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summ_015

Onkologiekomplex

Klinischer Text

Klinik für Hämatologie und Onkologie St. Marien Klinikum am See Chefarzt: Prof. Dr. med. T. Berner Entlassungsbericht Patient: Hans-Joachim Meyer, geb. 12.05.1950 Anschrift: Birkenweg 14, 80331 München Station: 4B (Onkologie) Aufnahme: 10.05.2024 Entlassung: 18.05.2024 Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, wir berichten über den o.g. Patienten, der sich vom 10.05. bis 18.05.2024 zur Durchführung des 4. Zyklus einer palliativen Systemtherapie bei metastasiertem Sigmakarzinom in unserer stationären Behandlung befand. Diagnosen: 1. Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas, ED 03/2023, pT3, pN1b (2/14), M1a (Hep), G2, R0 (nach Hemicolektomie links und Lebersegmentresektion VII 04/2023). 2. Aktueller V.a. biochemische Progression bei steigendem CEA-Spiegel trotz stabiler Bildgebung im CT (SD nach RECIST). 3. Chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF, LVEF 42%, NYHA II) bei bekannter KHK. 4. Paroxysmales Vorhofflimmern (CHA2DS2-VASc Score: 4, HAS-BLED: 2). 5. Diabetes mellitus Typ 2b (HbA1c 7,9%), V.a. beginnende diabetische Nephropathie. 6. Chronische Niereninsuffizienz Stadium G3a nach KDIGO (GFR aktuell 52 ml/min). 7. Arterielle Hypertonie Grad II. 8. Transientes Delir während des stationären Aufenthaltes (V.a. multifaktoriell: Infekt/Medikation). 9. Verdächtige Hautläsion (Naevus) supra-scapulär links, Status post Biopsie (Ergebnis ausstehend). Anamnese: Herr Meyer stellte sich turnusgemäß zur Durchführung des 4. Zyklus der palliativen Chemotherapie nach dem FOLFOX6-Schema in Kombination mit Bevacizumab vor. Bei der Aufnahme berichtete der Patient über eine zunehmende, strumpfförmige Parästhesie an beiden Füßen sowie an den Fingerspitzen (V.a. CIPN Grad II). Zudem klagte er über eine leichte Belastungsdyspnoe, die er auf die häusliche Gartenarbeit bezog. Eine Gewichtsabnahme von ca. 2,5 kg in den letzten 4 Wochen wurde angegeben. Die häusliche Medikation wurde wie verordnet eingenommen, wobei der Patient angab, das Metformin aufgrund von Inappetenz gelegentlich pausiert zu haben. Aufnahmebefund: 74-jähriger Patient in reduziertem Allgemeinzustand und altersentsprechendem Ernährungszustand (72 kg, 178 cm). Haut und Schleimhäute trocken, kein Ikterus. Cor: Rhythmische Herzaktion, Frequenz 84/min, leises Systolikum über dem Apex. Pulmo: Vesikuläres Atmen, basal diskrete Rasselgeräusche beidseits, keine Spastik. Abdomen: Weich, kein Druckschmerz, regelrechte Darmgeräusche, reizfreie Narbenverhältnisse nach Laparotomie. Extremitäten: Diskrete Knöchelödeme beidseits, Pulse allseits tastbar. Neurologisch: Sensibilitätsminderung an den Akren (Vibrationsempfinden 4/8 am Malleolus medialis bds.). Therapie und Verlauf: Die geplante Applikation des 4. Zyklus FOLFOX6/Bevacizumab erfolgte am 11.05.2024. Aufgrund der klinisch manifesten Polyneuropathie (CIPN Grad II) wurde die Oxaliplatin-Dosis präventiv auf 85% der Standarddosis reduziert (entsprechend 85 mg/m²). Die Gabe verlief initial komplikationslos. Am 13.05.2024 (Tag 3) entwickelte der Patient jedoch hohes Fieber bis 39,2°C und einen Schüttelfrost. Laborchemisch zeigte sich eine ausgeprägte Neutropenie (Neutrophile 0,78 x 10^9/l, entsprechend Grad 3). Wir leiteten umgehend eine kalkulierte antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam 4,5g 1-1-1 i.v. ein. Unter dieser Therapie sowie der einmaligen Gabe von Filgrastim (G-CSF) 30 Mio. IE s.c. stabilisierte sich das Blutbild zügig. In der Nacht vom 14.05. auf den 15.05. zeigte sich Herr Meyer plötzlich desorientiert zu Ort und Zeit, unruhig und halluzinierte (CAM+). Ein Notfall-CCT erbrachte keinen Anhalt für intrakranielle Blutungen oder Ischämien. Wir werteten dies als Delir bei febriler Neutropenie und möglicher Interaktion der antiemetischen Medikation (Promethazin). Nach Absetzen von Promethazin und forcierter Rehydratation (Sterofundin 1000ml/24h) bildete sich die Symptomatik innerhalb von 36 Stunden vollständig zurück. Diagnostik: Tumormarker: CEA 18,2 ng/ml (Vorwert 12,4 ng/ml vor 4 Wochen). CA 19-9 mit 22 U/ml im Normbereich. Bildgebung: Ein zum Vergleich herangezogenes CT Abdomen/Thorax vom 08.05.2024 (extern) zeigte eine stabile Situation der bekannten Lebermetastasen in Segment VI und VIII (Durchmesser 14mm und 11mm, unverändert zu 02/2024). Es findet sich somit eine Diskrepanz zwischen dem progredienten CEA-Wert und der bildmorphologischen Stabilität (Stable Disease). Labor bei Entlassung: Krea 1,32 mg/dl, GFR 54 ml/min, Hb 10,4 g/dl, Leukozyten 4,2 x 10^9/l, CRP 14 mg/l (rückläufig). Zusatzbefund: Während des Aufenthaltes wurde eine suspekte, unregelmäßig begrenzte Hautläsion an der linken Schulter bemerkt. Es erfolgte eine Exzisionsbiopsie durch die Kollegen der Dermatologie am 16.05.2024. Das histologische Ergebnis steht zum Zeitpunkt der Entlassung noch aus. Empfehlungen und Procedere: 1. Fortführung der palliativen Systemtherapie: Der 5. Zyklus ist für den 01.06.2024 geplant. Bei Fortbestehen der Polyneuropathie sollte die Dosisreduktion von Oxaliplatin beibehalten oder eine weitere Reduktion auf 75% erwogen werden. 2. Laborkontrollen: Engmaschige Kontrolle des Blutbildes und der Retentionsparameter (Krea, Harnstoff) durch den Hausarzt am 22.05. und 25.05.2024. 3. Diagnostik: Aufgrund des CEA-Anstiegs empfehlen wir eine kurzfristige Verlaufskontrolle des Markers in 4 Wochen. Sollte der CEA-Wert weiter steigen, ist trotz stabiler CT-Bildgebung ein PET-CT zur Detektion okkulter Metastasen zu diskutieren. 4. Medikation: Fortführung der Herzinsuffizienz- und Antikoagulationstherapie. Metformin kann bei ausreichendem Appetit und stabilen Nierenwerten wieder mit 500mg 1-0-1 begonnen werden. 5. Dermatologie: Bitte fragen Sie den histologischen Befund der Hautbiopsie (Schulter links) bei uns oder in der Dermatologie des Hauses ab (Eingang ca. 21.05.2024). Medikation bei Entlassung: - Ramipril 5 mg 1-0-0 - Metoprololsuccinat 47,5 mg 1-0-1 - Apixaban 5 mg 1-0-1 (bei Vorhofflimmern) - Pantoprazol 40 mg 1-0-0 - Metformin 500 mg 1-0-1 (Wiederbeginn bei Appetit) - Torasemid 10 mg 1-0-0 (bei Bedarf bei Ödemen) - MCP-Tropfen bei Bedarf (max. 3x 20 Trp/Tag) Wir danken für die kollegiale Zusammenarbeit. Mit freundlichen Grüßen, Dr. med. M. Schmidt Oberarzt (Dieses Dokument wurde elektronisch erstellt und ist ohne Unterschrift gültig)

Ground Truth

Hauptdiagnose

Metastasiertes Sigmakarzinom (pT3, pN1b, M1a) unter palliativer Chemotherapie mit FOLFOX6 und Bevacizumab.

Therapie

Durchführung des 4. Zyklus FOLFOX6/Bevacizumab mit Dosisreduktion von Oxaliplatin auf 85% wegen Polyneuropathie; Behandlung einer febrilen Neutropenie (Grad 3) mit Piperacillin/Tazobactam (4,5g 1-1-1 i.v.) und G-CSF.

Procedere

Nächster Zyklus am 01.06.2024; engmaschige hausärztliche Laborkontrollen (BB, Krea) am 22.05. und 25.05.2024; histologischer Befund der Schulterbiopsie muss aktiv abgefragt werden.

Offene Fragen

Unklarer Anstieg des CEA-Markers (18,2 ng/ml) bei stabiler CT-Morphologie erfordert Verlaufskontrolle oder PET-CT; histologische Einordnung der bioptierten Hautläsion an der Schulter steht noch aus.

Modell-Ergebnisse (11)

4.3/5
5Fakten
4Vollst.
4Präzision
Hauptdiagnose: Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas (pT3, pN1b, M1a) mit biochemischer Progression (CEA-Anstieg) trotz stabiler Bildgebung.
Therapie: Im stationären Aufenthalt wurde der 4. Zyklus der palliativen Chemotherapie FOLFOX6 in Kombination mit Bevacizumab durchgeführt, wobei die Oxaliplatin-Dosis auf 85 % reduziert wurde. Bei neutropenischer Fieberepisode wurde eine kalkulierte Antibiotikatherapie mit Piperacillin/Tazobactam und eine einmalige G‑CSF‑Gabe (Filgrastim) verabreicht; ein delirantes Syndrom wurde nach Absetzen von Promethazin und Rehydratation erfolgreich behandelt.
Procedere: Der 5. Zyklus der Systemtherapie ist für den 01.06.2024 geplant, bei anhaltender Polyneuropathie ggf. weitere Oxaliplatin‑Dosisreduktion. Engmaschige Labor‑ und Renalkontrollen sowie ein erneuter CEA‑Check in 4 Wochen werden empfohlen; bei weiterem Anstieg sollte ein PET‑CT zur Suche nach okkulten Metastasen erwogen werden. Die kardiovaskuläre Medikation und Antikoagulation werden fortgeführt, Metformin bei ausreichendem Appetit wieder begonnen, und das histologische Ergebnis der Hautbiopsie ist nachzuholen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit biochemischer Progression bei steigendem CEA-Spiezel trotz stabiler Bildgebung im CT.
Therapie: Durchführung des 4. Zyklus einer palliativen FOLFOX6-Chemotherapie in Kombination mit Bevacizumab mit präventiver Oxaliplatin-Dosisreduktion auf 85% aufgrund einer Polyneuropathie. Bei auftretender febriler Neutropenie erfolgte eine antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam sowie die Gabe von Filgrastim (G-CSF).
Procedere: Fortführung der palliativen Systemtherapie mit dem 5. Zyklus am 01.06.2024 unter Beibehaltung oder weiterer Reduktion der Oxaliplatin-Dosis. Engmaschige Laborkontrollen durch den Hausarzt. Kurzfristige CEA-Verlaufskontrolle in 4 Wochen und bei weiterem Anstieg Diskussion eines PET-CT. Fortführung der kardiologischen Medikation und bedarfsweise Wiederaufnahme von Metformin.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit Verdacht auf biochemische Progression bei steigendem CEA-Spiegel trotz stabiler Bildgebung.
Therapie: Es erfolgte der 4. Zyklus einer palliativen Chemotherapie nach dem FOLFOX6-Schema in Kombination mit Bevacizumab, wobei die Oxaliplatin-Dosis aufgrund einer klinisch manifesten Polyneuropathie auf 85% reduziert wurde. Während des stationären Aufenthaltes wurde eine febrile Neutropenie mit einem Delir kompliziert, die mit einer kalkulierten antibiotischen Therapie (Piperacillin/Tazobactam), G-CSF-Gabe und Rehydratation behandelt wurde.
Procedere: Der 5. Zyklus der palliativen Systemtherapie ist für den 01.06.2024 geplant, wobei die Oxaliplatin-Dosis weiter reduziert werden sollte, falls die Polyneuropathie persistiert. Es sind engmaschige Laborkontrollen durch den Hausarzt erforderlich, und bei weiterem CEA-Anstieg sollte ein PET-CT zur Detektion okkulter Metastasen diskutiert werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas, ED 03/2023, pT3, pN1b (2/14), M1a (Hep), G2, R0 (nach Hemicolektomie links und Lebersegmentresektion VII 04/2023).
Therapie: Durchführung des 4. Zyklus der palliativen Chemotherapie nach dem FOLFOX6-Schema in Kombination mit Bevacizumab. Aufgrund der CIPN Grad II wurde die Oxaliplatin-Dosis reduziert. Bei Fieber und Neutropenie wurde eine antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam und G-CSF eingeleitet. Das Delir wurde durch Absetzen von Promethazin und Rehydratation behandelt.
Procedere: Fortführung der palliativen Systemtherapie mit geplanter Dosisreduktion von Oxaliplatin. Engmaschige Laborkontrollen und Verlaufskontrolle des CEA-Werts in 4 Wochen. PET-CT bei weiterem CEA-Anstieg. Fortführung der Herzinsuffizienz- und Antikoagulationstherapie. Wiederbeginn der Metformin-Gabe bei ausreichendem Appetit. Abfrage des histologischen Befunds der Hautbiopsie.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient leidet an einem metastasierten Adenokarzinom des Sigmas mit Verdacht auf biochemische Progression, trotz stabiler Bildgebung.
Therapie: Der Patient erhielt den 4. Zyklus einer palliativen Chemotherapie (FOLFOX6/Bevacizumab) mit präventiver Dosisreduktion von Oxaliplatin aufgrund einer bestehenden Polyneuropathie. Eine febrile Neutropenie wurde mit Antibiotika und G-CSF behandelt, ein transientes Delir wurde durch Absetzen von Promethazin und Rehydratation erfolgreich therapiert.
Procedere: Die Fortführung der palliativen Systemtherapie mit dem 5. Zyklus ist geplant, wobei die Oxaliplatin-Dosis bei anhaltender Polyneuropathie angepasst werden sollte. Engmaschige Laborkontrollen und eine Verlaufskontrolle des CEA-Spiegels sind erforderlich, ggf. mit weiterführender Bildgebung (PET-CT). Die Medikation zur Behandlung von Begleiterkrankungen (Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Diabetes) soll fortgesetzt werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Die Hauptdiagnose ist ein metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit biochemischer Progression bei steigendem CEA-Spiegel trotz stabiler Bildgebung im CT.
Therapie: Der Patient erhielt den 4. Zyklus einer palliativen Systemtherapie nach dem FOLFOX6-Schema in Kombination mit Bevacizumab. Aufgrund einer klinisch manifesten Polyneuropathie (CIPN Grad II) wurde die Oxaliplatin-Dosis präventiv auf 85% der Standarddosis reduziert. Es kam zu einer febrilen Neutropenie, die mit einer kalkulierten antibiotischen Therapie und G-CSF behandelt wurde.
Procedere: Es wird empfohlen, die palliative Systemtherapie fortzuführen, mit einem geplanten 5. Zyklus am 01.06.2024. Eine engmaschige Kontrolle des Blutbildes und der Retentionsparameter durch den Hausarzt ist erforderlich. Eine kurzfristige Verlaufskontrolle des CEA-Markers in 4 Wochen ist ebenfalls empfohlen.
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit aktueller biochemischer Progression.
Therapie: Der Patient erhielt den 4. Zyklus einer palliativen Chemotherapie nach dem FOLFOX6-Schema in Kombination mit Bevacizumab, wobei die Oxaliplatin-Dosis aufgrund einer Polyneuropathie reduziert wurde. Bei Auftreten einer febrilen Neutropenie wurde eine antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam durchgeführt.
Procedere: Die palliative Systemtherapie soll fortgeführt werden, der 5. Zyklus ist für den 01.06.2024 geplant. Eine Verlaufskontrolle des CEA-Werts in 4 Wochen ist empfohlen, bei weiterem Anstieg soll ein PET-CT zur Detektion okkulter Metastasen diskutiert werden.
2.7/5
4Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit Lebermetastasen, behandelt mit palliativer Chemotherapie (FOLFOX6/Bevacizumab)
Therapie: Vierter Zyklus der palliativen Chemotherapie wurde appliziert, wobei die Oxaliplatin-Dosis aufgrund von CIPN (polyneuropathie) reduziert wurde. Es traten Komplikationen in Form von febriler Neutropenie und Delir auf, die medikamentös behandelt wurden. Eine Hautläsion wurde biopsiert und wird histologisch untersucht.
Procedere: Fortführung der palliativen Systemtherapie mit geplanter Dosisanpassung bei persistierender Polyneuropathie. Engmaschige Laborkontrollen, kurzfristige Verlaufskontrolle des Tumormarkers CEA in 4 Wochen und bei weiterem Anstieg PET-CT. Fortführung der Medikation für Herzinsuffizienz, Antikoagulation und Diabetes. Abklärung des histologischen Befundes der Hautbiopsie.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit biochemischer Progression und chronischer Herzinsuffizienz.
Therapie: Durchgeführte Therapie: 4. Zyklus der palliativen Chemotherapie nach dem FOLFOX6-Schema in Kombination mit Bevacizumab. Dosisreduktion von Oxaliplatin auf 85% der Standarddosis aufgrund von Polyneuropathie. Antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam und Gabe von Filgrastim bei Neutropenie. Absetzen von Promethazin und forcierte Rehydratation bei Delir.
Procedere: Empfohlenes weiteres Vorgehen: Fortführung der palliativen Systemtherapie mit möglicher weiterer Dosisreduktion von Oxaliplatin. Engmaschige Laborkontrollen durch den Hausarzt. Verlaufskontrolle des CEA-Werts in 4 Wochen und ggf. PET-CT. Fortführung der Herzinsuffizienz- und Antikoagulationstherapie. Abfrage des histologischen Befunds der Hautbiopsie.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient mit metastasiertem Sigmakarzinom zeigt eine biochemische Progression trotz stabiler Bildgebung, zusätzlich bestehende Begleiterkrankungen wie Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Diabetes und chronische Niereninsuffizienz.
Therapie: Die Therapie umfasste den 4. Zyklus einer palliativen Chemotherapie mit FOLFOX6 und Bevacizumab, wobei die Oxaliplatin-Dosis aufgrund einer Polyneuropathie reduziert wurde. Eine febrile Neutropenie wurde antibiotisch behandelt, ein Delir trat auf und wurde durch Absetzen von Promethazin und Rehydratation gelindert. Die Behandlung der Begleiterkrankungen (Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Diabetes, Niereninsuffizienz) wurde fortgesetzt.
Procedere: Die palliative Systemtherapie wird mit dem 5. Zyklus fortgesetzt, wobei eine weitere Reduktion der Oxaliplatin-Dosis in Betracht gezogen wird. Eine engmaschige Überwachung des Blutbildes und der Nierenparameter ist erforderlich. Aufgrund des steigenden CEA-Wertes wird eine Verlaufskontrolle mit einem PET-CT diskutiert. Das histologische Ergebnis der Hautbiopsie muss abgeklärt werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit biochemischer Progression und chronischen Komplikationen.
Therapie: Der Patient wurde mit FOLFOX6/Bevacizumab behandelt, wobei die Oxaliplatin-Dosis auf 85% der Standarddosis reduziert wurde. Aufgrund der Neutropenie wurde eine kalkulierte antibiotische Therapie mit Piperacillin/Tazobactam und Filgrastim eingesetzt. Der Patient entwickelte während des Aufenthaltes hohes Fieber und wurde als Delir beurteilt, was sich nach Absetzen von Promethazin und forcierter Rehydratation vollständig zurückbildete.
Procedere: Der 5. Zyklus der Systemtherapie ist für den 01.06.2024 geplant. Es wird empfohlen, engmaschig das Blutbild und die Retentionsparameter zu kontrollieren. Der CEA-Wert sollte in 4 Wochen geprüft werden, und falls der Wert weiter steigt, ist ein PET-CT zur Detektion okkulter Metastasen zu diskutieren. Die Medikation zur Behandlung der Herzinsuffizienz und der Antikoagulation wird fortgeführt, und Metformin kann wieder mit 500mg 1-0-1 begonnen werden, wenn der Appetit stabil ist. Die Hautbiopsie am linken Schulterbereich wird abgefragt.
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