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cr_035

Psychiatrie/Psychosomatikmittel

Klinischer Text

Vorstellung des 48-jährigen Patienten M. B., tätig im gehobenen Verwaltungsdienst, zur stationären Aufnahme bei progredientem sozialen Rückzug und deutlicher Antriebsminderung seit ca. vier Monaten. Der Patient berichtet über eine persistierende innere Unruhe, verbunden mit massiven Ein- und Durchschlafstörungen (Früherwachen) sowie einem Gefühl der 'völligen emotionalen Leere'. Auffällig ist ein dokumentierter Gewichtsverlust von 7 kg im letzten Quartal bei ausgeprägter Inappetenz. Zudem klagt er über einen neu aufgetretenen, therapieresistenten Tinnitus beidseits und ein persistierendes Globusgefühl im Halsbereich, welches organisch bereits ohne Befund abgeklärt wurde. In der Anamnese finden sich ein medikamentös eingestellter Hypertonus sowie eine vor zwei Jahren operierte Lumboischialgie. Psychiatrische Vorbehandlungen werden verneint, die Familienanamnese ist bezüglich affektiver Erkrankungen bei der Mutter positiv. Psychopathologisch zeigt sich der Patient bewusstseinsklar und voll orientiert. Die Stimmung ist tief gedruckt, der Affekt ist starr und eingeschränkt schwingungsfähig bei gleichzeitigem Vorliegen einer psychomotorischen Agitiertheit (ständiges Nesteln an der Kleidung, Umherlaufen im Zimmer). Das Denken ist formal verlangsamt, inhaltlich kreisen die Gedanken um berufliche Überforderung und existenzielle Sorgen, die jedoch (noch) keine Wahnqualität erreichen. Eine akute Suizidalität besteht aktuell nicht, es findet sich jedoch eine ausgeprägte Lebensmüdigkeit. Körperlich-neurologisch zeigt sich ein feinschlägiger Haltetremor der Hände sowie eine milde Bradykinese. Laborchemisch finden sich folgende Werte: TSH 4,9 mU/l (Ref. 0,3-4,2), fT4 1,1 ng/dl (Ref. 0,9-1,7), Gamma-GT 78 U/l (Ref. < 60), MCV 96 fl, HbA1c 6,2 %. Ein kraniales CT erbrachte einen altersentsprechenden Befund mit diskreter frontokortikaler Atrophie, jedoch ohne Hinweis auf akute Ischämie oder Raumforderungen.

Ground Truth

Bestätigte Diagnose:Schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom
1
Schwere depressive Episode mit somatischem SyndromF32.2hoch

Gewichtsverlust > 5% · Früherwachen · Gefühl der Gefühllosigkeit · Psychomotorische Agitiertheit · tiefe Gedrücktheit

2
SomatisierungsstörungF45.0mittel

Globusgefühl · Tinnitus · therapieresistente körperliche Beschwerden ohne organischen Befund

3
AnpassungsstörungF43.2mittel

Berufliche Überforderungssituation · zeitlicher Zusammenhang der Symptomatik

4
Subklinische HypothyreoseE02gering

Leicht erhöhter TSH-Wert · Antriebsminderung · Bradykinese

5
Beginnendes Parkinson-SyndromG20.0gering

Haltetremor · Bradykinese · Depressive Begleitsymptomatik

Modell-Ergebnisse (13)

Top-1
Top-3
1.00DDx F1
5Reasoning
4Plausib.
4Red Flags
1
Major depressive episode, schwergradig, mit psychomotorischer Agitiertheit

Vier Monate anhaltende Antriebsminderung, sozialer Rückzug, anhaltende innere Unruhe, schwere Schlafstörungen, Gewichtsverlust von 7 kg, Inappetenz, tief gedrückte Stimmung, eingeschränkter Affekt und Lebensmüdigkeit passen klassisch zu einer schweren Depression; die psychomotorische Agitiertheit (Nesteln, Umherlaufen) ist ein typisches Begleitsymptom.

2
Subklinische Hypothyreose

Erhöhter TSH (4,9 mU/l) bei normalem fT4 kann depressive Symptome, Müdigkeit, Gewichtverlust und kognitive Verlangsamung verstärken; daher ist eine Mitwirkung wahrscheinlich, jedoch nicht die Hauptursache.

3
Frühes Parkinson-Syndrom (Parkinson-Krankheit)

Feinschlägiger Haltetremor, milde Bradykinese und psychomotorische Agitiertheit können frühe motorische Manifestationen einer Parkinson-Erkrankung sein, die häufig mit depressiven Verstimmungen einhergeht.

4
Somatisierungsstörung / somatoforme Störung mit vorherrschendem Tinnitus

Therapieresistenter, beidseitiger Tinnitus und persistierendes Globusgefühl ohne organischen Befund können als somatoforme Beschwerden im Kontext einer depressiven Grundstörung auftreten und die Symptomlast verstärken.

5
Anpassungsstörung mit depressiver Stimmung

Die inhaltlichen Gedanken kreisen um berufliche Überforderung und existenzielle Sorgen; jedoch übersteigt die Dauer und Schwere der Symptome (vier Monate, erhebliche Gewichtsabnahme, Schlafstörung) typischerweise das Muster einer reinen Anpassungsstörung.

Top-1
Top-3
0.89DDx F1
4Reasoning
4Plausib.
3Red Flags
1
Schwere depressive Episode

Die Symptomtrias aus tiefer gedrückter Stimmung, Antriebsminderung mit Agitiertheit, Schlafstörungen (Früherwachen), Gewichtsverlust durch Inappetenz und ausgeprägter Lebensmüdigkeit entspricht dem klassischen Bild einer schweren Depression.

2
Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion

Die berufliche Überforderung als zentraler Gedankeninhalt und der zeitliche Zusammenhang mit dem sozialen Rückzug legen eine maladaptive Reaktion auf psychosoziale Belastungsfaktoren nahe.

3
Subklinische Hypothyreose

Das leicht erhöhte TSH bei grenzwertigem fT4, der Tremor, die Antriebsminderung und depressive Symptomatik können auf eine Schilddrüsenfehlfunktion als Mitverursacher hinweisen.

4
Somatoforme Störung

Das organisch abgeklärte Globusgefühl und der therapieresistente Tinnitus können Ausdruck einer somatoformen Störung im Rahmen der depressiven Erkrankung sein.

Top-1
Top-3
0.40DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom

Die Symptomatik mit progredientem sozialem Rückzug, Antriebsminderung, gedrückter Stimmung, Schlafstörungen (Früherwachen), Gewichtsverlust, Inappetenz und Gefühl der emotionalen Leere erfüllt die Kriterien einer schweren depressiven Episode mit somatischem Syndrom. Die psychomotorische Agitiertheit und die positive Familienanamnese für affektive Erkrankungen stützen dies.

2
Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion

Die Symptome wie innere Unruhe, Antriebsminderung und Grübeln über berufliche Überforderung und existenzielle Sorgen könnten auf eine Reaktion auf einen identifizierbaren psychosozialen Stressor (Beruf) hindeuten, wobei die Schwere und Dauer der Symptome (4 Monate) die Kriterien einer depressiven Episode bereits überschreiten.

3
Hypothyreose mit depressiver Symptomatik

Das laborchemisch grenzwertig erhöhte TSH (4,9 mU/l) bei niedrig-normalem fT4 kann auf eine beginnende Schilddrüsenunterfunktion hindeuten, die depressive Symptome, Antriebsminderung, Gewichtsverlust, Bradykinese und Tremor erklären könnte.

4
Alkoholbezogene Störung

Die erhöhte Gamma-GT und das erhöhte MCV sind indirekte Hinweise auf einen chronischen Alkoholkonsum, der zu depressiver Symptomatik, sozialem Rückzug, Schlafstörungen und Gewichtsverlust führen kann. Der Tinnitus könnte ebenfalls alkoholassoziiert sein.

5
Somatoforme autonome Funktionsstörung des oberen Gastrointestinaltraktes

Das organisch abgeklärte, persistierende Globusgefühl im Halsbereich kann als somatoforme Symptomatik im Rahmen der depressiven Grunderkrankung oder einer eigenständigen somatoformen Störung gewertet werden.

Top-1
Top-3
0.67DDx F1
3Reasoning
3Plausib.
3Red Flags
1
Depressive Episode

Der Patient zeigt klassische Symptome einer Depression wie Antriebsminderung, Schlafstörungen, Gewichtsverlust, Gefühl der emotionalen Leere und Lebensmüdigkeit.

2
Hypothyreose

Der TSH-Wert ist leicht erhöht, was auf eine subklinische Hypothyreose hindeuten könnte. Symptome wie Antriebsminderung, depressive Verstimmung und Gewichtszunahme (nicht explizit genannt, aber Inappetenz mit Gewichtsverlust könnte ein atypisches Zeichen sein) können auch bei Hypothyreose auftreten.

3
Parkinson-Syndrom

Der Patient zeigt einen feinschlägigen Haltetremor und eine milde Bradykinese, was auf ein Parkinson-Syndrom hindeuten könnte. Allerdings ist das Vollbild eines Parkinson-Syndroms mit den Kardinalsymptomen Tremor, Rigor, Bradykinese und posturaler Instabilität nicht vollständig ausgeprägt.

4
Alkoholabhängigkeit/ -missbrauch

Die Laborwerte zeigen eine leicht erhöhte Gamma-GT und ein erhöhtes MCV, was auf einen möglichen Alkoholmissbrauch hindeuten könnte. Allerdings fehlen direkte Hinweise auf Alkoholkonsum in der Fallvignette.

Top-1
Top-3
0.40DDx F1
3Reasoning
4Plausib.
4Red Flags
1
Depressive Episode

Der Patient zeigt typische Symptome einer depressiven Episode, wie Antriebsminderung, innere Unruhe, Schlafstörungen, Gewichtsverlust, Inappetenz und ein Gefühl der emotionalen Leere. Die psychopathologische Untersuchung ergibt eine tief gedruckte Stimmung und einen eingeschränkten Affekt.

2
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Der Patient hat einen erhöhten TSH-Wert, der auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweist. Dies könnte zu Symptomen wie Müdigkeit, Antriebsminderung und Gewichtsverlust führen. Die Laborwerte und die klinischen Symptome sprechen für eine mögliche Hypothyreose.

3
Anxiety Disorder

Der Patient berichtet über eine persistierende innere Unruhe und zeigt ein Globusgefühl im Halsbereich, was auf eine Angststörung hinweisen könnte. Die psychomotorische Agitiertheit und der feinschlägige Haltetremor der Hände könnten ebenfalls mit einer Angststörung in Zusammenhang stehen.

4
Parkinson-Syndrom

Der Patient zeigt eine milde Bradykinese und einen feinschlägigen Haltetremor der Hände, was auf ein Parkinson-Syndrom hinweisen könnte. Die frontokortikale Atrophie im kranialen CT könnte ebenfalls mit einem Parkinson-Syndrom in Zusammenhang stehen.

5
Alkoholabhängigkeit

Der Patient hat einen erhöhten Gamma-GT-Wert, was auf einen Alkoholkonsum hinweisen könnte. Die Laborwerte und die klinischen Symptome könnten auch auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen.

Top-1
Top-3
0.60DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
4Red Flags
1
Depressive Episode, mittelschwer bis schwer

Die Kernsymptome Antriebsminderung, soziale Rückzug, Schlafstörungen, Inappetenz und Gewichtsverlust sprechen stark für eine Depression. Die psychomotorische Agitiertheit und die tief gedrückte Stimmung unterstützen diese Diagnose.

2
Anpassungsstörung mit depressiver Stimmung

Die berichtete berufliche Überforderung könnte als auslösender Stressor für die Symptomatik dienen. Allerdings ist der Schweregrad und die Persistenz der Symptome (4 Monate) eher für eine depressive Episode typisch.

3
Hypothyreose (subklinisch)

Das leicht erhöhte TSH bei normalem fT4 könnte auf eine subklinische Hypothyreose hindeuten, welche depressive Symptome imitieren oder verstärken kann. Eine weitere Abklärung der Schilddrüsenfunktion ist indiziert.

4
Beginnende Parkinson-Krankheit

Der Haltetremor und die milde Bradykinese könnten frühe Anzeichen einer Parkinson-Krankheit sein. Die frontokortikale Atrophie im CT könnte im Zusammenhang stehen, obwohl sie unspezifisch ist.

5
Somatoforme Störung

Das persistierende Globusgefühl ohne organischen Befund und der therapieresistente Tinnitus könnten somatoforme Symptome darstellen, die im Rahmen einer psychischen Belastung auftreten. Dies ist jedoch weniger wahrscheinlich als eine primär affektive Störung.

Top-1
Top-3
0.22DDx F1
3Reasoning
3Plausib.
3Red Flags
1
Major Depression mit somatischen Symptomen

Die Symptome wie progredienter sozialer Rückzug, Antriebsminderung, innere Unruhe, Schlafstörungen, Gewichtsverlust, Inappetenz und tief gedrückte Stimmung sprechen für eine schwere depressive Episode. Die somatischen Symptome wie Tinnitus und Globusgefühl können als somatische Ausdrucksformen der Depression interpretiert werden.

2
Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) mit psychiatrischen Symptomen

Der leicht erhöhte TSH-Wert (4,9 mU/l) könnte auf eine subklinische Hypothyreose hinweisen, die zu Symptomen wie Antriebsminderung, Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Stimmungsveränderungen führen kann. Die feinschlägige Bradykinese könnte ebenfalls mit einer Schilddrüsenunterfunktion in Zusammenhang stehen.

3
Anxiety Disorder (generalisierte Angststörung) mit depressiver Komorbidität

Die innere Unruhe, psychomotorische Agitiertheit und Schlafstörungen könnten auch auf eine generalisierte Angststörung hinweisen, die oft mit depressiven Symptomen komorbid verläuft. Die Tatsache, dass der Patient keine Wahnvorstellungen und keine akute Suizidalität zeigt, spricht jedoch eher für die zuerst genannte Diagnose.

4
Alkoholabhängigkeit mit Entzugserscheinungen

Der erhöhte Gamma-GT-Wert (78 U/l) könnte auf einen erhöhten Alkoholkonsum hinweisen, der zu Entzugserscheinungen wie innerer Unruhe, Schlafstörungen und psychomotorischer Agitiertheit führen kann. Die fehlenden anderen typischen Entzugserscheinungen und die Anamnese sprechen jedoch eher gegen diese Diagnose.

Top-1
Top-3
0.20DDx F1
3Reasoning
3Plausib.
3Red Flags
1
Depressive Episode, mittlere Schwere

Die klinischen Symptome wie sozialer Rückzug, Antriebsminderung, innere Unruhe, Schlafstörungen, Gewichtsverlust, Inappetenz, emotionale Leere, psychomotorische Agitiertheit, tief gedrückte Stimmung, eingeschränkter Affekt, verlangsamtes Denken und existenzielle Sorgen sprechen für eine depressive Episode.

2
Hypothyreose

Die erhöhte TSH-Wert und der normale fT4-Wert deuten auf eine subklinische Hypothyreose hin, die symptomatisch mit Müdigkeit, Gewichtsverlust, psychomotorischer Agitiertheit und Bradykinese assoziiert sein kann.

3
Anxiety Disorder

Die innere Unruhe, die massiven Schlafstörungen und das Gefühl der emotionalen Leere können auch auf eine Angststörung hindeuten, insbesondere wenn diese Symptome die primäre Belastung darstellen.

4
Organische ZNS-Erkrankung (z.B. frontotemporale Demenz)

Die psychomotorische Agitiertheit, die Bradykinese und die diskrete frontokortikale Atrophie im kranialen CT könnten auf eine beginnende organische ZNS-Erkrankung hinweisen, obwohl die Symptome eher depressiv wirken.

5
Medikamenteninduzierte Depression

Der Patient nimmt Medikamente zur Behandlung des Hypertonus, die in seltenen Fällen depressogene Nebenwirkungen haben können. Dies sollte abgeklärt werden, insbesondere wenn die Depression plötzlich aufgetreten ist.

Top-1
Top-3
0.80DDx F1
3Reasoning
3Plausib.
3Red Flags
1
Depressive Episode

Der Patient zeigt typische Symptome einer depressiven Episode wie Antriebsminderung, innere Unruhe, Ein- und Durchschlafstörungen, Gewichtsverlust und ein Gefühl der emotionalen Leere. Die positive Familienanamnese für affektive Erkrankungen unterstützt diese Diagnose.

2
Schwere depressive Episode mit somatischen Symptomen

Die zusätzlichen somatischen Symptome wie Tinnitus und Globusgefühl, die organisch nicht erklärt werden können, sowie der Haltetremor und die Bradykinese deuten auf eine schwerere depressive Episode hin.

3
Subklinische Hypothyreose

Der leicht erhöhte TSH-Wert bei normalem fT4-Wert könnte auf eine subklinische Hypothyreose hinweisen, die ebenfalls depressive Symptome verursachen kann.

4
Anpassungsstörung

Die berufliche Überforderung und existenzielle Sorgen könnten eine Anpassungsstörung verursachen, die zu den beschriebenen Symptomen führen kann.

5
Parkinson-Syndrom

Die milde Bradykinese und der Haltetremor könnten auf ein Parkinson-Syndrom hinweisen, das ebenfalls depressive Symptome verursachen kann.

Top-1
Top-3
0.00DDx F1
2Reasoning
2Plausib.
2Red Flags
1
Major Depression

Patient zeigt multiple depressive Symptome wie Antriebsminderung, Inappetenz, Gewichtsverlust, Schlafstörungen, psychomotorische Agitiertheit und ausgeprägte Lebensmüdigkeit. Zudem ist die Stimmung tief gedrückt und die Mutter der Patientin hat eine affektive Erkrankung.

2
Dysthymia

Der lang andauernde Verlauf der Symptome und die chronische Antriebsminderung könnten auf eine Dysthymia hinweisen, jedoch sind die Symptome aktuell deutlich ausgeprägter als normalerweise bei einer Dysthymia.

3
Bipolar Störung

Die Möglichkeit einer bipolaren Störung kann nicht ausgeschlossen werden, da eine Hypomanie nicht immer offensichtlich ist und die Stimmungsschwankungen vom Patienten möglicherweise nicht wahrgenommen oder berichtet werden. Eine sorgfältige Anamnese ist erforderlich.

4
Schizoaffektive Störung

Die Kombination von depressiven Symptomen und psychotischen Symptomen wie dem Globusgefühl könnte auf eine schizoaffektive Störung hinweisen, jedoch sind die psychotischen Symptome aktuell nicht ausgeprägt genug.

Top-1
Top-3
0.60DDx F1
2Reasoning
2Plausib.
2Red Flags
1
Hypothyreose

Der erhöhte TSH-Wert (4,9 mU/l) in Kombination mit dem niedrigen fT4-Wert (1,1 ng/dl) deutet auf eine Hypothyreose hin. Die Symptomatik wie Antriebsminderung, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Kälteintoleranz und psychische Veränderungen (Depression, Verlangsamung des Denkens) passen gut zu dieser Diagnose. Der Tinnitus kann ebenfalls ein Begleitsymptom sein.

2
Depressive Störung, schwerer Typ

Der soziale Rückzug, die Antriebsminderung, die emotionale Leere, der Gewichtsverlust, die Schlafstörungen und die Lebensmüdigkeit sind klassische Symptome einer schweren Depression. Die positive Familienanamnese für affektive Erkrankungen unterstützt diese Diagnose. Die psychomotorische Agitiertheit und die gedrückte Stimmung passen ebenfalls dazu.

3
Parkinson-Krankheit

Der feinschlägige Haltetremor der Hände und die milde Bradykinese sind Hinweise auf eine Parkinson-Krankheit. Die Verlangsamung des Denkens und die psychomotorische Verlangsamung können ebenfalls auftreten. Die Hypothyreose kann die Parkinson-Symptomatik verstärken oder maskieren.

4
Subklinische Schilddrüsenfunktionsstörung/Schilddrüsenunterfunktion

Obwohl der TSH und fT4 Werte nicht eindeutig eine manifeste Schilddrüsenunterfunktion belegen, können sie eine subklinische Beeinträchtigung darstellen, die die beschriebene Symptomatik erklären könnte. Die leichte Abweichung des TSH-Wertes und der fT4-Werte könnte eine Ursache für die Antriebslosigkeit und die psychischen Symptome sein.

5
Vitamin D-Mangel

Vitamin D-Mangel kann zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit und depressiven Symptomen führen. Obwohl keine direkten Laborwerte für Vitamin D vorliegen, ist ein Mangel in der gegebenen Symptomatik nicht auszuschließen und sollte ggf. untersucht werden.

Top-1
Top-3
0.00DDx F1
2Reasoning
2Plausib.
2Red Flags
1
Majore Depression

Der Patient zeigt eine tief gedrückte Stimmung, eine psychomotorische Agitiertheit, eine Lebensmüdigkeit und eine ausgeprägte Inappetenz. Die Gedanken kreisen um berufliche Überforderung und existenzielle Sorgen, was auf eine depressive Störung hinweist. Die feinschlägige Haltetremor und die milde Bradykinese können als vegetative Symptome einer Depression interpretiert werden.

2
Anxiety-Depressionszustand

Der Patient berichtet über eine persistierende innere Unruhe und ein Gefühl der 'völligen emotionalen Leere', was auf eine Angststörung hinweist. Die Kombination mit depressiven Symptomen wie Stimmungstief und Lebensmüdigkeit spricht für einen Anxiety-Depressionszustand.

3
Schizophrenie

Der Patient zeigt eine psychomotorische Agitiertheit und ein eingeschränktes Affektschwingen, was auf eine Schizophrenie hinweisen könnte. Allerdings fehlen Wahnqualitäten und die Gedanken sind noch nicht stark von Halluzinationen geprägt.

4
Thyreotoxikose

Der Patient zeigt eine erhöhte TSH-Wert und eine verminderte fT4-Wert, was auf eine Thyreotoxikose hinweisen könnte. Allerdings fehlen klassische Symptome wie Tachykardie, Schwitzen und Gewichtsverlust.

Top-1
Top-3
0.44DDx F1
2Reasoning
2Plausib.
3Red Flags
1
Dysthymische Störung

Der Patient zeigt klinische Symptome wie soziale Rückzug, Antriebsminderung, innere Unruhe, Ein- und Durchschlafstörungen, emotionalen Leerheitsgefühl und psychomotorische Agitation, die typisch für eine Dysthymische Störung sind. Zusätzlich ist ein persistierender Haltetremor und eine mildere Bradykinese zu beobachten, was mit einer langfristigen Stimmungsminderung in Übereinstimmung ist.

2
Hypothyreose

Die Laborwerte weisen eine Hypothyreose auf, da TSH 4,9 mU/l und fT4 1,1 ng/dl deutlich außerhalb des Normalbereichs liegen. Symptome wie soziale Rückzug, Antriebsminderung, innere Unruhe, Schlafstörungen und psychomotorische Agitation sind typisch für eine Hypothyreose. Die feinschlägige Haltetremor und die mildere Bradykinese sind auch klinisch relevant.

3
Depressive Episode

Der Patient zeigt klinische Symptome wie tief gedrückte Stimmung, starrer und eingeschränkter Affekt, psychomotorische Agitation und Lebensmüdigkeit, die typisch für eine Depressive Episode sind. Zusätzlich ist ein persistierender Haltetremor und eine mildere Bradykinese zu beobachten, was mit einer depressiven Stimmungsminderung in Übereinstimmung ist.

4
Krebs

Der Patient berichtet über einen Gewichtsverlust von 7 kg im letzten Quartal, ein persistierendes Globusgefühl im Halsbereich und eine milde Bradykinese. Diese Symptome könnten auf eine maligne Erkrankung hinweisen, insbesondere wenn es sich um einen Halskrebs handelt. Allerdings sind die körperlichen Befunde bisher ohne organische Ursache abzulehnen.

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