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summ_005

Gastroenterologiemittel

Klinischer Text

Klinikum am Stadtwald Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie Chefarzt Dr. med. T. Berghof Entlassungsbericht Patient: Hans-Peter Müller, geb. 12.05.1956 Anschrift: Birkenweg 14, 80331 München Station: G2 Aufnahmedatum: 14.08.2023 Entlassungsdatum: 22.08.2023 Diagnosen: 1. Akute Sigmadivertikulitis mit stattgehabter unterer gastrointestinaler Blutung (Hansen/Stock IIa, Forrest IIb) - Interventionelle Blutstillung mittels Hemoclip-Applikation am 15.08.23 - Erfolgreiche Antibiose mit Ceftriaxon und Metronidazol 2. Persistierendes Vorhofflimmern (CHA2DS2-VASc: 4, HAS-BLED: 3) - Umstellung der Antikoagulation von Phenprocoumon auf Apixaban 3. Arterielle Hypertonie Grad II 4. Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose einer Nephropathie (Albuminurie) 5. V.a. Prostatahyperplasie bei erhöhtem PSA-Wert (4,8 ng/ml) 6. Unklarer hypodenser Leberherd (12mm, Segment VII), DD: FNH, Hämangiom Anamnese: Die stationäre Aufnahme des 67-jährigen Patienten erfolgte als Notfall bei seit zwei Tagen bestehenden, zunehmenden linksseitigen Unterbauchschmerzen sowie dem absetzten von hellrotem Blut per anum am Aufnahmetag. Der Patient berichtete zudem über eine einmalige Synkope kurz vor der Einlieferung. Die häusliche Medikation umfasste u.a. Phenprocoumon bei bekanntem Vorhofflimmern (Ziel-INR 2,0-3,0). Vorbeschrieben sind ein Diabetes mellitus Typ 2 (HbA1c zuletzt 7,4%) sowie eine arterielle Hypertonie. Aufnahmebefund: 67-jähriger Patient in reduziertem Allgemeinzustand. Blutdruck 105/65 mmHg, Herzfrequenz 115/min (tachykardes Vorhofflimmern). Abdomen: Druckschmerz im linken Unterbauch mit lokaler Abwehrspannung, Darmgeräusche spärlich. Digital-rektale Untersuchung: Frisches Blut am Fingerling. Ödeme an den Unterschenkeln beidseits. Diagnostik und Labor: Labor bei Aufnahme: Hb 9,8 g/dl (vor 3 Monaten 14,2 g/dl), Leukozyten 14,3 Gpt/l, CRP 154 mg/l, Kreatinin 1,42 mg/dl (GFR 52 ml/min), INR 2,8. Tumormarker: PSA 4,8 ng/ml (Ref. <4,0), CA 19-9 32 U/ml (Ref. <27). CT-Abdomen (14.08.23): Nachweis einer Wandverdickung des Colon sigmoideum auf 14 mm über eine Länge von 8 cm mit peridivertikulärer Fettgewebsimbibierung und kleinen extraluminalen Luftbläschen, vereinbar mit einer gedeckt perforierten Divertikulitis (Hansen/Stock IIa). Als Nebenbefund zeigt sich eine 12 mm messende, hypodense Läsion in Lebersegment VII, die in der portalvenösen Phase nicht eindeutig charakterisierbar ist. Prostata vergrößert (ca. 55 ml). Koloskopie (15.08.23): Im Sigma zeigen sich zahlreiche Divertikel. Aus einem Divertikel bei ca. 35 cm ab ano zeigt sich eine sickernde Blutung (Forrest IIb). Erfolgreiche Blutstillung durch Applikation von zwei Hemoclips. Zusätzlich Abtragung eines 5 mm großen gestielten Polyps im Colon transversum mittels kalter Schlinge. Therapie und Verlauf: Initial erfolgte bei hämodynamischer Instabilität und relevanter Anämie die Volumensubstitution sowie die Gabe von zwei Erythrozytenkonzentraten, worunter sich der Hb-Wert bei 10,5 g/dl stabilisierte. Aufgrund der aktiven Blutung unter Phenprocoumon wurde die Antikoagulation mit Prothrombinkomplex (PPSB 2000 IE) antagonisiert. Die Divertikulitis wurde primär intravenös mit Ceftriaxon 2g 1x tägl. und Metronidazol 500mg 3x tägl. behandelt. Unter dieser Therapie kam es zu einer raschen klinischen Besserung und einem Abfall der Entzündungswerte (CRP bei Entlassung 18 mg/l). Im Verlauf traten am 17.08.23 Episoden von Verwirrtheit und Desorientierung auf (V.a. leichtes Durchgangssyndrom), die sich unter intensivierter Flüssigkeitszufuhr und pflegerischer Reorientierung schnell legten. Bezüglich der Antikoagulation erfolgte nach Sistieren der Blutung zunächst ein Bridging mit Heparin (unfraktioniert, PTT-gesteuert). Angesichts des hohen Embolierisikos (CHA2DS2-VASc 4) bei gleichzeitigem Blutungsereignis entschieden wir uns in Rücksprache mit dem Patienten gegen eine Fortführung der Cumarin-Therapie und stellten auf das NOAK Apixaban (Eliquis) um. Aufgrund der eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ca. 48 ml/min) und des Alters wurde die Dosierung auf 5 mg 1-0-1 festgelegt (unter Beachtung der Kriterien Gewicht/Alter/Kreatinin). Der leicht erhöhte CA 19-9 Wert ist im Kontext der akuten Entzündung zu sehen, bedarf jedoch einer Kontrolle. Der erhöhte PSA-Wert und die radiologische Prostatavergrößerung sollten urologisch abgeklärt werden. Medikation bei Entlassung: 1. Apixaban (Eliquis) 5 mg: 1-0-1 (p.o.) 2. Ramipril 5 mg: 1-0-0 (p.o.) 3. Bisoprolol 2,5 mg: 1-0-0 (p.o.) 4. Metformin 500 mg: 1-0-1 (p.o.) 5. Pantoprazol 40 mg: 1-0-0 (p.o.) (für 2 Wochen als Ulkusprophylaxe unter Clip-Heilung) 6. Ciprofloxacin 500 mg: 1-0-1 (p.o.) - für noch 5 Tage 7. Metronidazol 400 mg: 1-1-1 (p.o.) - für noch 5 Tage Empfehlungen/Procedere: - Die antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin und Metronidazol sollte für insgesamt 10 Tage (bis zum 27.08.23) vervollständigt werden. - Körperliche Schonung für 2 Wochen, ballaststoffarme Kost für die erste Woche nach Entlassung, danach langsamer Kostaufbau. - Kontrolle des kleinen Blutbildes, Kreatinin und CRP beim Hausarzt in 3 Tagen. - Urologische Vorstellung zur Abklärung des PSA-Wertes (4,8 ng/ml) und der Prostatavergrößerung in ca. 4 Wochen. - Durchführung eines MRT-Abdomen mit hepatobiliärem Kontrastmittel (Primovist) in 3 Monaten zur weiteren Charakterisierung des 12 mm Leberherdes in Segment VII. - Kontrolle des CA 19-9 in 6 Wochen nach vollständigem Abklingen der Entzündung. - Das Ergebnis der Histopathologie des abgetragenen Polyps (Colon transversum) steht noch aus und wird Ihnen sowie dem Patienten unaufgefordert nachgereicht. Wir danken für die freundliche Zuweisung. Mit freundlichen Grüßen, Dr. med. T. Berghof Chefarzt i.A. Dr. med. J. Meyer Assistenzarzt

Ground Truth

Hauptdiagnose

Akute blutende Sigmadivertikulitis (Hansen/Stock IIa, Forrest IIb) bei vorbestehendem antikoaguliertem Vorhofflimmern.

Therapie

Endoskopische Blutstillung mittels zwei Hemoclips, Gabe von zwei Erythrozytenkonzentraten, intravenöse Antibiose mit Ceftriaxon 2g und Metronidazol 3x500mg sowie Umstellung der Antikoagulation von Phenprocoumon auf Apixaban 5mg 1-0-1 nach PPSB-Antagonisierung.

Procedere

Fortführung der oralen Antibiose mit Ciprofloxacin 500mg 1-0-1 und Metronidazol 400mg 1-1-1 bis zum 27.08.23, urologische Abklärung des PSA-Werts (4,8 ng/ml) in 4 Wochen und MRT-Abdomen zur Beurteilung einer 12mm-Leberläsion in 3 Monaten.

Offene Fragen

Ausstehende Histopathologie des transversalen Polyps sowie die Klärung der Dignität des hypodensen Leberherds in Segment VII und des grenzwertig erhöhten CA 19-9 nach Entzündungsfreiheit.

Modell-Ergebnisse (11)

3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akute Sigmadivertikulitis mit aktiver unterer gastrointestinaler Blutung (Hansen/Stock IIa, Forrest IIb).
Therapie: Die Blutung wurde interventionell mittels zweier Hemoclips gestillt, die Divertikulitis erfolgte intravenös mit Ceftriaxon und Metronidazol, und aufgrund der Anämie wurden zwei Erythrozytenkonzentrate transfundiert. Zusätzlich erfolgte die Antikoagulationumstellung von Phenprocoumon auf Apixaban nach Bridging mit Heparin. Weitere Maßnahmen umfassten Volumensubstitution, Antagonisation der Cumarin‑Therapie und die Entfernung eines kleinen Polyps im Colon transversum.
Procedere: Die antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin und Metronidazol ist bis zum 27.08.2023 zu beenden, danach folgt körperliche Schonung, ballaststoffarme Kost für eine Woche und ein langsamer Kostaufbau. In drei Tagen sind Blutbild, Kreatinin und CRP beim Hausarzt zu kontrollieren, in vier Wochen urologische Abklärung des erhöhten PSA-Wertes und der Prostatavergrößerung, in drei Monaten ein MRT des Leberherdes und in sechs Wochen eine Kontrolle des CA 19‑9 geplant. Das histopathologische Ergebnis des entfernten Polyps wird nachgereicht.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akute Sigmadivertikulitis mit stattgehabter unterer gastrointestinaler Blutung (Hansen/Stock IIa, Forrest IIb) nach gedeckter Perforation.
Therapie: Initial erfolgte eine Volumensubstitution und Gabe von zwei Erythrozytenkonzentraten bei hämodynamischer Instabilität. Die Blutung wurde interventionell mittels Hemoclip-Applikation gestillt und die Antikoagulation mit Prothrombinkomplex antagonisiert. Die Divertikulitis wurde intravenös mit Ceftriaxon und Metronidazol antibiotisch behandelt, was zu einer raschen klinischen Besserung führte.
Procedere: Die antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin und Metronidazol soll für insgesamt 10 Tage bis zum 27.08.23 fortgeführt werden. Es wird körperliche Schonung für 2 Wochen und ballaststoffarme Kost empfohlen. Eine urologische Vorstellung zur Abklärung der Prostatahyperplasie sowie ein MRT-Abdomen zur Charakterisierung des Leberherdes in 3 Monaten sind erforderlich.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde aufgrund einer akuten Sigmadivertikulitis mit gedeckter Perforation und stattgehabter unterer gastrointestinaler Blutung stationär aufgenommen.
Therapie: Die Blutung wurde interventionell mittels Hemoclip-Applikation gestillt. Die Divertikulitis wurde mit einer intravenösen Antibiose (Ceftriaxon und Metronidazol) behandelt, die klinisch und laborchemisch erfolgreich war. Die Antikoagulation wurde aufgrund des Blutungsereignisses von Phenprocoumon auf Apixaban umgestellt.
Procedere: Die orale Antibiose (Ciprofloxacin und Metronidazol) ist für insgesamt 10 Tage fortzuführen. Es wird eine urologische Vorstellung zur Abklärung des erhöhten PSA-Wertes und ein MRT-Abdomen in 3 Monaten zur Charakterisierung des Leberherdes empfohlen. Zudem sind Kontrollen des Blutbildes, der Entzündungswerte und des CA 19-9 beim Hausarzt vorgesehen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akute Sigmadivertikulitis mit stattgehabter unterer gastrointestinaler Blutung (Hansen/Stock IIa, Forrest IIb)
Therapie: Erfolgreiche Blutstillung durch Applikation von zwei Hemoclips, intravenöse Antibiose mit Ceftriaxon und Metronidazol, Volumensubstitution und Gabe von Erythrozytenkonzentraten.
Procedere: Antibiotikatherapie mit Ciprofloxacin und Metronidazol für insgesamt 10 Tage, Körperliche Schonung für 2 Wochen, ballaststoffarme Kost für die erste Woche, Kontrolle des Blutbildes, Kreatinin und CRP in 3 Tagen, urologische Vorstellung in 4 Wochen, MRT-Abdomen in 3 Monaten zur Charakterisierung des Leberherdes, Kontrolle des CA 19-9 in 6 Wochen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient erlitt eine akute Sigmadivertikulitis mit einer unterer gastrointestinaler Blutung, die interventionell mit Hemoclips gestillt werden konnte.
Therapie: Die Therapie umfasste eine intravenöse Antibiose mit Ceftriaxon und Metronidazol, Volumensubstitution und Erythrozytenkonzentrate zur Behandlung der Anämie. Die Antikoagulation wurde von Phenprocoumon auf Apixaban umgestellt und ein leichtes Durchgangssyndrom wurde behandelt.
Procedere: Es wird eine Fortsetzung der antibiotischen Therapie für 10 Tage, körperliche Schonung und eine ballaststoffarme Kost empfohlen. Weiterhin sind Kontrollen von Blutbild, Kreatinin und CRP, eine urologische Abklärung des PSA-Wertes, ein MRT-Abdomen zur Leberherdbefundung und eine CA 19-9 Kontrolle geplant.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Die Hauptdiagnose ist eine akute Sigmadivertikulitis mit unterer gastrointestinaler Blutung
Therapie: Die Therapie bestand aus einer interventionellen Blutstillung mittels Hemoclip-Applikation, einer erfolgreichen Antibiose mit Ceftriaxon und Metronidazol sowie einer Umstellung der Antikoagulation von Phenprocoumon auf Apixaban. Zudem wurde eine Volumensubstitution und die Gabe von Erythrozytenkonzentraten durchgeführt, um die hämodynamische Instabilität und relevante Anämie zu behandeln.
Procedere: Es wird empfohlen, die antibiotische Therapie für insgesamt 10 Tage zu vervollständigen, körperliche Schonung für 2 Wochen zu betreiben und eine ballaststoffarme Kost für die erste Woche nach Entlassung zu verordnen. Zudem sollten Kontrollen des kleinen Blutbildes, Kreatinin und CRP beim Hausarzt in 3 Tagen durchgeführt werden, sowie eine urologische Vorstellung zur Abklärung des PSA-Wertes und der Prostatavergrößerung in ca. 4 Wochen.
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akute Sigmadivertikulitis mit unterer gastrointestinaler Blutung (Hansen/Stock IIa, Forrest IIb)
Therapie: Interventionelle Blutstillung mittels Hemoclip-Applikation, Antibiose mit Ceftriaxon und Metronidazol, Umstellung der Antikoagulation von Phenprocoumon auf Apixaban
Procedere: Vervollständigung der antibiotischen Therapie für insgesamt 10 Tage, körperliche Schonung für 2 Wochen, Kontrolle des Blutbildes und der Nierenwerte beim Hausarzt in 3 Tagen, urologische Vorstellung in 4 Wochen
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akute Sigmadivertikulitis mit unterer gastrointestinaler Blutung und persistierendem Vorhofflimmern
Therapie: Blutstillung durch Hemoclip-Applikation, Antibiotika-Therapie mit Ceftriaxon und Metronidazol, Umstellung der Antikoagulation von Phenprocoumon auf Apixaban, Behandlung der arteriellen Hypertonie mit Ramipril und Bisoprolol, Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 mit Metformin, Ulkusprophylaxe mit Pantoprazol
Procedere: Vervollständigung der antibiotischen Therapie für 10 Tage, körperliche Schonung für 2 Wochen, ballaststoffarme Kost für die erste Woche nach Entlassung, Kontrolle des kleinen Blutbildes, Kreatinin und CRP beim Hausarzt in 3 Tagen, urologische Vorstellung zur Abklärung des PSA-Wertes und der Prostatavergrößerung in ca. 4 Wochen, Durchführung eines MRT-Abdomen mit hepatobiliärem Kontrastmittel in 3 Monaten zur weiteren Charakterisierung des Leberherdes, Kontrolle des CA 19-9 in 6 Wochen nach vollständigem Abklingen der Entzündung
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde wegen einer akuten Sigmadivertikulitis mit unterer gastrointestinaler Blutung stationär aufgenommen.
Therapie: Es erfolgte eine interventionelle Blutstillung mittels Hemoclip-Applikation und eine erfolgreiche Antibiose mit Ceftriaxon und Metronidazol. Die Antikoagulation wurde von Phenprocoumon auf Apixaban umgestellt.
Procedere: Die antibiotische Therapie sollte für insgesamt 10 Tage vervollständigt werden. Körperliche Schonung für 2 Wochen und ballaststoffarme Kost für die erste Woche nach Entlassung. Kontrolle des kleinen Blutbildes, Kreatinin und CRP beim Hausarzt in 3 Tagen. Urologische Vorstellung zur Abklärung des PSA-Wertes und der Prostatavergrößerung in ca. 4 Wochen. Durchführung eines MRT-Abdomen mit hepatobiliärem Kontrastmittel in 3 Monaten zur weiteren Charakterisierung des Leberherdes.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akute Sigmadivertikulitis mit Blutung und persistierendem Vorhofflimmern bei einem 67-jährigen Patienten mit Begleiterkrankungen.
Therapie: Die Therapie umfasste initial Volumensubstitution, Antibiose mit Ceftriaxon und Metronidazol zur Behandlung der Divertikulitis. Nach erfolgreicher Blutstillung wurde die Antikoagulation von Phenprocoumon auf Apixaban umgestellt. Zusätzlich wurden die Begleiterkrankungen Hypertonie, Diabetes und Prostatahyperplasie berücksichtigt und entsprechend behandelt.
Procedere: Es wird empfohlen, die antibiotische Therapie bis zum 27.08.23 zu vervollständigen, eine ballaststoffarme Kost einzuhalten und den kleinen Blutbild, Kreatinin und CRP beim Hausarzt in 3 Tagen kontrollieren zu lassen. Eine urologische Abklärung des erhöhten PSA-Wertes und der Prostatavergrößerung sowie ein MRT-Abdomen zur Charakterisierung des Leberherdes sind geplant.
2.7/5
4Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akute Sigmadivertikulitis mit stattgehabter unterer gastrointestinaler Blutung (Hansen/Stock IIa, Forrest IIb)
Therapie: Die Divertikulitis wurde primär intravenös mit Ceftriaxon und Metronidazol behandelt. Die Antibiose führte zu einer raschen klinischen Besserung. Die Antikoagulation wurde von Phenprocoumon auf Apixaban umgestellt, da das Embolierisiko hoch war und eine aktive Blutung vorlag.
Procedere: Die antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin und Metronidazol sollte für insgesamt 10 Tage vervollständigt werden. Der Patient sollte sich körperlich schonen und eine ballaststoffarme Kost einhalten. Eine urologische Vorstellung zur Abklärung des PSA-Wertes und der Prostatavergrößerung sowie eine MRT-Abdomen zur Charakterisierung des Leberherdes sind empfohlen. Darüber hinaus sollte der CA 19-9 Wert kontrolliert werden.
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