GerMedBench

cr_002

Kardiologiemittel

Klinischer Text

Vorstellung/Aufnahmegrund: Wir berichten über einen 66-jährigen Patienten, der sich initial in der Notaufnahme aufgrund einer seit etwa drei Wochen progredienten Belastungsdyspnoe (NYHA III) sowie rezidivierenden, belastungsabhängigen retrosternalen Druckgefühlen vorstellte. Die Beschwerden seien erstmals beim Treppensteigen aufgetreten und würden in Ruhe sistieren. Anamnese: In der medizinischen Vorgeschichte sind ein langjähriger, medikamentös behandelter arterieller Hypertonus sowie eine bekannte Hyperlipidämie dokumentiert. Der Patient berichtet zudem über eine Episode einer Synkope vor zwei Monaten beim Rasenmähen, die er fälschlicherweise auf die Hitze zurückführte. Eine Nikotinanamnese besteht mit ca. 20 Pack-Years (Status: Ex-Raucher seit 5 Jahren). Die Familienanamnese ist unauffällig für frühzeitige Herzerkrankungen. Untersuchungsbefund: Bei Aufnahme zeigt sich der Patient in stabilem Allgemeinzustand. Blutdruck 115/85 mmHg (beidseits gleich), Herzfrequenz 78 bpm rhythmisch. Auskultatorisch imponiert ein raues, spindelförmiges Systolikum mit Punctum maximum über dem 2. Interkostalraum rechts, welches deutlich in die Karotiden fortgeleitet wird. Die Lungen sind seitengleich belüftet, keine Rasselgeräusche. Es zeigen sich diskrete prätibiale Ödeme beidseits. Laborwerte: Troponin T (hs): 45 ng/l (Referenz: <14 ng/l), NT-proBNP: 1850 pg/ml (Referenz: <125 pg/ml), Kreatinin: 1,1 mg/dl, Hämoglobin: 13,8 g/dl, CRP: 3,2 mg/l. Bildgebungsbefunde: Das Ruhe-EKG zeigt einen Sinusrhythmus sowie Zeichen einer linksventrikulären Hypertrophie (Sokolow-Lyon-Index: 4,2 mV) mit präkordialen T-Wellen-Inversionen in V5 und V6. Die Röntgen-Thorax-Aufnahme dokumentiert eine leichte Herzschattenvergrößerung bei ansonsten unauffälliger Lungenzeichnung ohne relevante Pleuraergüsse.

Ground Truth

Bestätigte Diagnose:Hochgradige kalzifizierte Aortenklappenstenose
1
AortenklappenstenoseI35.0hoch

Raues Systolikum im 2. ICR rechts mit Karotidenleitung · Klassische Trias: Belastungsdyspnoe, Angina Pectoris, Synkope · Linkskardiale Hypertrophiezeichen im EKG · Niedriger Blutdruck bei bekannter Hypertonie (pulsus tardus et parvus)

2
Koronare Herzkrankheit (KHK)I25.1mittel

Belastungsabhängige retrosternale Schmerzen · Kardiovaskuläre Risikofaktoren (Hypertonie, Hyperlipidämie, Nikotin) · Leichte Troponin-Erhöhung

3
Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM)I42.1gering

Systolisches Geräusch · Synkope in der Anamnese · Ausgeprägte EKG-Zeichen der linksventrikulären Hypertrophie

4
Hypertensive Herzkrankheit mit HerzinsuffizienzI11.0mittel

Langjähriger Hypertonus · Erhöhtes NT-proBNP · Belastungsdyspnoe und prätibiale Ödeme

Modell-Ergebnisse (14)

Top-1
Top-3
0.67DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Aortenklappenstenose (hochgradig)

Das raue, spindelförmige Systolikum mit Fortleitung in die Karotiden, die Belastungsdyspnoe, Synkope und retrosternale Druckgefühle sind klassische Zeichen einer hochgradigen Aortenstenose. Die LV-Hypertrophie im EKG und der erhöhte NT-proBNP-Wert stützen die Diagnose.

2
Koronare Herzkrankheit (KHK) mit stabiler Angina pectoris

Belastungsabhängige retrosternale Druckgefühle, Risikofaktoren (Hypertonus, Hyperlipidämie, Nikotinanamnese) und leicht erhöhtes Troponin T deuten auf eine KHK hin. Die LV-Hypertrophie könnte auch Folge einer langjährigen Hypertonie sein.

3
Hypertensive Herzerkrankung mit diastolischer Dysfunktion

Langjähriger Hypertonus, LV-Hypertrophie im EKG und diskrete Ödeme passen zu einer hypertensiven Herzerkrankung mit möglicher diastolischer Herzinsuffizienz. Der erhöhte NT-proBNP-Wert unterstützt dies, allerdings erklärt dies nicht das Systolikum.

4
Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM)

Das Systolikum, die Synkope und die LV-Hypertrophie könnten auf eine HOCM hindeuten, allerdings fehlt typischerweise die Fortleitung in die Karotiden und die Belastungsdyspnoe ist weniger spezifisch.

5
Akutes Koronarsyndrom (instabile Angina pectoris/NSTEMI)

Leicht erhöhtes Troponin T und belastungsabhängige Beschwerden könnten auf ein ACS hindeuten, allerdings spricht der chronische Verlauf über drei Wochen eher gegen ein akutes Geschehen.

Top-1
Top-3
1.00DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Schwere Aortenklappenstenose

Das typische raue, spindelförmige Systolikum mit Punctum maximum über dem 2. ICR rechts und Fortleitung in die Karotiden in Kombination mit der Synkope und der Belastungsdyspnoe ist pathognomonisch für eine hochgradige Stenose.

2
Koronare Herzkrankheit (KHK) / Instabile Angina pectoris

Die retrosternalen Druckgefühle bei Belastung, die kardiovaskulären Risikofaktoren (Hypertonus, Hyperlipidämie, Nikotinanamnese) sowie das deutlich erhöhte Troponin T und die T-Wellen-Inversionen im EKG weisen auf eine myokardiale Ischämie hin.

3
Hypertensive Herzkrankheit mit Herzinsuffizienz

Die langjährige Hypertonie, die EKG-Zeichen einer LVH, das erhöhte NT-proBNP und die diskreten Ödeme passen zu einer hypertensiven Herzerkrankung, erklären jedoch nicht das Karotisfortleitungsgeräusch.

4
Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM)

Die Synkope unter Belastung, die LVH-Zeichen im EKG und ein systolisches Geräusch sind vereinbar mit einer HOCM, allerdings ist das Punctum maximum typischerweise links parasternal und nicht über dem 2. ICR rechts.

Top-1
Top-3
0.75DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Aortenklappenstenose

Das raue, spindelförmige Systolikum mit Punctum maximum im 2. ICR rechts und Fortleitung in die Karotiden ist klassisch. Belastungsdyspnoe, Angina pectoris und Synkope bilden die typische Trias.

2
Koronare Herzkrankheit mit instabiler Angina pectoris

Die belastungsabhängige retrosternale Druckbeschwerden und das leicht erhöhte Troponin bei bekannter Hypertonie und Hyperlipidämie sprechen für eine akute Koronarischämie.

3
Hypertensive Herzerkrankung mit Herzinsuffizienz

Die Belastungsdyspnoe (NYHA III), die LV-Hypertrophie im EKG, die erhöhten NT-proBNP-Werte und die prätibialen Ödeme sind vereinbar mit einer Herzinsuffizienz bei langjähriger Hypertonie.

4
Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie

Das Systolikum und die Belastungsdyspnoe mit Synkope könnten auf eine dynamische Ausflusstraktobstruktion bei hypertropher Kardiomyopathie hinweisen, die ebenfalls eine LV-Hypertrophie verursacht.

Top-1
Top-3
0.86DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
4Red Flags
1
Aortenklappenstenose

Das Systolikum mit Punctum maximum über dem 2. Interkostalraum rechts und Fortleitung in die Karotiden ist typisch für eine Aortenklappenstenose. Die Symptom-Trias aus Dyspnoe, Angina Pectoris und Synkope unterstützt diese Diagnose.

2
Koronare Herzkrankheit

Der Patient hat Risikofaktoren wie Hypertonus, Hyperlipidämie und Nikotinanamnese. Die belastungsabhängigen retrosternalen Druckgefühle und das erhöhte Troponin T sprechen für eine myokardiale Ischämie.

3
Hypertensive Herzkrankheit

Die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG und die langjährige Hypertonie sprechen für eine hypertensive Herzkrankheit. Die Dyspnoe und das erhöhte NT-proBNP könnten auf eine beginnende Herzinsuffizienz hinweisen.

Top-1
Top-3
0.00DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Aortenstenose, schwergradig

Spindelförmiges systolisches Murmur über dem 2. Interkostalraum rechts mit starker Ausstrahlung in die Karotiden, belastungsabhängige Synkope, NYHA‑III Dyspnoe, LVH im EKG, erhöhter NT‑proBNP und leichtes kardiales Vergrößerung im Thorax‑Röntgen deuten auf eine fortgeschrittene Aortenstenose hin.

2
Koronare Herzkrankheit (Stabile Angina pectoris)

Retro‑sternale Druckgefühle bei Belastung, leicht erhöhtes Hochsensitiv‑Troponin T und präkordiale T‑Wellen-Inversionen im EKG können auf eine myokardiale Ischämie bei bestehender Aortenstenose hinweisen.

3
Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF)

Exazerbierte Belastungsdyspnoe, NT‑proBNP stark erhöht, diskrete prätibiale Ödeme und LVH im EKG sprechen für eine systolische Herzinsuffizienz, die sekundär zur Aortenstenose sein kann.

4
Hypertensive Herzkrankheit (Linksventrikuläre Hypertrophie)

Langjähriger arterieller Hypertonus, LVH im EKG und leichte Herzvergrößerung im Röntgenbild können eine hypertensive Herzveränderung erklären, jedoch passen die auskultatorischen Befunde und Synkopen besser zu einer Aortenstenose.

Top-1
Top-3
0.25DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Aortenstenose

Die Kombination aus Belastungsdyspnoe, retrosternalen Druckgefühlen, Synkope, einem rauen, spindelförmigen Systolikum, das in die Karotiden fortgeleitet wird, sowie die linksventrikuläre Hypertrophie (LVH) im EKG und die Herzschattenvergrößerung im Röntgen-Thorax sind hochverdächtig für eine Aortenstenose. Die erhöhten NT-proBNP-Werte deuten auf eine beginnende Herzinsuffizienz hin, die durch die Aortenstenose verursacht werden kann.

2
Koronare Herzkrankheit (KHK) / Angina pectoris

Belastungsabhängige retrosternale Druckgefühle sind typisch für Angina pectoris. Die Synkope könnte ebenfalls kardiogenen Ursprungs sein, z.B. durch eine Arrhythmie im Rahmen einer Ischämie. Die erhöhten Troponin-Werte deuten auf eine Myokardverletzung hin, die bei instabiler Angina oder einem nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) auftreten kann. Die Hyperlipidämie und der Nikotingenuss sind Risikofaktoren.

3
Hypertrophische Kardiomyopathie (HCM)

HCM kann ebenfalls zu Belastungsdyspnoe, retrosternalen Schmerzen, Synkope und einem Systolikum führen. Die LVH im EKG passt dazu. Allerdings ist das Systolikum bei Aortenstenose typischerweise rauer und wird in die Karotiden fortgeleitet, während es bei HCM oft dynamisch ist und sich mit Valsalva verstärkt. Die Synkope bei HCM ist oft anstrengungsinduziert.

4
Herzinsuffizienz (chronisch)

Die Belastungsdyspnoe (NYHA III), die prätibialen Ödeme, die erhöhten NT-proBNP-Werte und die Herzschattenvergrößerung deuten auf eine Herzinsuffizienz hin. Die LVH im EKG kann eine Ursache oder Folge der Herzinsuffizienz sein. Die Aortenstenose (siehe oben) ist eine häufige Ursache für eine sekundäre Herzinsuffizienz.

Top-1
Top-3
0.50DDx F1
3Reasoning
3Plausib.
3Red Flags
1
Koronare Herzkrankheit

Die progrediente Belastungsdyspnoe und rezidivierenden, belastungsabhängigen retrosternalen Druckgefühle sprechen für eine koronare Herzkrankheit, insbesondere bei Vorliegen von Risikofaktoren wie arteriellem Hypertonus, Hyperlipidämie und Nikotinanamnese.

2
Hypertrophe Kardiomyopathie

Die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG und die präkordialen T-Wellen-Inversionen in V5 und V6 könnten auf eine hypertrophe Kardiomyopathie hinweisen, insbesondere bei Vorliegen von Symptomen wie Belastungsdyspnoe und retrosternalen Druckgefühlen.

3
Aortenstenose

Das raue, spindelförmige Systolikum mit Punctum maximum über dem 2. Interkostalraum rechts und die Fortleitung in die Karotiden könnten auf eine Aortenstenose hinweisen, insbesondere bei Vorliegen von Symptomen wie Synkope und Belastungsdyspnoe.

4
Herzinsuffizienz

Die erhöhten Werte von NT-proBNP und Troponin T sowie die leichte Herzschattenvergrößerung in der Röntgen-Thorax-Aufnahme könnten auf eine Herzinsuffizienz hinweisen, insbesondere bei Vorliegen von Symptomen wie Belastungsdyspnoe und prätibialen Ödemen.

Top-1
Top-3
0.75DDx F1
4Reasoning
5Plausib.
4Red Flags
1
Aortenklappenstenose

Das spindelförmige Systolikum mit Punctum maximum über dem 2. Interkostalraum rechts, das in die Karotiden fortgeleitet wird, ist typisch für eine Aortenklappenstenose. Die Belastungsdyspnoe und die Synkope beim Rasenmähen können durch die reduzierte Herzleistung und den erhöhten Druck in der linken Herzkammer erklärt werden.

2
Hypertensive Herzkrankheit

Der langjährige arterielle Hypertonus und die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG sprechen für eine hypertensive Herzkrankheit. Die Belastungsdyspnoe und die prätibialen Ödeme können durch die erhöhte Nachlast und die reduzierte Herzleistung erklärt werden.

3
Koronare Herzkrankheit

Die Belastungsdyspnoe und die retrosternalen Druckgefühle können durch eine koronare Herzkrankheit erklärt werden. Der erhöhte Troponin-T-Wert und die T-Wellen-Inversionen im EKG sprechen jedoch eher für eine Myokardhypertrophie als für eine akute Myokardischämie.

4
Dilatative Kardiomyopathie

Die Belastungsdyspnoe und die prätibialen Ödeme können durch eine dilatative Kardiomyopathie erklärt werden. Die Laborwerte und die Bildgebungsbefunde sprechen jedoch eher für eine hypertensive oder valvuläre Herzkrankheit.

Top-1
Top-3
0.22DDx F1
3Reasoning
4Plausib.
4Red Flags
1
Aortenstenose

Das raue, spindelförmige Systolikum mit Punctum maximum über dem 2. Interkostalraum rechts und Fortleitung in die Karotiden deutet auf eine Aortenstenose hin. Die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG und die erhöhten NT-proBNP-Werte unterstützen diese Diagnose.

2
Koronare Herzkrankheit

Die Belastungsdyspnoe, retrosternalen Druckgefühle und die erhöhten Troponin-T-Werte sprechen für eine koronare Herzkrankheit. Die Synkope beim Rasenmähen könnte durch eine ischämische Episode ausgelöst worden sein.

3
Hypertonische Herzkrankheit

Der langjährige, medikamentös behandelte arterielle Hypertonus und die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG deuten auf eine hypertonische Herzkrankheit hin. Die prätibialen Ödeme könnten ein Zeichen für eine beginnende Herzinsuffizienz sein.

4
Aorteninsuffizienz

Die retrosternalen Druckgefühle und das Systolikum könnten auch auf eine Aorteninsuffizienz hinweisen, obwohl dies weniger wahrscheinlich ist als die Aortenstenose. Die erhöhten NT-proBNP-Werte unterstützen diese Diagnose.

5
Myokarditis

Die erhöhten Troponin-T-Werte und die T-Wellen-Inversionen im EKG könnten auch auf eine Myokarditis hinweisen, obwohl dies weniger wahrscheinlich ist als die anderen Diagnosen. Die Symptome und die Anamnese sprechen eher für eine koronare Herzkrankheit oder Aortenstenose.

Top-1
Top-3
0.44DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Stenose der Aortenklappe

Das raue, spindelförmige Systolikum mit Fortleitung in die Karotiden, die Belastungsdyspnoe und die erhöhten Werte von NT-proBNP sind typisch für eine Aortenklappenstenose. Die Synkope könnte ebenfalls durch eine reduzierte Herzleistung bei Belastung bedingt sein.

2
Koronare Herzkrankheit (KHK) / Angina pectoris

Die rezidivierenden, belastungsabhängigen retrosternalen Druckgefühle deuten auf eine Angina pectoris hin. Das erhöhte Troponin T (hs) könnte auf eine instabile Angina pectoris oder einen nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) hinweisen, auch wenn es nur leicht erhöht ist.

3
Herzinsuffizienz

Die Belastungsdyspnoe (NYHA III), die erhöhten NT-proBNP-Werte, die Herzschattenvergrößerung im Röntgen-Thorax und die diskreten Ödeme sprechen für eine Herzinsuffizienz. Diese kann sowohl Folge der Aortenklappenstenose als auch der KHK sein.

4
Hypertensive Herzkrankheit

Der langjährige, medikamentös behandelte arterielle Hypertonus und die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG deuten auf eine hypertensive Herzkrankheit hin, die zur Dyspnoe und den Ödemen beitragen kann.

5
Pulmonale Hypertonie

Obwohl die Lungenbelüftung seitengleich ist und keine Rasselgeräusche vorliegen, kann eine pulmonale Hypertonie als Ursache der Belastungsdyspnoe in Betracht gezogen werden, insbesondere im Kontext einer möglichen linksventrikulären Dysfunktion.

Top-1
Top-3
0.00DDx F1
4Reasoning
4Plausib.
5Red Flags
1
Aortenstenose, schwergradig

Der Patient präsentiert mit typischen Symptomen einer schweren Aortenstenose: progrediente Belastungsdyspnoe (NYHA III), belastungsabhängige retrosternale Druckgefühle und eine Synkope vor zwei Monaten – letztere ein klassisches Trias-Symptom bei Aortenstenose. Das raue, spindelförmige Systolikum mit Punctum maximum im 2. Interkostalraum rechts und starke Karotisfortleitung sind charakteristisch. Zusätzlich bestehen kardiologische Befunde wie linksventrikuläre Hypertrophie und erhöhtes NT-proBNP.

2
Chronisch-herzinsuffiziente, linksventrikuläre Dysfunktion (HFrEF)

Die erhöhten BNP-Werte (1850 pg/ml) und die präkordialen T-Wellen-Inversionen im EKG deuten auf eine chronische linksventrikuläre Belastung hin. Die progrediente Dyspnoe und die diskreten Ödeme sprechen für eine Herzinsuffizienz. Die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG ist ein weiterer Hinweis auf langjährige Druckbelastung, die bei Aortenstenose oder Hypertonie entstehen kann.

3
Chronische arterielle Hypertonie mit linksventrikulärer Hypertrophie und sekundärer Herzinsuffizienz

Der Patient hat eine langjährige, medikamentös behandelte Hypertonie, was die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG (Sokolow-Lyon-Index 4,2 mV) erklärt. Die klinischen Symptome wie Dyspnoe und Ödeme können auf eine sekundäre Herzinsuffizienz zurückzuführen sein, insbesondere wenn die Hypertonie nicht optimal kontrolliert war.

4
Koronare Herzkrankheit mit instabiler Angina pectoris

Die belastungsabhängigen retrosternalen Druckgefühle und die Synkope bei körperlicher Belastung sind Hinweise auf eine koronare Herzkrankheit. Die erhöhten Troponin-Werte (45 ng/l) deuten auf myokardiale Schädigung hin, die bei einer akuten oder chronischen Ischämie auftreten kann. Allerdings fehlen typische EKG-Veränderungen wie ST-Strecken- oder T-Wellen-Veränderungen in den koronaren Bezirken.

5
Aortenklappeninsuffizienz

Obwohl die klinische Symptomatik eher für eine Stenose spricht, könnte eine Aortenklappeninsuffizienz ebenfalls eine Dyspnoe und eine Herzvergrößerung verursachen. Allerdings fehlt ein typisches diastolisches Geräusch, und das Systolikum ist eher spindelförmig und fortgeleitet – Merkmale, die stärker für eine Stenose sprechen.

Top-1
Top-3
0.25DDx F1
1Reasoning
1Plausib.
2Red Flags
1
Akutes Koronarsyndrom (Myokardinfarkt)

Hoher Troponin-T Wert, linksventrikuläre Hypertrophie und T-Wellen-Inversionen im EKG deuten auf ein akutes Koronarsyndrom hin.

2
Stabile Angina Pectoris

Belastungsdyspnoe und retrosternale Druckgefühle sind typisch für eine stabile Angina Pectoris. Der Patient hat Risikofaktoren wie Hypertonie und Hyperlipidämie.

3
Herzinsuffizienz

Die Belastungsdyspnoe und die leichte Herzschattenvergrößerung im Röntgenbild können auf eine Herzinsuffizienz hinweisen. Der NT-proBNP-Wert ist stark erhöht.

4
Aortendissektion

Das rauhe Systolikum, das deutlich in die Karotiden fortgeleitet wird, könnte ein Zeichen für eine Aortendissektion sein. Allerdings ist der Blutdruck nicht besonders hoch.

Top-1
Top-3
0.22DDx F1
1Reasoning
1Plausib.
2Red Flags
1
Koronare Herzkrankheit (KHK) mit Angina pectoris

Die progrediente Belastungsdyspnoe, retrosternale Druckgefühle, das raue Systolikum mit Ausstrahlung in die Karotiden, die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG, die präkordialen T-Wellen-Inversionen und das erhöhte Troponin T deuten stark auf eine KHK hin. Die Synkope könnte ein Zeichen für eine ischämische Episode sein.

2
Herzinsuffizienz (linksventrikuläre)

Die Belastungsdyspnoe, die Ödeme und das erhöhte NT-proBNP sind typische Zeichen einer Herzinsuffizienz. Die linksventrikuläre Hypertrophie und die präkordialen T-Wellen-Inversionen im EKG können ebenfalls auf eine vorbestehende oder sich entwickelnde Herzinsuffizienz hindeuten. Die Synkope könnte durch eine systolische Herzinsuffizienz bedingt sein.

3
Hypertonie-bedingte Kardiomyopathie

Der langjährige, unbehandelter arterielle Hypertonus kann zu einer linksventrikulären Hypertrophie und einer nachfolgenden Kardiomyopathie führen, die sich in Dyspnoe und Angina pectoris äußern kann. Die linksventrikuläre Hypertrophie im EKG unterstützt diese Diagnose.

4
Myokarditis

Eine Myokarditis kann sich mit Belastungsdyspnoe, retrosternalen Schmerzen und EKG-Veränderungen (T-Wellen-Inversionen) manifestieren. Das erhöhte Troponin T könnte auf eine Entzündung des Herzmuskels hindeuten. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit geringer als bei KHK oder Herzinsuffizienz.

5
Aortenstenose

Das raue Systolikum mit Ausstrahlung in die Karotiden könnte auf eine Aortenstenose hindeuten. Allerdings ist dies weniger wahrscheinlich, da die Symptomatik typischerweise auch durch eine KHK oder Herzinsuffizienz erklärt werden kann. Eine Aortenstenose würde eher mit einem niedrigen Blutdruck einhergehen, was hier nicht der Fall ist.

Top-1
Top-3
0.00DDx F1
2Reasoning
2Plausib.
4Red Flags
1
Akutes Myokardinfarkt

Die progredienten Dyspnoenbeschwerden, die belastungsabhängigen Druckgefühle, das erhöhte Troponin-T-Level und die raue Systolikum im EKG sind klinische Hinweise auf einen akuten Myokardinfarkt.

2
Kardiale Dysfunktion

Die erhöhte NT-proBNP, die raue Systolikum und die leichte Herzschattenvergrößerung auf der Röntgen-Thorax-Aufnahme deuten auf eine potenzielle kardiale Dysfunktion hin, insbesondere bei der Vorstellung von Dyspnoe und Druckgefühlen.

3
Aortenstenose

Das raue, spindelförmige Systolikum mit Punctum maximum über dem 2. Interkostalraum rechts, die präkordialen T-Wellen-Inversionen und die linksventrikuläre Hypertrophie auf dem EKG sind klinische Hinweise auf eine potenzielle Aortenstenose.

4
Pulmonärer Embolismus

Die progredienten Dyspnoenbeschwerden, die belastungsabhängigen Druckgefühle und die diskreten prätibialen Ödeme könnten auf einen pulmonären Embolismus hinweisen, insbesondere wenn es sich um einen rezenten Embolismus handelt, der die Symptome verstärkt hat.

cr_002 — Klinisches Reasoning | GerMedBench