie (Termin am 15.11.2023) und wöchentliche Blutdruckkontrollen beim Hausarzt für die nächsten 4 Wochen. Nach Erhalt des endgültigen Polysomnographie‑Berichts (ca. in 7 Tagen) soll eine mögliche CPAP‑Therapie mit dem Hausarzt besprochen werden; zudem fortlaufende Teilnahme an der AA‑Selbsthilfegruppe.
4.3/5
5Fakten
4Vollst.
4Präzision
Hauptdiagnose: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (F33.2).
Therapie: Es erfolgte eine multimodale Therapie aus Einzel- und Gruppengesprächstherapie (kognitive Verhaltenstherapie), Ergo-, Sport- und Musiktherapie. Initial wurde Sertralin eingesetzt, aufgrund von Therapieresistenz jedoch auf Venlafaxin 150 mg/d umgestellt, was zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung führte. Parallel wurde die antihypertensive Medikation mit Ramipril bei einer hypertensiven Krise angepasst.
Procedere: Fortführung der antidepressiven Medikation mit Venlafaxin 150 mg für mindestens 6-12 Monate und ambulante Psychotherapie ab 15.11.2023. Es werden wöchentliche Blutdruckkontrollen beim Hausarzt empfohlen sowie die Besprechung des ausstehenden Polysomnographie-Befunds zur Abklärung eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms. Die Alkoholabstinenz soll durch wöchentliche Selbsthilfegruppenbesuche stabilisiert werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (F33.2), stationär behandelt.
Therapie: Es erfolgte eine multimodale Therapie aus Einzel- und Gruppengesprächstherapie (kognitive Verhaltenstherapie), Ergo-, Sport- und Musiktherapie. Die antidepressive Medikation wurde von Sertralin auf Venlafaxin umgestellt und auf 150 mg/d eingestellt, worunter sich eine deutliche Besserung zeigte. Begleitend wurde die antihypertensive Medikation mit Ramipril bei einer hypertensiven Krise angepasst.
Procedere: Die ambulante Weiterbehandlung umfasst die Fortführung von Venlafaxin 150 mg zur Rezidivprophylaxe und eine bereits vereinbarte ambulante Verhaltenstherapie. Es werden wöchentliche Blutdruckkontrollen beim Hausarzt empfohlen. Nach Erhalt des Polysomnographie-Befunds soll die Indikation für eine CPAP-Therapie beim Hausarzt besprochen werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2)
Therapie: Die Therapie umfasste eine multimodale Behandlung mit kognitiv-verhaltenstherapeutischer Gruppengesprächstherapie, Ergo-, Sport- und Musiktherapie sowie die Anpassung der Medikation. Die antidepressive Therapie wurde von Sertralin auf Venlafaxin umgestellt, wobei die Dosis schrittweise auf 150 mg/d erhöht wurde. Die antihypertensive Medikation wurde durch die Steigerung von Ramipril auf 5 mg angepasst.
Procedere: Empfohlen wird die Fortführung der antidepressiven Medikation mit Venlafaxin 150 mg für mindestens 6-12 Monate, wöchentliche Blutdruckkontrollen beim Hausarzt, ambulante Verhaltenstherapie, und die Besprechung des Polysomnographieberichts mit dem Hausarzt zur möglichen CPAP-Therapie. Die Alkoholabstinenz soll durch regelmäßige Besuche der Selbsthilfegruppe (AA) aufrechterhalten werden.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient leidet an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode, die durch beruflichen Stress ausgelöst wurde.
Therapie: Die Behandlung umfasste eine multimodale Therapie mit Einzel- und Gruppengesprächstherapie (kognitive Verhaltenstherapie), sowie ergotherapeutischen, sport- und musiktherapeutischen Angeboten. Initial wurde Sertralin, später Venlafaxin eingesetzt, welches zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung führte. Die antihypertensive Medikation wurde angepasst, um eine hypertensive Krise in Folge von Venlafaxin zu behandeln.
Procedere: Es wird eine Fortführung der antidepressiven Medikation mit Venlafaxin für mindestens 6-12 Monate empfohlen. Eine ambulante Verhaltenstherapie ist bereits terminiert, und regelmäßige Blutdruckkontrollen beim Hausarzt sind notwendig. Die Ergebnisse der Polysomnographie sollten mit dem Hausarzt besprochen werden, um über eine mögliche CPAP-Therapie zu entscheiden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Die Hauptdiagnose ist eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2)
Therapie: Die Behandlung erfolgte in einem multimodalen Setting aus Einzel- und Gruppengesprächstherapie, Ergo-, Sport- und Musiktherapie. Eine antidepressive Medikation mit Sertralin wurde begonnen und später auf den SNRI Venlafaxin umgestellt, da unter Sertralin keine signifikante klinische Besserung eintrat. Die Medikation wurde auf 150 mg/d gesteigert, was zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung führte.
Procedere: Wir empfehlen die Fortführung der antidepressiven Medikation mit Venlafaxin für mindestens 6-12 Monate, ambulante Psychotherapie, kardiologische/Hausärztliche Kontrolle mit wöchentlichen Blutdruckkontrollen und schlafmedizinische Nachsorge. Es ist auch wichtig, die Abstinenzkontrolle durch Fortführung der Besuche der Selbsthilfegruppe (AA) einmal wöchentlich aufrechtzuerhalten.
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (F33.2)
Therapie: Multimodale Therapie aus Einzel- und Gruppengesprächstherapie, Ergo-, Sport- und Musiktherapie; antidepressive Medikation mit Venlafaxin 150 mg/d; Anpassung der antihypertensiven Medikation mit Ramipril auf 5 mg/d
Procedere: Fortführung der antidepressiven Medikation mit Venlafaxin für mindestens 6-12 Monate, ambulante Psychotherapie bei Herrn Dipl.-Psych. Weber, wöchentliche Blutdruckkontrollen beim Hausarzt, Besprechung des Polysomnographie-Befunds mit dem Hausarzt zur Entscheidung über eine eventuelle CPAP-Therapie
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Herr Müller wurde mit einer rezidivierenden depressiven Störung, schwerer Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2) behandelt.
Therapie: Die Behandlung umfasste eine multimodale Therapie mit Einzel- und Gruppengesprächstherapie, Ergo-, Sport- und Musiktherapie sowie die Medikation mit Sertralin und später Venlafaxin. Zusätzlich erhielt er Medikation für seine arterielle Hypertonie, Gastritis und zur Bedarfsbehandlung von Angstzuständen.
Procedere: Es wird empfohlen, die Medikation mit Venlafaxin für mindestens 6-12 Monate fortzuführen, um ein Rezidiv zu vermeiden. Eine ambulante Psychotherapie ist vereinbart, und es wird eine kardiologische/hausärztliche Kontrolle empfohlen. Sobald der Befund der Polysomnographie vorliegt, sollte eine Entscheidung über eine eventuelle CPAP-Maskentherapie getroffen werden. Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen zur Abstinenzkontrolle soll fortgesetzt werden.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient leidet an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome.
Therapie: Die Therapie umfasste eine multimodale Behandlung mit Einzel- und Gruppengesprächstherapie, Ergo-, Sport- und Musiktherapie. Es wurde eine antidepressive Medikation mit Sertralin begonnen, die aufgrund von Therapieresistenz auf Venlafaxin umgestellt wurde. Die antihypertensive Medikation wurde angepasst, um eine hypertensive Krise zu behandeln.
Procedere: Der Patient wird in die ambulante Weiterbehandlung entlassen. Es wird empfohlen, die antidepressive Medikation mit Venlafaxin fortzusetzen, eine ambulante Psychotherapie zu beginnen, wöchentliche Blutdruckkontrollen durchzuführen und die Ergebnisse der Polysomnographie mit dem Hausarzt zu besprechen. Regelmäßige Besuche der Selbsthilfegruppe sind ebenfalls empfohlen.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, bei Alkoholabhängigkeit in Remission und Begleiterkrankung Arterielle Hypertonie.
Therapie: Die Therapie umfasste eine multimodale Behandlung mit Einzel- und Gruppentherapie (kognitive Verhaltenstherapie), Ergo-, Sport- und Musiktherapie. Initial wurde mit Sertralin begonnen, aufgrund fehlender Besserung wurde auf Venlafaxin umgestellt. Es kam zu einer hypertensiven Reaktion, die durch Anpassung der antihypertensiven Medikation kontrolliert werden konnte. Die Alkoholabstinenz wurde während des gesamten Aufenthalts aufrechterhalten.
Procedere: Die Entlassung erfolgt in die ambulante Weiterbehandlung mit Fortführung der antidepressiven Medikation (Venlafaxin), Verhaltenstherapie und regelmäßigen Blutdruckkontrollen. Eine schlaffiziologische Nachsorge zur Abklärung des vermuteten Schlafapnoe-Syndroms ist erforderlich, um ggf. eine CPAP-Therapie einzuleiten. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe wird empfohlen.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
Therapie: Die Behandlung erfolgte in einem multimodalen Setting aus Einzel- und Gruppengesprächstherapie, Ergo-, Sport- und Musiktherapie. Die antidepressive Medikation begann mit Sertralin, wurde dann auf Venlafaxin umgestellt und wurde bis auf 150 mg/d gesteigert. Eine hypertensive Krise wurde durch eine Anpassung der antihypertensiven Medikation (Ramipril) behandelt.
Procedere: Herr Müller wird in die ambulante Weiterbehandlung entlassen. Er sollte die antidepressive Medikation mit Venlafaxin 150 mg für mindestens 6-12 Monate fortsetzen. Er sollte auch eine ambulante Psychotherapie bei Herrn Dipl.-Psych. Weber fortsetzen. Wöchentliche Blutdruckkontrollen beim Hausarzt in den nächsten 4 Wochen sind empfohlen. Sobald der Befund der Polysomnographie vorliegt, sollte Herr Müller mit seinem Hausarzt über eine eventuelle CPAP-Maskentherapie sprechen. Er sollte auch die Besuche der Selbsthilfegruppe (AA) weiter fortsetzen.
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