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cr_004

Neurologieeinfach

Klinischer Text

Vorstellung und Aufnahmegrund: Ein 72-jähriger Patient wurde durch den Rettungsdienst in der neurologischen Notaufnahme vorgestellt. Die Ehefrau berichtete über ein plötzlich aufgetretenes hängendes Gesicht rechts sowie eine Schwäche des rechten Arms, die vor ca. 75 Minuten beim gemeinsamen Frühstück akut eingesetzt habe. Zudem habe der Patient Schwierigkeiten gehabt, passende Worte zu finden. Anamnese: In der medizinischen Vorgeschichte sind ein langjähriger arterieller Hypertonus sowie ein bekanntes, paroxysmales Vorhofflimmern dokumentiert. Die medikamentöse Einstellung erfolgte bisher mit Ramipril 5mg und Metoprolol 50mg. Eine orale Antikoagulation wurde aufgrund einer zurückliegenden Sturzproblematik bisher nicht eingeleitet. Der Patient ist Nichtraucher. Untersuchungsbefund: Bei Aufnahme präsentierte sich der Patient wach und zu allen Qualitäten orientiert (GCS 15). Es zeigte sich eine deutliche zentrale Fazialisparese rechts sowie eine motorische Aphasie mit reduzierter Sprachproduktion bei weitgehend erhaltenem Sprachverständnis. In der motorischen Prüfung nach Janda fand sich eine Armhalteparese rechts (Kraftgrad 3/5) sowie eine diskrete Beinsenkerparese rechts (Kraftgrad 4/5). Die Sensibilität war grob neurologisch intakt. Die NIHSS-Score bei Aufnahme lag bei 9 Punkten. Blutdruck 175/95 mmHg, Herzfrequenz 92 bpm, unregelmäßig. Laborwerte: Hämoglobin 14,8 g/dl, Thrombozyten 210.000/µl, Leukozyten 7.500/µl, CRP 2,1 mg/l (Norm < 5), Kreatinin 1,0 mg/dl, Glucose 115 mg/dl, INR 1,1, PTT 28s. Bildgebung: Das initiale native CCT zeigte keine intrakranielle Blutung und keine sicheren Frühzeichen einer Ischämie (ASPECT-Score 10). Die ergänzend durchgeführte CT-Angiographie der hirnversorgenden Gefäße erbrachte den Nachweis eines Abbruchs des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links.

Ground Truth

Bestätigte Diagnose:Ischämischer Schlaganfall (Mediainfarkt links)
1
Ischämischer Schlaganfall (Mediainfarkt links)I63.3hoch

Akutes fokal-neurologisches Defizit · Hemisymptomatik rechts · Vorhofflimmern als Risikofaktor · Verschluss des M1-Segments in der CTA

2
Intrazerebrale Blutung (ICB)I61.9gering

Akute Hemisymptomatik · Arterieller Hypertonus

3
Todd’sche Parese nach epileptischem AnfallG40.9gering

Transientes neurologisches Defizit nach Anfall möglich

4
Komplizierte Migräne (Migraine accompagnée)G43.1sehr gering

Neurologische Ausfälle als Aura-Symptomatik

Modell-Ergebnisse (13)

Top-1
Top-3
0.67DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Akuter ischämischer Schlaganfall, linksseitige Arteria cerebri media (M1) Occlusion, vermutlich kardioembolisch

Plötzlicher rechtsseitiger Fazial- und Armdefizit sowie motorische Aphasie, CT‑Angiographie zeigt M1‑Stenose, bekannte Vorhofflimmern als embolische Quelle.

2
Intrazerebrale Blutung

Akute neurologische Defizite könnten durch eine Blutung verursacht sein, jedoch wurde im initialen CT keine Blutung nachgewiesen, was die Wahrscheinlichkeit mindert.

3
Postiktale (Todd‑)Paralyse nach fokaler Krampfanfall

Ein fokaler Anfall kann zu vorübergehender Hemiparese führen; jedoch fehlt ein Anfallsereignis in der Anamnese und die Bildgebung zeigt eine vaskuläre Occlusion, sodass dies weniger wahrscheinlich ist.

4
Hypoglykämie

Niedriger Blutzucker kann akute neurologische Ausfälle verursachen; im Labor war jedoch ein normaler Glukosespiegel (115 mg/dl), sodass diese Diagnose unwahrscheinlich ist.

5
Akuter Raumforderungseffekt (z. B. Tumor, Metastase) mit sekundärem Gefäßverschluss

Ein plötzliches Auftreten ist untypisch für Tumoren, und die CT zeigte keine Raumforderung; dennoch bleibt es als seltene Möglichkeit bestehen.

Top-1
Top-3
0.89DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Ischämischer Schlaganfall (kardioembolisch)

Plötzliches Auftreten von Fazialisparese, Armmonoparese und motorischer Aphasie bei bekanntem paroxysmalem Vorhofflimmern ohne Antikoagulation, sowie Nachweis eines Gefäßverschlusses (M1-Verschluss links) in der CTA.

2
Intrazerebrale Blutung

Akut aufgetretene fokale neurologische Defizite bei arterieller Hypertonie mit erhöhtem Blutdruck (175/95 mmHg) bei Aufnahme, jedoch schließt das initiale CCT ohne Blutungszeichen diese Diagnose aus.

3
Komplexe Migräne mit Aura

Kann fokale neurologische Symptome wie Aphasie und Hemiparese imitieren, ist aber bei diesem Alter und mit dem vorbestehenden kardiovaskulären Risikoprofil sehr unwahrscheinlich.

4
Todd'sche Lähmung (postiktuales neurologisches Defizit)

Kann fokale neurologische Defizite nach einem nicht beobachteten epileptischen Anfall verursachen, aber die akute Symptomatik ohne Hinweise auf einen Anfall und der Gefäßbefund machen diese Diagnose unwahrscheinlich.

5
Hirnmetastase

Kann zu akuten fokalen neurologischen Ausfällen führen, aber das Fehlen von Anhaltspunkten für eine Tumorerkrankung und der akute Beginn sprechen dagegen.

Top-1
Top-3
0.44DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Ischämischer Schlaganfall (kardioembolisch)

Die akut aufgetretene Hemiparese rechts mit Aphasie, der Nachweis eines Gefäßverschlusses (M1-Verschluss links) in der CT-Angiographie und die anamnestisch bekannte Risikokonstellation aus paroxysmalem Vorhofflimmern ohne Antikoagulation sprechen hochgradig für einen embolischen Hirninfarkt.

2
Intrazerebrale Blutung

Das akute fokal-neurologische Defizit bei einem Patienten mit langjährigem Hypertonus ist typisch, jedoch schließt das unauffällige native CCT eine makroskopische Blutung mit hoher Sicherheit aus.

3
Transitorische ischämische Attacke (TIA)

Die Symptomatik ist zwar akut und passend, jedoch sind die persistierenden neurologischen Defizite (NIHSS 9) und der nachgewiesene Gefäßverschluss in der Bildgebung nicht mit einer TIA vereinbar.

4
Komplexe Migräne mit Aura

Kann zwar fokal-neurologische Ausfälle verursachen, ist aber bei diesem Alter und mit diesem klinischen Profil (fehlende Kopfschmerzanamnese, akutes Maximum, persistierende Defizite) sehr unwahrscheinlich.

5
Hirnmetastase oder intrakranieller Tumor

Kann zwar zu akuten fokalen Defiziten führen (z.B. bei Blutung in eine Metastase), ist aber bei der akuten Symptomatik, dem unauffälligen CCT ohne Raumforderung und der klaren vaskulären Pathologie (Gefäßverschluss) die am wenigsten wahrscheinliche Ursache.

Top-1
Top-3
0.57DDx F1
4Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Schlaganfall (ischämischer Insult)

Der Patient zeigt plötzlich aufgetretene neurologische Ausfälle (zentrale Fazialisparese, Armhalteparese, motorische Aphasie) und hat ein bekanntes Vorhofflimmern, was ein Risikofaktor für embolische Ereignisse ist. Die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links.

2
Transitorische ischämische Attacke (TIA)

Die Symptome des Patienten könnten auch auf eine TIA hinweisen, insbesondere wenn sie innerhalb kurzer Zeit nach Auftreten behandelt werden könnten. Allerdings spricht die nachgewiesene Okklusion in der CT-Angiographie eher für einen manifesten Infarkt.

3
Intrakranielle Blutung mit atypischer Präsentation

Obwohl das initiale CCT keine intrakranielle Blutung zeigte, kann bei entsprechender Klinik eine Blutung nicht vollständig ausgeschlossen werden, insbesondere wenn es sich um eine kleine oder atypisch lokalisierte Blutung handelt.

Top-1
Top-3
0.44DDx F1
3Reasoning
3Plausib.
4Red Flags
1
Akuter ischämischer Schlaganfall

Der Patient zeigt typische Symptome eines akuten ischämischen Schlaganfalls, wie plötzlich aufgetretene Hemiparese, Fazialisparese und Aphasie, bei bekanntem Vorhofflimmern und arteriellem Hypertonus, was das Risiko für eine Embolie erhöht. Die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links, was auf eine Okklusion der Arterie hinweist.

2
Transitorische ischämische Attacke (TIA)

Obwohl die Symptome des Patienten länger als 24 Stunden anhalten, könnte es sich um eine TIA handeln, wenn die Okklusion der Arterie nur vorübergehend ist. Die CT-Angiographie zeigt jedoch einen Abbruch des Kontrastmittelstroms, was eher auf einen akuten ischämischen Schlaganfall hinweist.

3
Hirninfarkt durch Atherothrombose

Der Patient hat einen langjährigen arteriellen Hypertonus und ein bekanntes Vorhofflimmern, was das Risiko für eine Atherothrombose erhöht. Die CT-Angiographie zeigt jedoch keinen Hinweis auf eine Atherothrombose, sondern eher auf eine Embolie.

4
Hirnblutung

Der Patient zeigt keine Anzeichen einer Hirnblutung, wie z.B. eine Verschlechterung des Zustands oder eine Erhöhung des intrakraniellen Drucks. Die CT-Angiographie zeigt auch keine intrakranielle Blutung.

5
Kardioembolischer Schlaganfall

Der Patient hat ein bekanntes Vorhofflimmern, was das Risiko für eine Kardioembolie erhöht. Die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links, was auf eine Embolie hinweist.

Top-1
Top-3
0.50DDx F1
3Reasoning
3Plausib.
2Red Flags
1
Akuter ischämischer Schlaganfall

Die plötzliche Entwicklung einer Fazialisparese rechts, einer Arm- und Beinschwäche rechts sowie einer motorischen Aphasie sind typische Symptome eines Schlaganfalls. Die CT-Angiographie bestätigt einen Verschluss des M1-Segments der Arteria cerebri media links, was die Diagnose weiter untermauert.

2
Transitorische ischämische Attacke (TIA)

Obwohl die Symptome persistieren, könnte es sich initial um eine TIA gehandelt haben, die sich zu einem manifesten Schlaganfall entwickelt hat. Die rasche Entwicklung der Symptome und das Fehlen initialer Veränderungen im CCT könnten dafür sprechen, dass die Ischämie zunächst nur gering war.

3
Subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie (Binswanger-Krankheit)

Der Patient hat Risikofaktoren wie Hypertonus und Vorhofflimmern, die zu einer chronischen Minderperfusion und einer subkortikalen Schädigung führen können. Eine akute Verschlechterung auf dieser Basis könnte die Symptome erklären, auch wenn die CT-Angiographie einen akuten Verschluss zeigt, der die zugrundeliegende Pathologie verstärkt.

4
Migräne mit Aura

Obwohl weniger wahrscheinlich aufgrund des Alters des Patienten und des Vorliegens von vaskulären Risikofaktoren, kann eine Migräne mit komplexer Aura, die sich als fokale neurologische Defizite manifestiert, in Betracht gezogen werden. Allerdings ist die Aphasie untypisch für eine Migräne-Aura.

Top-1
Top-3
0.25DDx F1
2Reasoning
2Plausib.
1Red Flags
1
Akuter ischämischer Schlaganfall (M1-Okklusion)

Plötzlicher Beginn von Fazialisparese, Armhalteparese und Aphasie, kombiniert mit dem Nachweis eines Kontrastmittelabbruchs im M1-Segment der Arteria cerebri media links in der CT-Angiographie, sprechen für eine akute ischämische Schlaganfall-Ereignis.

2
Transitorische ischämische Attacke (TIA) mit kurzfristiger M1-Stenose/Okklusion

Obwohl die Symptome länger als 24 Stunden andauern, könnte eine kurzfristige M1-Okklusion/Stenose zu einem TIA-ähnlichen Ereignis geführt haben, das sich jedoch länger als erwartet manifestiert.

3
Hirninfarkt bei kardioembolischem Ereignis (aufgrund des paroxysmalen Vorhofflimmerns)

Das bekannte paroxysmale Vorhofflimmern erhöht das Risiko für kardioembolische Ereignisse, die zu einem Hirninfarkt führen können. Die M1-Okklusion könnte in diesem Kontext embolischer Natur sein.

4
Vaskulitis oder entzündliche Gefäßerkrankung (z.B. Giant-Cell-Arteriitis)

Eine entzündliche Gefäßerkrankung könnte zu einer M1-Stenose/Okklusion führen, ist jedoch angesichts des plötzlichen Beginns und der spezifischen neurologischen Defizite weniger wahrscheinlich.

Top-1
Top-3
0.44DDx F1
4Reasoning
3Plausib.
3Red Flags
1
Akuter ischämischer Schlaganfall

Die akute Einseitigkeit der neurologischen Defizite (Fazialisparese, Arm- und Beinparese, motorische Aphasie) sowie der Nachweis eines Abbruchs des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links sprechen für einen akuten ischämischen Schlaganfall.

2
Transitorische ischämische Attacke (TIA)

Die akute Einseitigkeit der neurologischen Defizite könnte auch auf eine TIA hinweisen, jedoch spricht die Dauer der Symptome (75 Minuten) und die CT-Angiographie für einen ischämischen Schlaganfall.

3
Hirnvenenthrombose

Obwohl die CT-Angiographie keinen direkten Nachweis einer Venenthrombose liefert, könnte eine Venenthrombose die neurologischen Symptome erklären. Allerdings ist dies weniger wahrscheinlich im Vergleich zu einem ischämischen Schlaganfall.

4
Migräne mit komplizierter Aura

Die akute Einseitigkeit der neurologischen Symptome könnte auch auf eine Migräne mit komplizierter Aura hinweisen, jedoch sind die neurologischen Defizite zu ausgeprägt und die Dauer zu lang für eine typische Migräne.

5
Hypoglykämie

Die akute neurologische Symptomatik könnte auch durch eine Hypoglykämie verursacht werden, jedoch ist der Blutzuckerspiegel bei Aufnahme im Normalbereich.

Top-1
Top-3
0.67DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Ischämischer Schlaganfall

Die akute Symptomatik mit Fazialisparese, motorischer Aphasie und Hemiparese sowie der Nachweis eines Abbruchs des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links in der CT-Angiographie sprechen für einen ischämischen Schlaganfall.

2
Transitorische ischämische Attacke (TIA)

Obwohl die Symptome länger als eine Stunde bestehen, könnte eine TIA in Betracht gezogen werden, wenn die Symptome vollständig zurückgehen. Die klinischen Befunde und die Bildgebung deuten jedoch eher auf einen ischämischen Schlaganfall hin.

3
Hämorrhagischer Schlaganfall

Ein hämorrhagischer Schlaganfall kann ausgeschlossen werden, da das initiale native CCT keine intrakranielle Blutung zeigte.

4
Migräne mit Aura

Die Symptome könnten theoretisch auch durch eine Migräne mit Aura verursacht werden, jedoch ist dies bei einem 72-jährigen Patienten mit den gegebenen Risikofaktoren und der Bildgebung unwahrscheinlich.

5
Tumorbedingte Symptome

Ein Hirntumor könnte ebenfalls zu neurologischen Symptomen führen, ist jedoch bei der akuten Symptomatik und den Bildgebungsbefunden unwahrscheinlich.

Top-1
Top-3
0.29DDx F1
2Reasoning
3Plausib.
2Red Flags
1
Ischämischer Schlaganfall durch Embolus aus Vorhofflimmern

Plötzlicher Beginn einer zentralen Fazialisparese, motorischen Aphasie und Hemiparese mit beeinträchtigter Sprachproduktion bei bekannter Vorhofflimmern-Anamnese und fehlender oraler Antikoagulation. Das native CCT schließt eine intrakranielle Blutung aus, die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links, was auf eine Embolie hindeutet.

2
Ischämischer Schlaganfall durch atherosklerotische Embolie

Langjähriger arterieller Hypertonus als Risikofaktor für atherosklerotische Erkrankungen. Das native CCT schließt eine intrakranielle Blutung aus, die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links, was auf eine atherosklerotische Embolie hindeuten könnte, falls keine Vorhofflimmern-Anamnese besteht.

3
Transitorische ischämische Attacke (TIA)

Plötzlicher Beginn und schnelle Rückbildung neurologischer Symptome. Allerdings ist die Dauer der Symptome mit über 24 Stunden ungewöhnlich lang für eine TIA. Die Bildgebung schließt eine intrakranielle Blutung aus, und die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms, was für eine TIA spricht, wenn die Symptome sich spontan zurückbilden.

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Top-3
0.25DDx F1
2Reasoning
3Plausib.
4Red Flags
1
Akuter ischämischer Schlaganfall (AIS) links

Die klinische Präsentation mit plötzlicher Fazialisparese rechts, motorischer Aphasie und Armschwäche, kombiniert mit dem Nachweis eines Kontrastmittelabbruchs im M1-Segment der linken Arteria cerebri media mittels CT-Angiographie, ist sehr suggestiv für einen akuten ischämischen Schlaganfall. Der NIHSS-Score von 9 unterstützt diese Diagnose.

2
Hämorrhagischer Schlaganfall (HSS) links

Obwohl das initiale CCT keine Blutung zeigte, kann ein HSS in den ersten Stunden nach Symptombeginn noch nicht sichtbar sein. Die Symptomatik (Fasialisparese, Aphasie) ist jedoch auch bei einem HSS möglich. Eine erneute Bildgebung nach längerer Zeit oder eine MRT könnte eine Blutung aufzeigen.

3
Transitorisch-ischämischer Schlaganfall (TIA) links

Die Symptome traten plötzlich auf und haben sich innerhalb von 75 Minuten nicht vollständig zurückgebildet. Ein TIA kann ein Vorläufer eines Schlaganfalls sein und ähnliche Symptome verursachen. Die CT-Angiographie zeigt jedoch einen definitiven Gefäßverschluss, was eher für einen AIS spricht.

4
Multiple Sklerose (MS) - Schub

Obwohl weniger wahrscheinlich aufgrund der akuten Symptomentstehung und des eindeutigen Gefäßverschlusses, kann eine MS in seltenen Fällen eine ähnliche Symptomatik verursachen. Die Aphasie ist bei MS weniger typisch, aber nicht ausgeschlossen. Eine MS würde in der Regel keine so deutliche lokale Gefäßobstruktion zeigen.

Top-1
Top-3
0.25DDx F1
1Reasoning
2Plausib.
1Red Flags
1
Ischämischer Schlaganfall

Der Patient zeigt ein plötzliches Auftreten von motorischen und sensiblen Defiziten, die sich auf ein bestimmtes Hirnareal beziehen (zentrale Fazialisparese, Armhalteparese und Beinsenkerparese rechts). Die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links, was auf eine Arterienverschluss im Bereich der MCA hinweist. Die Symptome und die Bildgebung sprechen für einen ischämischen Schlaganfall.

2
TIA (Transitorische ischämische Attacke)

Der Patient zeigt ähnliche Symptome wie bei einem ischämischen Schlaganfall, jedoch ohne dauerhafte Defizite. Die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links. Die Symptome und die Bildgebung sprechen für eine TIA.

3
Hirninfarkt bei Vorhofflimmern

Der Patient hat ein bekanntes Vorhofflimmern und ein plötzliches Auftreten von motorischen und sensiblen Defiziten. Die CT-Angiographie zeigt keinen Arterienverschluss, jedoch ist ein Hirninfarkt bei Vorhofflimmern möglich, insbesondere wenn die Patientin nicht oral antikoaguliert wird.

4
Hirnödem

Der Patient zeigt keine eindeutigen Symptome für einen Hirnödem, jedoch ist es möglich, dass die Symptome durch einen Hirnödem verursacht werden. Die CT-Angiographie zeigt keinen Arterienverschluss.

Top-1
Top-3
0.50DDx F1
1Reasoning
2Plausib.
2Red Flags
1
Ischämischer Strok

Der Patient präsentiert sich mit klassischen Symptomen einer Ischämie, wie zentrale Fazialisparese, motorische Aphasie und Armhalteparese. Die CT-Angiographie zeigt einen Abbruch des Kontrastmittelstroms im M1-Segment der Arteria cerebri media links, was auf eine Ischämie hinweist.

2
Hirninfarkt

Basierend auf den klinischen Befunden und der CT-Angiographie, der einen Ischämischen Strok nachweist, ist ein Hirninfarkt die wahrscheinlichste Diagnose. Ischämische Strok und Hirninfarkt sind synonym verwendet, wenn die Ischämie nicht mehr rückgängig zu machen ist.

3
Hirnblutung

Obwohl das native CCT keine intrakranielle Blutung zeigt, ist eine Hirnblutung nicht ausgeschlossen, insbesondere wenn es sich um eine lateinere Blutung handelt. Die Patientenage und die arterielle Hypertonie erhöhen das Risiko einer Blutung.

4
Vorhofflimmern mit Azytus

Der Patient hat ein bekanntes Vorhofflimmern, das in der Vergangenheit mit Azytus verbunden war. Obwohl die klinischen Befunde eher auf eine Ischämie hinweisen, ist es wichtig, die Möglichkeit einer Azytus-Induzierte Ischämie in Betracht zu ziehen.

cr_004 — Klinisches Reasoning | GerMedBench