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GastroenterologieKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über den stationären Aufenthalt von Herrn Hans Meier, geb. 15.05.1955, der sich vom 01.11. bis 08.11. aufgrund einer akuten Exazerbation einer seit 2015 bekannten Colitis ulcerosa in unserer Klinik befand. Bei Aufnahme klagte der Patient über eine deutlich gesteigerte Stuhlfrequenz von bis zu 10-mal täglich mit blutigen Beimengungen sowie krampfartigen Unterbauchschmerzen. Laborchemisch bestätigte sich die Aktivität durch ein erhöhtes C-reaktives Protein (45 mg/l) sowie ein erhöhtes fäkales Calprotectin. Wir initiierten eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon (initial 60 mg i.v.), worunter eine prompte Besserung der klinischen Symptomatik eintrat. Die Medikation wurde im Verlauf auf 40 mg p.o. umgestellt. Die chronische Basismedikation mit Mesalazin wurde unverändert fortgeführt. Aufgrund einer begleitenden hypochromen Anämie bei nachgewiesenem Eisenmangel erfolgte eine einmalige i.v.-Gabe von Eisencarboxymaltose. Die metabolische Situation des vorbestehenden Diabetes mellitus Typ 2 erforderte unter der Steroidgabe eine intensivierte Überwachung; wir ergänzten die Therapie mit Metformin temporär um ein langwirksames Basalinsulin (Insulin Glargin). Die arterielle Hypertonie war unter Ramipril 2.5 mg gut eingestellt. Wir entlassen den Patienten in Ihre ambulante Weiterbetreuung. Entlassmedikation: - Mesalazin 1000 mg (1-1-1 p.o.) - Prednisolon 40 mg (1-0-0 p.o., Reduktionsschema beachten) - Pantoprazol 40 mg (1-0-0 p.o.) - Ramipril 2.5 mg (1-0-0 p.o.) - Metformin 1000 mg (1-0-1 p.o.) - Insulin Glargin 14 IE (0-0-0-1 s.c.) - Eisencarboxymaltose 1000 mg (einmalig i.v., bereits erfolgt) - Metoclopramid 10 mg (bei Bedarf p.o. bei Übelkeit)