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NeurologieKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über unseren gemeinsamen Patienten Herrn Max Mustermann, geb. 12.04.1955, der sich vom 10.05. bis 15.05.2024 aufgrund einer akuten neurologischen Symptomatik in unserer stationären Behandlung befand. Der Patient wurde mit einer plötzlich aufgetretenen, diskreten sensomotorischen Hemiparese rechts vorstellig. Die durchgeführte kranielle MRT-Bildgebung konnte einen frischen lakunären Ischämieherd im Bereich des linksseitigen Thalamus sichern. Ein relevantes Stenosegeschehen der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße wurde mittels Duplexsonographie ausgeschlossen. Als wesentliche kardiovaskuläre Risikofaktoren identifizierten wir eine arterielle Hypertonie sowie einen vorbekannten Diabetes mellitus Typ 2 mit einem HbA1c von 8,2 %. Während des Aufenthaltes erfolgte zunächst eine hämodynamische Stabilisierung mittels intravenöser Infusionstherapie (Sterofundin 1000 ml/24h i.v.). Unter der eingeleiteten plättchenhemmenden Therapie und einer Optimierung der antihypertensiven sowie antidiabetischen Medikation zeigte sich eine nahezu vollständige Remission der klinischen Symptomatik. Die Entlassung erfolgt in die hausärztliche Weiterbetreuung. Therapie bei Entlassung: 1. ASS 100 mg: 0-1-0-0 (Tablette p.o.), 2. Ramipril 5 mg: 1-0-0-0 (Tablette p.o.), 3. Atorvastatin 40 mg: 0-0-0-1 (Tablette p.o.), 4. Insulin Glargin: 0-0-0-12 IE (Injektion s.c.). Wir empfehlen die Fortführung der Sekundärprophylaxe sowie eine regelmäßige Blutdruck- und Blutzuckerkontrolle durch den Hausarzt.