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GastroenterologiemittelKlinischer Text
Vorstellung/Aufnahmegrund: Der 58-jährige Patient Herr M. stellte sich aufgrund von seit etwa vier Monaten progredienten, diffusen Oberbauchschmerzen sowie einer ausgeprägten Fatigue vor. Er berichtet zudem über einen ungewollten Gewichtsverlust von 8 kg im letzten Vierteljahr und eine Veränderung der Stuhlgewohnheiten mit 3-4 voluminösen, glänzenden und übelriechenden Stuhlgängen pro Tag. Anamnese: Die medizinische Vorgeschichte ist bis auf eine arterielle Hypertonie und rezidivierende, wandernde Arthralgien der großen Gelenke (insbesondere Knie- und Sprunggelenke) unauffällig. Ein relevanter Alkoholkonsum oder Nikotinabusus wird verneint. Die Familienanamnese hinsichtlich chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen oder Malignome ist leer. Untersuchungsbefund: Patient in reduziertem Allgemeinzustand, Körpergewicht 72 kg bei 182 cm. Das Abdomen ist weich, mit einem diskreten diffusen Druckschmerz im Epigastrium und im rechten Oberquaranten, keine Abwehrspannung, keine tastbaren Resistenzen. Die Darmgeräusche sind lebhaft. Auffällig zeigen sich zwei ca. 1,5 cm große, indolente, gut verschiebliche Lymphknoten zervikal links. Laborwerte: Hämoglobin 10,2 g/dl, MCV 76 fl, Leukozyten 12,4 Gpt/l, CRP 32 mg/l (Norm < 5), Albumin 2,8 g/dl (Norm 3,5-5,2), Ferritin 22 ng/ml. Die Pankreaselastase im Stuhl liegt bei 65 µg/g (Norm > 200). HIV-Serologie negativ, Transglutaminase-Antikörper (IgA) negativ. Bildgebung: Die Abdomensonographie zeigt eine ausgeprägte Wandverdickung des Duodenums und des proximalen Jejunums sowie mehrere vergrößerte mesenteriale Lymphknoten (bis 18 mm). Das Pankreas erscheint morphologisch regelrecht ohne Verkalkungen oder Gangektasien. Eine Gastroduodenoskopie zeigt eine ödematöse, weißlich-gelbliche Imprägnierung der Duodenalschleimhaut mit lymphangiektatischen Veränderungen.
Ground Truth
K90.8hochMalabsorptionssyndrom (Steatorrhö, niedrige Elastase) · Migrierende Arthralgien · Lymphadenopathie · Duodenale Wandverdickung mit weißlichen Infiltraten · Anämie und Hypoalbuminämie
K50.1mittelChronische Bauchschmerzen · Gewichtsverlust · Wandverdickung im Dünndarm · Erhöhtes CRP und Anämie
C83.3mittelB-Symptomatik (Gewichtsverlust) · Lymphadenopathie (zervikal/mesenterial) · Dünndarmwandverdickung
K86.1geringExokrine Pankreasinsuffizienz (niedrige Elastase) · Steatorrhö · Oberbauchschmerzen
Modell-Ergebnisse (14)
Klassische Trias aus chronischen Diarrhöen mit Steatorrhö, Gewichtsverlust und Arthralgien, kombiniert mit duodenaler Lymphangiektasie, mesenterialer Lymphadenopathie und laborchemischer Malabsorption (Pankreaselastase ↓, Albumin ↓, mikrozytäre Anämie).
Lymphknotenvergrößerungen (zervikal/mesenterial), duodenale Wandverdickung, B-Symptomatik (Gewichtsverlust, Fatigue) und laborchemische Entzündungszeichen (CRP ↑, Leukozytose) passen zu einer lymphoproliferativen Erkrankung.
Steatorrhö, Malabsorption (Pankreaselastase ↓, Albumin ↓) und duodenale Schleimhautveränderungen sind typisch, obwohl Transglutaminase-AK negativ sind (kann bei refraktärer Zöliakie oder IgA-Mangel vorkommen).
Chronische Diarrhö, Gewichtsverlust, Lymphadenopathie und Entzündungszeichen (CRP ↑) können auf eine intestinale Tuberkulose hindeuten, besonders bei duodenaler Beteiligung und mesenterialen Lymphknoten.
Steatorrhö und erniedrigte Pankreaselastase passen zur exokrinen Insuffizienz, allerdings fehlen typische bildmorphologische Zeichen (Verkalkungen, Gangektasien) und der Oberbauchschmerz ist eher diffus.
Die Kombination aus exsudativer Enteropathie (Hypoalbuminämie, Lymphopenie), typischen endoskopischen Befunden (weißlich-gelbliche Imprägnierung, Lymphangiektasien) und mesenterialer Lymphadenopathie bei Ausschluss anderer Ursachen ist pathognomonisch.
Die B-Symptomatik (Gewichtsverlust, Fatigue), die tastbaren zervikalen Lymphknoten, die mesenteriale Lymphadenopathie und die ausgeprägte Wandverdickung des Dünndarms passen gut zu einem lymphoproliferativen Prozess.
Die Trias aus chronischen Arthralgien, Malabsorption (Gewichtsverlust, Steatorrhoe) und mesenterialer Lymphadenopathie ist klassisch, wenngleich die fehlende Histologie und die negative HIV-Serologie (bei Tropheryma whipplei irrelevant) die Diagnose noch nicht sichern.
Die erniedrigte Pankreaselastase und Steatorrhoe erklären die Malabsorption, jedoch ist das Pankreas in der Sonographie morphologisch unauffällig und die Schmerzen sind eher diffus als typisch gürtelförmig.
Obwohl eine Malabsorption und Eisenmangelanämie vorliegen, ist die Serologie (Transglutaminase-IgA) negativ und die endoskopischen Befunde sprechen eher für eine Lymphangiectasia als für eine typische Zottenatrophie.
Die Kombination aus Wandverdickung des Dünndarms, vergrößerten mesenterialen Lymphknoten, Malabsorptionszeichen (Steatorrhoe, Gewichtsverlust, Hypalbuminämie) und zervikaler Lymphadenopathie ist hochverdächtig für ein primär intestinales Lymphom.
Die ödematöse, gelbliche Schleimhaut mit Lymphangiektasien, Arthralgien, Steatorrhoe, Gewichtsverlust und Lymphadenopathie sind klassisch für eine Tropheryma-whipplei-Infektion, auch wenn die Symptomatik relativ akut erscheint.
Trotz negativer Transglutaminase-Antikörper kann eine seronegative Zöliakie mit Malabsorptionssyndrom, Dünndarmwandverdickung und Lymphadenopathie vorliegen, insbesondere bei atypischer Präsentation.
Die Dünndarmwandverdickung, Lymphadenopathie, erhöhte Entzündungsparameter (CRP, Leukos) und extraintestinale Manifestation (Arthralgien) sind vereinbar mit einem Morbus Crohn, wobei die fehlende Abwehrspannung und die spezifische Endoskopie eher dagegen sprechen.
Die Kombination aus diffusen Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust, veränderten Stuhlgewohnheiten, Arthralgien und den bildgebenden Befunden (Wandverdickung des Duodenums und Jejunums, vergrößerte mesenteriale Lymphknoten) sowie der reduzierten Pankreaselastase im Stuhl spricht für eine Malabsorption, die bei der Whipple-Krankheit typisch ist.
Die vergrößerten Lymphknoten (zervikal und mesenterial), die Wandverdickung des Duodenums und Jejunums sowie die systemischen Symptome (Gewichtsverlust, Fatigue) könnten auf ein Lymphom hinweisen.
Die Symptome wie Oberbauchschmerzen, veränderte Stuhlgewohnheiten und Gewichtsverlust könnten auch auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung hindeuten, obwohl die Familienanamnese leer ist. Die bildgebenden Befunde könnten ebenfalls damit vereinbar sein.
Die reduzierte Pankreaselastase im Stuhl weist auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz hin, die jedoch nicht durch eine offensichtliche Pankreaserkrankung (da das Pankreas morphologisch regelrecht erscheint) erklärt wird.
Chronische, progrediente Oberbauchschmerzen, signifikanter Gewichtsverlust, steatorrehäusige Stühle, niedrige Pankreaselastase, diffuse Duodenalwandverdickung mit lymphangiektatischen Veränderungen, mesenteriale Lymphadenopathie und wandernde Arthralgien passen klassisch zur Whipple-Krankheit.
Mesenteriale Lymphknoten bis 18 mm, duodenale Wandverdickung, systemische Symptome (Gewichtsverlust, Anämie, erhöhte CRP) und malabsorbierende Diarrhö können durch ein intestinales Lymphom erklärt werden.
Chronische Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust, steatorrehäusige Stühle, segmentale Wandverdickung des Duodenums/Jejunums, mesenteriale Lymphadenopathie und systemische Entzündungszeichen (CRP, Leukozytose) sind typische Befunde bei Crohn.
Malabsorption mit steatorrehäusigen Stühlen, Gewichtsverlust, niedrige Albumin- und Ferritinwerte sowie duodenale Schleimhautveränderungen könnten auf Zöliakie hinweisen, obwohl die IgA‑Transglutaminase negativ ist.
Niedrige Pankreaselastase im Stuhl und steatorrehäusige Diarrhö deuten auf exokrine Pankreasinsuffizienz hin; jedoch fehlt eine morphologische Pankreasveränderung in der Sonographie, was die Diagnose weniger wahrscheinlich macht.
Die Kombination aus Oberbauchschmerzen, Fatigue, Gewichtsverlust, veränderten Stuhlgewohnheiten (voluminös, glänzend, übelriechend, Hinweis auf Malabsorption), Anämie (Hb 10,2, MCV 76), niedrigem Albumin (2,8), erhöhten Entzündungsparametern (Leukozyten 12,4, CRP 32), Pankreasinsuffizienz (Pankreaselastase 65), Lymphknoten (zervikal, mesenterial), und den endoskopischen Befunden (ödematöse, weißlich-gelbliche Imprägnierung, Lymphangiektasien) im Duodenum passt sehr gut zu Morbus Whipple. Die Arthralgien können ebenfalls im Rahmen der systemischen Manifestation auftreten.
Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust, Fatigue, veränderte Stuhlgewohnheiten, Anämie, erhöhte Entzündungsparameter und mesenteriale Lymphknoten können bei Morbus Crohn auftreten, insbesondere bei Befall des oberen GI-Trakts (Duodenum, Jejunum). Die endoskopischen Befunde könnten ebenfalls passen, obwohl die typische Darstellung von Aphthen, Ulzerationen oder Strikturen fehlt. Die fehlende Familienanamnese spricht etwas dagegen, schließt es aber nicht aus. Die Pankreasinsuffizienz ist weniger typisch, kann aber vorkommen.
Gewichtsverlust, Fatigue, Oberbauchschmerzen, veränderte Stuhlgewohnheiten, Anämie, erhöhte Entzündungsparameter, Lymphknoten (zervikal, mesenterial) und die Duodenalwandverdickung sowie endoskopischen Veränderungen könnten auf ein Lymphom hindeuten, insbesondere ein MALT-Lymphom des Duodenums. Die Pankreasinsuffizienz ist untypisch.
Gewichtsverlust, Oberbauchschmerzen, Fatigue, Anämie und Pankreasinsuffizienz (obwohl das Pankreas sonographisch unauffällig war) könnten auf ein Pankreaskarzinom hindeuten. Ein Tumor könnte den Duodenumballbereich infiltieren und zu den beobachteten Symptomen und endoskopischen Befunden führen. Die mesenterialen Lymphknoten könnten Metastasen darstellen. Die fehlenden spezifischen Tumormarker und die unauffällige Sonographie sprechen jedoch dagegen.
Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust, Fatigue, veränderte Stuhlgewohnheiten (Malabsorption), Anämie, niedriges Albumin und Pankreasinsuffizienz können bei Zöliakie auftreten. Die Duodenalbiopsie (falls durchgeführt) würde typische Veränderungen zeigen. Die negativen Transglutaminase-Antikörper sprechen gegen eine klassische Zöliakie, schließen aber eine atypische oder refraktäre Form nicht aus. Die Lymphknoten und die ausgeprägte Duodenalwandverdickung sind jedoch weniger typisch.
Die Kombination aus progredienten Oberbauchschmerzen, Fatigue, ungewolltem Gewichtsverlust, Veränderung der Stuhlgewohnheiten mit voluminösen, glänzenden und übelriechenden Stuhlgängen sowie die laborchemischen und bildgebenden Befunde wie die Wandverdickung des Duodenums und des proximalen Jejunums, vergrößerte mesenteriale Lymphknoten und die lymphangiektatischen Veränderungen in der Gastroduodenoskopie sprechen für diese seltene bakterielle Infektion.
Die Veränderung der Stuhlgewohnheiten mit voluminösen, glänzenden und übelriechenden Stuhlgängen, der ungewollte Gewichtsverlust und die laborchemischen Befunde wie die niedrige Pankreaselastase im Stuhl könnten auf eine Zöliakie hinweisen, obwohl die Transglutaminase-Antikörper (IgA) negativ sind.
Die Präsenz von vergrößerten Lymphknoten, sowohl zervikal als auch mesenterial, in Kombination mit den allgemeinen Symptomen wie Fatigue, Gewichtsverlust und der ausgeprägten Entzündungsreaktion (CRP 32 mg/l) könnte auf ein Lymphom hinweisen.
Die Kombination aus Oberbauchschmerzen, Veränderung der Stuhlgewohnheiten, ungewolltem Gewichtsverlust und den bildgebenden Befunden wie der Wandverdickung des Duodenums und des proximalen Jejunums könnte auch auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung hinweisen, obwohl die Familienanamnese leer ist.
Die niedrige Pankreaselastase im Stuhl könnte auf eine Pankreasinsuffizienz hinweisen, aber die morphologisch regelrechte Darstellung des Pankreas in der Abdomensonographie ohne Verkalkungen oder Gangektasien spricht gegen diese Diagnose.
Die Kombination aus diffusen Oberbauchschmerzen, ausgeprägter Fatigue, ungewolltem Gewichtsverlust, Veränderung der Stuhlgewohnheiten und der Laborwerte (insbesondere der niedrigen Pankreaselastase im Stuhl) sowie die Ergebnisse der Gastroduodenoskopie (lymphangiektatische Veränderungen) und der Abdomensonographie (Wandverdickung des Duodenums und des proximalen Jejunums) sprechen für eine Whipple-Erkrankung.
Die Veränderung der Stuhlgewohnheiten und die niedrige Pankreaselastase im Stuhl könnten auch auf eine Celiakie hinweisen, obwohl die Transglutaminase-Antikörper negativ sind.
Die vergrößerten mesenterialen Lymphknoten und die lymphangiektatischen Veränderungen in der Gastroduodenoskopie könnten auch auf ein Lymphom hinweisen.
Die diffusen Oberbauchschmerzen, die Veränderung der Stuhlgewohnheiten und die Laborwerte könnten auch auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung hinweisen, obwohl die Familienanamnese leer ist.
Die Symptome wie Gewichtsverlust, Fatigue und Veränderungen der Stuhlgewohnheiten sowie die ödematöse, weißlich-gelbliche Imprägnierung der Duodenalschleimhaut sprechen für eine Zöliakie. Die negativen Transglutaminase-Antikörper schließen diese Diagnose jedoch nicht aus, da sie in einigen Fällen falsch-negativ sein können.
Die progredienten Oberbauchschmerzen, der Gewichtsverlust und die Wandverdickung des Duodenums und des proximalen Jejunums könnten auf ein Magen-Darm-Malignom hinweisen. Die vergrößerten mesenterialen Lymphknoten unterstützen diese Vermutung.
Die Symptome wie Gewichtsverlust, Fatigue, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten und die Wandverdickung des Duodenums und des proximalen Jejunums könnten auf Morbus Crohn hinweisen. Die rezidivierenden, wandernden Arthralgien unterstützen diese Diagnose zusätzlich.
Die niedrige Pankreaselastase im Stuhl und die Symptome wie Gewichtsverlust und Veränderungen der Stuhlgewohnheiten könnten auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz hinweisen. Allerdings erscheint das Pankreas morphologisch regelrecht, was diese Diagnose weniger wahrscheinlich macht.
Die vergrößerten mesenterialen Lymphknoten und die zervikalen Lymphknoten könnten auf ein Lymphom hinweisen. Die Symptome wie Gewichtsverlust und Fatigue unterstützen diese Diagnose zusätzlich.
Die Kombination aus chronischen Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust, veränderten Stuhlgewohnheiten (voluminöse, übelriechende Stühle), entzündlichen Laborwerten (CRP, Leukozyten) und den sonographischen/endoskopischen Befunden (Duodenalwandverdickung, Lymphknotenvergrößerung, lymphangiektatische Veränderungen) sprechen stark für eine Beteiligung des oberen Verdauungstrakts im Rahmen eines Morbus Crohn.
Die zervikalen Lymphknoten, die Gewichtsabnahme, die entzündlichen Laborwerte und die Duodenalwandverdickung können auch auf ein Lymphom hindeuten. Die endoskopischen Veränderungen könnten durch Infiltration der Schleimhaut erklärt werden.
Obwohl das Pankreas sonographisch unauffällig ist, könnte eine chronische Pankreatitis mit exokriner Insuffizienz (niedrige Pankreaselastase) die Oberbauchschmerzen und die Malabsorption erklären. Die Gewichtsabnahme und die veränderten Stuhlgewohnheiten passen ebenfalls dazu.
Trotz negativer Transglutaminase-Antikörper kann eine atypische Zöliakie mit Duodenalbeteiligung und Malabsorption in Betracht gezogen werden. Die Duodenalwandverdickung und die Symptome könnten damit vereinbar sein, obwohl die fehlenden Antikörper die Wahrscheinlichkeit reduzieren.
Eine chronische Infektion, insbesondere mit atypischen Erregern, könnte die Symptome verursachen. Die entzündlichen Laborwerte und die Duodenalveränderungen könnten darauf hindeuten, obwohl die Anamnese und die fehlenden spezifischen Befunde dies weniger wahrscheinlich machen.
Die kombinierte Darmschleimhautveränderung mit lymphangiektatischen Läsionen, Wandverdickung des Duodenums und proximalen Jejunums, sowie die Stuhlveränderungen mit Fettstühlen und niedrige Pankreaselastase deuten auf eine Malabsorption hin, typisch für eine enterale Form des Morbus Crohn. Die rezidivierenden Arthralgien und die systemische Entzündungszeichen (erhöhtes CRP, Anämie, Hypoalbuminämie) unterstützen die Diagnose.
Die Fettstühle, Malabsorption, Hypoalbuminämie, Mikrozytäre Anämie und die Veränderungen der Duodenalschleimhaut mit Ödemen und lymphangiektatischen Veränderungen sind typisch für Zöliakie. Obwohl die Transglutaminase-Antikörper negativ sind, kann dies bei unzureichender Glutenzufuhr oder seltenen IgA-Mangel-Fällen vorkommen; eine Diagnose erfordert daher weiterführende Abklärung.
Die progrediente Gewichtsabnahme, die Fatigue, die Lymphknotenvergrößerung zervikal, die Malabsorption und die Wandverdickung des Duodenums mit mesenterialen Lymphknotenvergrößerungen erinnern an ein malignes Lymphom oder ein Adenokarzinom des Dünndarms. Die fehlende familiäre Belastung und die untypische Lokalisation (Duodenum) sprechen nicht entscheidend gegen eine maligne Erkrankung.
Die niedrige Pankreaselastase im Stuhl (< 200 µg/g) und die Fettstühle mit Glänz- und Übelriechen sind eindeutige Hinweise auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz. Obwohl das Pankreas morphologisch unauffällig ist, kann eine funktionelle Insuffizienz vorliegen, z. B. sekundär bei Morbus Crohn oder Zöliakie.
Die chronische Diarrhö, Gewichtsverlust und Malabsorption könnten auch auf eine chronische Infektion wie eine Mykobakterien-Enteritis (z. B. Tuberkulose) hindeuten. Allerdings fehlen typische Risikofaktoren, und die klinische Symptomatik mit Lymphknotenvergrößerung und Schleimhautveränderungen ist eher für eine entzündliche oder maligne Erkrankung typisch.
Der Patient zeigt mit chronischen, progredienten Oberbauchschmerzen, ungewolltem Gewichtsverlust, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten und Hypoalbuminämie klassische Symptome eines Malabsorptionssyndroms. Die Befunde der Abdomensonographie, Gastroduodenoskopie und Pankreaselastase deuten auf eine lymphangiektatische Jejunitis hin.
Der Morbus Whipple ist eine seltene, bakterielle Infektion des Dünndarms, die mit chronischen Durchfällen, Gewichtsverlust und Abdominalschmerzen einhergeht. Die Befunde der Abdomensonographie und Gastroduodenoskopie können ähnlich wie bei der lymphangiektatischen Jejunitis aussehen. Allerdings ist die Pankreaselastase bei Morbus Whipple normal oder erhöht.
Die Befunde der Abdomensonographie und Gastroduodenoskopie können auch bei Tumorerkrankungen des Dünndarms vorkommen. Die Hypoalbuminämie und der Gewichtsverlust sprechen für eine maligne Erkrankung. Allerdings ist die CRP bei Tumorerkrankungen meist nicht so stark erhöht.
Die progredienten Oberbauchschmerzen, der ungewollte Gewichtsverlust, die veränderte Stuhlgewohnheit mit voluminösen Stuhlgängen, der diffuse Befund in der Abdomensonographie mit Wandverdickung des Duodenums und Jejunums, die vergrößerten mesenterialen Lymphknoten und die lymphangiektatischen Veränderungen in der Gastroduodenoskopie sprechen für eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Der erhöhte CRP-Wert und das niedrige Albumin unterstützen diese Hypothese. Die negative Transglutaminase-Antikörper-Bestimmung macht eine Zöliakie weniger wahrscheinlich, schließt sie aber nicht vollständig aus.
Die akuten Symptome wie Bauchschmerzen, Diarrhoe und Gewichtsverlust könnten auf eine Infektion hindeuten. Die erhöhte Leukozytenzahl und das erhöhte CRP unterstützen diese Möglichkeit. Allerdings ist die chronische Natur der Symptome über 4 Monate und die Befunde in der Bildgebung (Wandverdickung, Lymphknotenvergrößerung) eher für eine chronische Entzündung als eine akute Infektion sprechen.
Der ungewollte Gewichtsverlust, die veränderte Stuhlgewohnheit und die Anämie können bei Malignomen auftreten. Die Wandverdickung im Duodenum und Jejunum sowie die Lymphknotenvergrößerung sind ebenfalls verdächtig. Allerdings ist die negative Familienanamnese für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Malignome etwas gegen diese Diagnose zu sprechen. Die Pankreaselastase im Stuhl ist nicht spezifisch für Malignome.
Obwohl die Transglutaminase-Antikörper negativ sind, kann eine Zöliakie nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Symptome wie Gewichtsverlust, Fatigue und die veränderte Stuhlgewohnheit können auch bei Zöliakie auftreten. Die ödematöse, weißlich-gelbliche Imprägnierung der Duodenalschleimhaut in der Gastroduodenoskopie könnte auf eine Zöliakie hindeuten, ist aber nicht spezifisch.
Die klinischen Symptome wie diffusen Oberbauchschmerz, Fatigue, Gewichtsverlust und veränderte Stuhlgewohnheiten sind typisch für eine CDE. Die Abdomensonographie zeigt eine ausgeprägte Wandverdickung des Duodenums und Jejunums, was häufig bei CDE auftritt. Die lymphangiektatischen Veränderungen in der Gastroduodenoskopie unterstützen diese Diagnose.
Die klinischen Symptome und die Befunde der Abdomensonographie sind auch typisch für EKU. Die lymphangiektatischen Veränderungen in der Gastroduodenoskopie und die vergrößerten mesenterialen Lymphknoten unterstützen diese Diagnose. Allerdings ist die Transglutaminase-Antikörper (IgA) negativ, was EKU eher ausschließt.
Die klinischen Symptome wie Gewichtsverlust, Fatigue und die diffusen Bauchschmerzen sind auch bei MDPS beobachtet. Die Abdomensonographie zeigt eine ausgeprägte Wandverdickung des Duodenums, was auch bei MDPS vorkommt. Die lymphangiektatischen Veränderungen in der Gastroduodenoskopie unterstützen diese Diagnose. Allerdings ist die Pankreaselastase im Stuhl normal, was MDPS eher ausschließt.
Die erhöhten CRP-Werte und die verminderte Pankreaselastase im Stuhl könnten auf eine Entzündung hinweisen. Allerdings sind die klinischen Symptome und die Abdomensonographie eher typisch für eine CDE oder EKU. Die lymphangiektatischen Veränderungen in der Gastroduodenoskopie unterstützen diese Diagnose weniger als die anderen Optionen.