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PneumologieKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über den o.g. Patienten, der sich vom 12.05. bis zum 24.05. aufgrund einer akut exazerbierten COPD (GOLD IV, Gruppe E) bei bekannter Multimorbidität in unserer stationären pneumologischen Behandlung befand. Initial präsentierte sich der Patient mit ausgeprägter Dyspnoe (NYHA IV), produktivem Husten und deutlich reduzierter Belastbarkeit. Unter einer initialen intravenösen Therapie mit Methylprednisolon 40 mg (einmalig i.v.) sowie einer Kurzinfusion mit Magnesiumsulfat 2 g zur adjuvanten Broncholyse konnte eine klinische Stabilisierung erzielt werden. Aufgrund der vorbekannten chronischen Herzinsuffizienz (HFrEF, NYHA III) und persistierender peripherer Ödeme erfolgte eine forcierte Diurese mit Furosemid, zunächst 40 mg i.v., im Verlauf Umstellung auf die orale Medikation. Die Langzeitantikoagulation bei Z.n. Lungenembolie wurde unter Fortführung von Apixaban konsequent beibehalten. Der insulinpflichtige Diabetes mellitus Typ 2 war unter dem bestehenden Schema mit Insulin Glargin sowie einer zusätzlichen Bedarfsmedikation stabil eingestellt. Die vorbekannte Niereninsuffizienz (CKD III, GFR 42 ml/min) blieb unter der Therapie kompensiert. Therapie bei Entlassung: Spiolto Respimat (Tiotropium/Olodaterol) 2 Hübe (1-0-0), Prednisolon 20 mg (1-0-0) p.o. für weitere 3 Tage, Furosemid 40 mg (1-1-0), Ramipril 5 mg (1-0-0), Metoprololsuccinat 47.5 mg (1-0-0), Apixaban 5 mg (1-0-1), Insulin Glargin 18 IE (0-0-0-1) s.c., Pantoprazol 40 mg (1-0-0). Als Bedarfsmedikation bei respiratorischer Insuffizienz wurde Salbutamol Dosieraerosol (2 Hübe) verordnet.