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Psychiatrie/PsychosomatikKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über den oben genannten Patienten, welcher sich vom 15.01. bis zum 22.02.2024 in unserer stationären psychiatrischen Behandlung befand. Diagnosen: 1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2) 2. Panikstörung (ICD-10: F41.0) 3. Essentielle Hypertonie (ICD-10: I10.90) 4. Diabetes mellitus Typ 2 (ICD-10: E11.90) Der Patient wurde mit einer ausgeprägten depressiven Symptomatik, psychomotorischer Gehemmtheit, Anhedonie und rezidivierenden Panikattacken aufgenommen. Im Verlauf der kombinierten pharmakopsychotherapeutischen Behandlung, unter Einbezug von Einzel- und Gruppengesprächen sowie Ergo- und Sporttherapie, kam es unter einer antidepressiven Medikation mit Venlafaxin 150 mg und einer abendlichen Augmentation mit Quetiapin 50 mg zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung sowie einer Reduktion der Angstfrequenz. Somatisch erfolgte die Einstellung des Blutdrucks mit Metoprololsuccinat 47.5 mg sowie die Fortführung der oralen Antidiabetika mit Metformin 1000 mg. Aufgrund laborchemisch nachgewiesener Mangelzustände erfolgten zudem eine einmalige Infusion von Eisen-Carboxymaltose 500 mg i.v. sowie eine intramuskuläre Injektion von Vitamin B12 1000 µg am 20.01.2024. Entlassmedikation: - Venlafaxin 150 mg: 1-0-0 (p.o.) - Quetiapin 50 mg: 0-0-0-1 (p.o.) - Metoprololsuccinat 47.5 mg: 1-0-0 (p.o.) - Metformin 1000 mg: 1-0-1 (p.o.) - Lorazepam 1.0 mg: bei Bedarf (p.o.) bei Angstspitzen Der Patient wird in deutlich gebessertem psychischem und stabilem somatischem Zustand in die ambulante Weiterbehandlung entlassen. Wir bitten um Fortführung der medikamentösen Therapie sowie regelmäßige Kontrollen der Blutzuckerwerte und des Blutdrucks.