GerMedBench

summ_041

Gastroenterologiemittel

Klinischer Text

Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Entlassungsbericht Patient: Müller, Hans-Peter Geb.-Datum: 12.05.1956 Anschrift: Birkenweg 14, 80331 München Station: G2 Aufnahmedatum: 10.10.2023 Entlassungsdatum: 21.10.2023 Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, wir berichten über den o. g. Patienten, der sich vom 10.10.2023 bis 21.10.2023 in unserer stationären Behandlung befand. Diagnosen: 1. Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) - Erstdiagnose bei schmerzlosem Ikterus - Cholestatischer Ikterus bei hochgradiger Stenose des distalen DHC 2. Leichte Post-ERCP-Pankreatitis (PEAP) nach Stentimplantation am 11.10.2023 3. Diabetes mellitus Typ 2 - Aktuelle Stoffwechselentgleisung (HbA1c 8,4 %) - Umstellung von oraler Antidiabetika-Therapie auf Insulin 4. Permanentes Vorhofflimmern - CHA2DS2-VASc Score: 4 (Alter, Hypertonie, Diabetes, Vaskulär) - HAS-BLED Score: 2 5. Nosokomialer Harnwegsinfekt durch E. coli (Nachweis am 15.10.2023) 6. Arterielle Hypertonie Anamnese: Die stationäre Aufnahme des 67-jährigen Patienten erfolgte zur Abklärung eines seit ca. 14 Tagen bestehenden, progredienten schmerzlosen Ikterus. Der Patient berichtete zudem über eine ungewollte Gewichtsabnahme von ca. 6 kg in den letzten 3 Monaten sowie über einen ausgeprägten Pruritus und acholischen Stuhl. Schmerzen im Oberbauch oder Fieber wurden verneint. An Vorerkrankungen sind ein langjähriger Diabetes mellitus Typ 2, eine arterielle Hypertonie sowie ein permanentes Vorhofflimmern (unter Apixaban) bekannt. Aufnahmebefund: Patient in reduziertem AZ, guter EZ. Deutlicher Skleren- und Hautikterus. Abdomen weich, kein Druckschmerz, keine tastbaren Resistenzen. Leber tastbar 2 cm unter dem Rippenbogen, Milz nicht tastbar. Darmgeräusche regelrecht. Keine peripheren Ödeme. RR 145/90 mmHg, HF 88/min (arrhythmisch), Temp. 36,8 °C. Diagnostik: Labor (Aufnahme): Bilirubin ges. 9,4 mg/dl (n < 1.1), GGT 482 U/l (n < 60), AP 356 U/l (n < 130), ALT 112 U/l (n < 50), AST 98 U/l (n < 50), Lipase 42 U/l (n < 60), CRP 12 mg/l (n < 5), HbA1c 8,4 %, Kreatinin 1,1 mg/dl, INR 1,1 (unter pausiertem Apixaban). Tumormarker: CA 19-9 erhöht mit 245 U/ml (n < 37), CEA 3,2 ng/ml (n < 5). Abdomensonographie: Deutlich dilatierte intra- und extrahepatische Gallengänge (DHC 14 mm). Im Pankreaskopf zeigt sich eine echoarme, unscharf begrenzte Raumforderung von ca. 2,6 cm Durchmesser. Keine freie Flüssigkeit. CT-Abdomen (11.10.2023): Bestätigung der ca. 2,5 x 2,8 cm großen, hypodensen Raumforderung im Pankreaskopf mit Kontakt zur V. mesenterica superior, ohne sicheren Hinweis auf eine Infiltration. Keine Fernmetastasierung (cM0), kein Anhalt für Lymphadenopathie. Therapie und Verlauf: Am 11.10.2023 erfolgte die ERCP. Hierbei zeigte sich eine filiforme Stenose des distalen DHC. Nach Papillotomie wurde ein Plastikstent (7 Fr, 7 cm) erfolgreich implantiert, woraufhin ein guter Galleabfluss sichtbar war. Postinterventionell entwickelte der Patient jedoch am Abend des 11.10. starke epigastrische Schmerzen. Die Lipase stieg auf 1.450 U/l an. Wir diagnostizierten eine leichte Post-ERCP-Pankreatitis (PEAP), die unter aggressiver Volumensubstitution (Sterofundin 3000 ml/24h) und Analgesie mit Metamizol und Piritramid rasch rückläufig war. Unter der stationären Behandlung zeigte sich der Diabetes mellitus bei Infekt und Stresssituation entgleist (BZ-Werte bis 280 mg/dl). Die vorbestehende Therapie mit Metformin (2x 1000 mg) reichte nicht aus. Wir stellten den Patienten auf eine intensivierte Insulintherapie mit Insulin Glargin (Lantus) als Basalinsulin und Insulin Lispro (Humalog) als Mahlzeiteninsulin um. Die Dosisfindung ist noch nicht ganz abgeschlossen (aktuell 22 IE Glargin zur Nacht). Am 15.10. entwickelte der Patient erneut Fieber bis 38,9 °C. Urinstatus und -kultur ergaben einen Harnwegsinfekt mit E. coli (multi-sensibel). Wir leiteten eine kalkulierte antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam 4,5g 1-1-1 i.v. ein, worunter eine prompte Entfieberung und Normalisierung des CRP (zuletzt 14 mg/l) eintrat. Die Antibiose wurde für insgesamt 7 Tage durchgeführt und am Entlasstag beendet. Bezüglich der Pankreasraumforderung wurde am 13.10. eine Endosonographie (EUS) mit Feinnadelaspirationsbiopsie (FNA) durchgeführt. Das Punktat wurde zur Histopathologie eingesandt. Widersprüchliche Befundkonstellation: Trotz der bildmorphologisch klassischen Zeichen eines Pankreaskopfkarzinoms und dem deutlich erhöhten CA 19-9, präsentierte sich der Patient klinisch stabil. Eine relevante Tumorkachexie liegt bei stabilen Eiweißwerten nicht vor. Medikation bei Entlassung: 1. Apixaban (Eliquis) 5 mg: 1 - 0 - 1 (Wiederaufnahme am 14.10. nach Abklingen der Pankreatitis) 2. Ramipril 5 mg: 1 - 0 - 0 3. Pantoprazol 40 mg: 1 - 0 - 0 4. Insulin Glargin: 0 - 0 - 22 IE s.c. 5. Insulin Lispro: nach Schema (6-8-8 IE als Richtwert) 6. Kreon 25.000 IE: 2 - 2 - 2 (zu den Mahlzeiten) Empfehlungen/Procedere: - Die endgültige Histologie der EUS-FNA stand bei Entlassung noch aus. Wir bitten um Rücksprache mit unserem Sekretariat am 24.10.2023 zur Befundübermittlung. - Nach Vorliegen der Histologie ist die Vorstellung in unserem interdisziplinären Tumorboard am 26.10.2023 fest geplant. - Bei Bestätigung der Malignität ist zeitnah eine chirurgische Vorstellung zur Evaluation einer Pylorus-erhaltenden Whipple-Operation indiziert. - Der implantierte Gallengangsstent aus Kunststoff sollte in ca. 8-10 Wochen gewechselt oder im Rahmen einer Operation entfernt werden. - Laborkontrollen (Bilirubin, Lipase, BZ-Profil) beim Hausarzt in 3 Tagen empfohlen. - Fortführung der Insulintherapie; Schulung des Patienten ist bereits erfolgt, eine ambulante Diabetiker-Schulung wird angeraten. Mit freundlichen Grüßen, Dr. med. F. Schmidt Oberarzt der Gastroenterologie

Ground Truth

Hauptdiagnose

Verschlussikterus bei dringendem Verdacht auf ein Adenokarzinom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0) und begleitendem Diabetes mellitus Typ 2.

Therapie

Durchführung einer ERCP mit Papillotomie und Implantation eines 7-Fr-Plastikstents; Behandlung einer passageren Post-ERCP-Pankreatitis mit i.v.-Flüssigkeitssubstitution sowie eines E.-coli-Harnwegsinfekts mit Piperacillin/Tazobactam (beendet); Umstellung der Diabetestherapie auf Insulin Glargin (22 IE zur Nacht) und Mahlzeiteninsulin.

Procedere

Ambulante Laborkontrollen (Bilirubin, Blutzucker) in 3 Tagen; Wiedervorstellung zur Besprechung der noch ausstehenden EUS-FNA-Histologie am 24.10.2023 und Tumorboard-Präsentation am 26.10.2023 zur Planung der operativen Sanierung (Whipple-OP).

Offene Fragen

Die definitive histologische Sicherung der Pankreasraumforderung steht noch aus; es besteht eine Diskrepanz zwischen dem massiv erhöhten Tumormarker CA 19-9 (245 U/ml) und dem Fehlen einer im CT sichtbaren Metastasierung bei klinisch noch kompensiertem Ernährungszustand.

Modell-Ergebnisse (11)

3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf ein Pankreaskopfkarzinom (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) bei cholestatischem Ikterus
Therapie: Durchführung einer ERCP mit Papillotomie und Implantation eines 7 Fr Plastikstents, Behandlung einer leichten Post‑ERCP‑Pankreatitis mit Volumen‑ und Analgesie‑Therapie, Umstellung der Diabetes‑Therapie auf Basal‑ und Mahlzeiten‑Insulin sowie eine 7‑tägige Piperacillin/Tazobactam‑Therapie wegen nosokomialem Harnwegsinfekt.
Procedere: Ausstehende histologische Auswertung der EUS‑FNA, anschließende Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard (geplant für 26.10.2023) und bei Bestätigung der Malignität zeitnahe Evaluation einer pylorus‑erhaltenden Whipple‑Operation; der Kunststoff‑Stent soll in 8‑10 Wochen gewechselt oder operativ entfernt werden; Labor‑Kontrollen (Bilirubin, Lipase, Blutzucker) beim Hausarzt in 3 Tagen und Fortführung der Insulintherapie mit ambulanter Diabetikerschulung.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) bei schmerzlosem Ikterus und hochgradiger Stenose des distalen DHC.
Therapie: Es erfolgte eine ERCP mit Stentimplantation zur Überbrückung der Gallengangsstenose, wobei sich postinterventionell eine leichte Pankreatitis entwickelte, die konservativ behandelt wurde. Zudem wurde die antidiabetische Therapie von oraler Medikation auf eine intensivierte Insulintherapie umgestellt und ein nosokomialer Harnwegsinfekt mit Piperacillin/Tazobactam antibiotisch therapiert.
Procedere: Nach Vorliegen der Histologie der EUS-FNA ist die Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard am 26.10.2023 geplant. Bei Malignitätsbestätigung ist die chirurgische Evaluation für eine Whipple-Operation indiziert. Zudem sind Laborkontrollen in 3 Tagen sowie ein Stentwechsel in 8-10 Wochen erforderlich.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) bei schmerzlosem Ikterus und hochgradiger Stenose des distalen Ductus hepaticus communis.
Therapie: Es erfolgte eine ERCP mit Papillotomie und Implantation eines Plastikstents zur Gallengangsdrainage. Postinterventionell wurde eine leichte Post-ERCP-Pankreatitis mit aggressiver Volumensubstitution und Analgesie behandelt. Zudem wurde ein nosokomialer Harnwegsinfekt mit Piperacillin/Tazobactam therapiert und die diabetische Stoffwechsellage durch Umstellung auf eine intensivierte Insulintherapie eingestellt.
Procedere: Nach Vorliegen der Histologie der durchgeführten EUS-Feinnadelaspiration ist die Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard geplant. Bei Malignitätsbestätigung ist eine chirurgische Evaluation für eine Whipple-Operation indiziert. Der Gallengangsstent muss in 8-10 Wochen gewechstelt oder entfernt werden, und es sind kurzfristige Laborkontrollen sowie eine ambulante Diabetikerschulung empfohlen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) bei schmerzlosem Ikterus
Therapie: ERCP mit Stentimplantation, Behandlung einer leichten Post-ERCP-Pankreatitis durch Volumensubstitution und Analgesie, Umstellung der Diabetestherapie auf Insulin, antibiotische Therapie eines nosokomialen Harnwegsinfekts mit E. coli.
Procedere: Rücksprache zur endgültigen Histologie der EUS-FNA, Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard, chirurgische Vorstellung zur Evaluation einer Pylorus-erhaltenden Whipple-Operation, Wechsel des Gallengangsstents in 8-10 Wochen, Laborkontrollen und Fortführung der Insulintherapie.
3.3/5
5Fakten
3Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (Stadium IB) mit begleitendem cholestasischem Ikterus und Komplikationen.
Therapie: Es erfolgte eine ERCP mit Stentimplantation zur Entlastung des Gallengangs, Behandlung einer Post-ERCP-Pankreatitis mit Volumensubstitution und Analgesie sowie eine Umstellung der Diabetestherapie auf Insulin aufgrund einer Stoffwechselentgleisung. Zusätzlich wurde ein Harnwegsinfekt mit Antibiotika behandelt.
Procedere: Abwarten der Histologie der EUS-FNA und Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard zur Therapieplanung. Bei Bestätigung der Malignität ist eine chirurgische Evaluation für eine Whipple-Operation indiziert. Der Gallengangsstent muss in 8-10 Wochen gewechselt oder entfernt werden. Regelmäßige Laborkontrollen und Fortführung der Insulintherapie sind erforderlich.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde mit dem Verdacht auf ein Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) entlassen
Therapie: Während des stationären Aufenthalts wurde eine ERCP mit Stentimplantation durchgeführt, um die hochgradige Stenose des distalen DHC zu behandeln. Es entwickelte sich jedoch eine leichte Post-ERCP-Pankreatitis, die unter aggressiver Volumensubstitution und Analgesie rasch rückläufig war. Zudem wurde der Patient auf eine intensivierte Insulintherapie umgestellt, um den Diabetes mellitus zu kontrollieren, und erhielt eine kalkulierte antibiotische Therapie wegen eines Harnwegsinfekts mit E. coli
Procedere: Nach der Entlassung soll der Patient in 3 Tagen Laborkontrollen (Bilirubin, Lipase, BZ-Profil) beim Hausarzt durchführen lassen. Es ist auch geplant, den Patienten in das interdisziplinäre Tumorboard vorzustellen, um die weitere Behandlung zu besprechen. Bei Bestätigung der Malignität soll eine chirurgische Vorstellung zur Evaluation einer Pylorus-erhaltenden Whipple-Operation erfolgen
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) bei schmerzlosem Ikterus und hochgradiger Stenose des distalen DHC
Therapie: Der Patient erhielt eine ERCP mit Stentimplantation, woraufhin eine leichte Post-ERCP-Pankreatitis auftrat, die konservativ behandelt wurde. Zudem wurde die antidiabetische Therapie auf Insulin umgestellt und ein nosokomialer Harnwegsinfekt antibiotisch behandelt.
Procedere: Nach Vorliegen der Histologie der EUS-FNA ist eine Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard geplant. Bei Bestätigung der Malignität soll eine chirurgische Vorstellung zur Evaluation einer Pylorus-erhaltenden Whipple-Operation erfolgen. Der Gallengangsstent sollte in ca. 8-10 Wochen gewechselt oder entfernt werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB), leichte Post-ERCP-Pankreatitis (PEAP), Diabetes mellitus Typ 2, permanentes Vorhofflimmern, arterielle Hypertonie, nosokomialer Harnwegsinfekt durch E. coli
Therapie: ERCP mit Stentimplantation, intensivierte Insulintherapie, kalkulierte antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam, Pantoprazol, Kreon zur Enzymersatztherapie
Procedere: Vorstellung in interdisziplinärem Tumorboard nach Vorliegen der Histologie, chirurgische Vorstellung zur Evaluation einer Pylorus-erhaltenden Whipple-Operation bei Bestätigung der Malignität, Stentwechsel/-entfernung nach 8-10 Wochen, Laborkontrollen beim Hausarzt in 3 Tagen, Fortführung der Insulintherapie mit ambulanter Diabetiker-Schulung
2.7/5
4Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) bei schmerzlosem Ikterus.
Therapie: Durchgeführte Therapie umfasst eine ERCP mit Stentimplantation, Behandlung einer leichten Post-ERCP-Pankreatitis, Umstellung der Diabetes-Therapie auf Insulin und antibiotische Behandlung eines nosokomialen Harnwegsinfekts.
Procedere: Abwarten der endgültigen Histologie der EUS-FNA, Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard, chirurgische Evaluation bei Bestätigung der Malignität, Wechsel oder Entfernung des Gallengangsstents in 8-10 Wochen, regelmäßige Laborkontrollen und Fortführung der Insulintherapie.
3.3/5
5Fakten
2Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) mit begleitender Cholestase aufgrund einer Stenose des distalen DHC.
Therapie: Die Therapie umfasste die erfolgreiche Stentimplantation am distalen DHC zur Beseitigung der Cholestase, die Behandlung einer leichten Post-ERCP-Pankreatitis (PEAP) durch Volumensubstitution und Analgesie sowie die Anpassung der Insulintherapie aufgrund einer Stoffwechselentgleisung des Diabetes mellitus Typ 2. Ein nosokomialer Harnwegsinfekt wurde antibiotisch behandelt.
Procedere: Nach Entlassung ist die endgültige histologische Beurteilung der EUS-FNA erforderlich, woraufhin eine Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard geplant ist. Bei Bestätigung der Malignität ist eine Pylorus-erhaltende Whipple-Operation indiziert. Die Kontrolle der Laborwerte (Bilirubin, Lipase, Blutzucker) beim Hausarzt und die Fortführung der Insulintherapie mit einer Diabetikerschulung werden empfohlen.
3.3/5
4Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Verdacht auf Malignom des Pankreaskopfes (cT2 cN0 cM0, UICC Stadium IB) mit Cholestatischer Ikterus und leichten Post-ERCP-Pankreatitis.
Therapie: Der Patient wurde unter stationären Bedingungen behandelt. Am 11.10.2023 erfolgte eine ERCP, bei der ein Plastikstent implantiert wurde. Die Post-ERCP-Pankreatitis wurde unter Volumensubstitution und Analgesie behandelt. Der Patient wurde auf eine intensivierte Insulintherapie umgestellt, da der Diabetes mellitus entgleist war. Am 15.10.2023 wurde ein Harnwegsinfekt mit E. coli diagnostiziert, der mit Piperacillin/Tazobactam behandelt wurde.
Procedere: Die endgültige Histologie der EUS-FNA steht noch aus und ist am 24.10.2023 zu erwarten. Der Patient ist in den interdisziplinären Tumorboard am 26.10.2023 eingeladen. Bei Bestätigung der Malignität ist eine chirurgische Vorstellung zur Evaluation einer Pylorus-erhaltenden Whipple-Operation geplant. Der Gallengangsstent sollte in ca. 8-10 Wochen gewechselt oder entfernt werden. Laborkontrollen (Bilirubin, Lipase, BZ-Profil) beim Hausarzt in 3 Tagen empfohlen.
summ_041 — Arztbrief-Zusammenfassung | GerMedBench