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Innere MedizinKurzepikrise Patient: Herr Klaus Müller, geb. 12.04.1959 Aufnahmegrund: Zuweisung durch den behandelnden Hausarzt zur stationären Therapie bei akuter Exazerbation einer bekannten chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) mit eitrigem Auswurf und stark zunehmender Belastungsdyspnoe seit drei Tagen. Anamnese: Es besteht eine vorbekannte COPD (GOLD II), ein unkomplizierter arterieller Hypertonus sowie ein fortgesetzter Nikotinabusus (ca. 40 pack years). Der Patient berichtete über eine deutliche Verschlechterung der Atmung sowie produktiven Husten mit gelblichem Sputum. Fieber oder Schüttelfrost wurden verneint. Befunde: Bei Aufnahme zeigte sich der Patient in einem leicht reduzierten Allgemeinzustand mit Ruhedyspnoe. Vitalparameter: SpO2 89% unter Raumluft, Blutdruck 155/95 mmHg, Herzfrequenz 92/min, Temperatur 37,2 °C. Pulmonale Auskultation: Deutlich verlängertes Exspirium mit Giemen und Brummen beidseits, keine feuchten Rasselgeräusche. Laborchemisch zeigte sich eine moderate Infektkonstellation mit einem CRP von 48 mg/l und einer Leukozytose von 11,5 G/l. Das Röntgenthorax-Bild ergab ein fassförmiges Emphysem ohne Nachweis frischer pneumonischer Infiltrate. Therapie: Wir begannen umgehend eine leitliniengerechte Exazerbationstherapie mit systemischen Glukokortikoiden (Prednisolon 40 mg/d p.o.), intensivierten Bronchodilatatoren (Inhalationen mit Salbutamol und Ipratropiumbromid) sowie einer kalkulierten antibiotischen Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure. Darunter kam es zu einer raschen Regredienz der Dyspnoe und einem Abfall der Entzündungsparameter. Der arterielle Hypertonus war mit der bestehenden Hausmedikation (Ramipril) gut kontrolliert. Procedere: Die Entlassung in die Häuslichkeit erfolgt in kardiopulmonal kompensiertem Zustand (SpO2 95% unter Raumluft). Wir empfehlen die Fortführung der Antibiose für weitere 3 Tage sowie ein stufenweises Ausschleichen des Prednisolons nach beiliegendem Schema. Die inhalative Basistherapie ist unverändert beizubehalten. Wir raten dringend zur strikten Nikotinkarenz. Eine klinische Verlaufskontrolle beim Hausarzt sollte in 3-4 Tagen erfolgen.
Ground Truth
J44.01Chronische obstruktive Lungenkrankheit mit akuter Infektion der unteren Atemwege: FEV1 >=35 % und <50 % des SollwertesHDI10.90Essentielle Hypertonie, nicht näher bezeichnet: Ohne Angabe einer hypertensiven KriseF17.2Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyndrom