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Psychiatrie/PsychosomatikKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über die stationäre psychiatrische Behandlung von Herrn Max Mustermann, der sich vom 12.10. bis 08.11.2023 in unserer stationären Behandlung befand. Die Aufnahme erfolgte bei einer schwer ausgeprägten depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung (F33.2) sowie einer vorbestehenden generalisierten Angststörung (F41.1). Initial präsentierte sich der Patient in deutlich reduziertem Allgemeinzustand mit ausgeprägter Insomnie, psychomotorischer Gehemmtheit und kognitiver Einengung auf Versagensängste. Im Rahmen des multiprofessionellen Therapieansatzes (Einzel- und Gruppengespräche, Ergotherapie) erfolgte eine schrittweise Aufdosierung der antidepressiven Medikation mit Venlafaxin auf 225 mg. Zur Stabilisierung der Schlafarchitektur und Reduktion der nächtlichen Unruhe etablierten wir eine abendliche Gabe von Quetiapin. Die vorbestehenden somatischen Komorbiditäten (arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2) wurden unter Fortführung der Medikation engmaschig überwacht und stabilisiert. Aufgrund einer laborchemisch verifizierten Anämie bei Eisenmangel wurde initial eine einmalige intravenöse Gabe von Ferinject durchgeführt. Zudem erfolgte eine intramuskuläre Substitution von Vitamin B12 bei nachgewiesenem Defizit. Zum Entlassungszeitpunkt zeigt sich der Patient im Affekt deutlich aufgehellt, schwingungsfähig und antriebsgesteigert. Er distanziert sich glaubhaft von suizidalen Impulsen. Therapie bei Entlassung: - Venlafaxin 225 mg (1-0-0 p.o.) - Quetiapin 25 mg (0-0-0-1 p.o.) - Ramipril 2.5 mg (1-0-0 p.o.) - Metformin 1000 mg (1-0-1 p.o.) - Eisen-III-Carboxymaltose 500 mg (einmalig i.v. erfolgt) - Vitamin B12 1000 µg (einmalig i.m. erfolgt) - Bedarfsmedikation: Lorazepam 1 mg (bei Bedarf p.o. bei akuten Angstzuständen, max. 2 mg/Tag)
Ground Truth
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